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»Life Cycle Assessment« in der additiven Fertigung: Laser Powder Bed Fusion Goes Green!

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Kunden und Investoren legen zunehmend Wert auf ökologische und nachhaltig
hergestellte Produkte. Eine transparente ökologische Bewertung Ihrer
Produkte hilft der Industrie und KMU (Kleine und Mittlere Unternehmen)
Verantwortung für Mensch und Umwelt zu übernehmen und sich mit einem
Wettbewerbsvorteil am Markt zu positionieren. Forscherinnen und Forscher
des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT adressieren nun das Thema
Life Cycle Assessment im Bereich Laser Powder Bed Fusion.

Mit dem Laser Powder Bed Fusion (LPBF)-Verfahren lassen sich komplexe
Funktionsbauteile ressourceneffizient und wirtschaftlich herstellen. Die
Fertigungskosten hängen dabei weniger von der Komplexität des zu
fertigenden Bauteils ab, sondern zu einem großen Teil von seinem Volumen.
Das pulverbettbasierte additive Fertigungsverfahren bietet eine Reihe von
Vorteilen im Vergleich zu konventionellen Fertigungstechniken. Es eignet
sich für Anwendungen in Branchen wie Turbomaschinenbau, in der Luft- und
Raumfahrt, im Automobilbau und in der Medizintechnik. Beispielsweise in
der Medizintechnik ermöglicht es die Realisierung einer hohen
Variantenvielfalt, während es der Automobilindustrie erlaubt,
funktionsoptimierte Bauteile in Kleinserien zu fertigen. Mit zunehmender
Marktdurchdringung rücken daher Fragen zum ökologischen Fußabdruck in den
Fokus der Industrie und damit der anwendungsnahen Forschung und
Entwicklung.

Nachhaltigkeit soll zunehmend bei der Entwicklung in der Prozess- und
Systemtechnik adressiert werden

Erklärtes Ziel des Kompetenzfeldes Laser Powder Bed Fusion am Fraunhofer
ILT ist: Das Thema Nachhaltigkeit künftig zunehmend bei der Entwicklung in
der Prozess- und Systemtechnik zu adressieren. Eine umfassende Analyse der
Prozesskette, beispielsweise hinsichtlich des Energieverbrauchs, der
entstehenden CO2-Emissionen und weiterer Kennzahlen ist hierfür die
Grundlage. Hierbei wird der Ressourcenstrom von der Herstellung des
Pulvermaterials bis hin zum gefertigten Bauteil im Endprodukt betrachtet.

Das Fraunhofer ILT strebt neben den eigenen Untersuchungen eine zunehmende
Vernetzung mit anderen Forschungspartnern und Industrieunternehmen an, die
sich dem »Life Cycle Assessment« verschrieben haben. Zu nennen ist hier
unter anderem die Mitgliedschaft in der »Additive Manufacturer Green Trade
Association (AMGTA)« sowie die Beteiligung im EU-Forschungsprogramm »Clean
Sky 2«, das zum Ziel hat, die ökologischen Auswirkungen der Luftfahrt auf
unseren Lebensraum erheblich zu reduzieren.

Die Formnext 2021 findet vom 16. bis 19. November in Frankfurt am Main
statt.
Haben Sie Interesse am Thema Life Cycle Assessment? Dann besuchen Sie
unseren Stand und sprechen Sie gerne unsere Expertinnen und Experten an:
Stand D41 in Halle 12. Weitere Infomationen: https://s.fhg.de/Sn2