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nvestieren statt spenden – Africa GreenTec gewinnt Gemeinwohlpreis für Start-ups 2021

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Das deutsche Start-up „Africa GreenTec“ gewinnt den ersten Preis im
diesjährigen Wettbewerb für gemeinwohlorientierte Gründungen „Public Value
Award“. Das junge Unternehmen aus dem hessischen Hainburg verhilft
Menschen im Globalen Süden durch nachhaltige Energielösungen zu mehr
Selbstbestimmung und Wachstum. Africa Greentec hat es sich zur Aufgabe
gemacht, die Lebensqualität in den Dörfern Afrikas zu verbessern und
regionale Wirtschaftskreisläufe anzustoßen.

Mit Solarstrom schaffen sie die Grundlage für Kühlketten, sauberes Wasser
oder ein eigenes Gewerbe. Mit sauberer Energie soll so für Menschen in
Afrika und für ihre Heimatregion Region eine neue Perspektive geschaffen
werden. Das soll auch helfen,  Motive für eine Flucht zu mindern. Rebecca
Sleegers, Managerin Marketing, kommentierte die Juryentscheidung: „Wir von
Africa GreenTec freuen uns sehr über den Public Value Award. Wow!! Vielen
Dank dafür und unser ganzes Team in Deutschland und Afrika freut sich über
diese Preisentscheidung.»

Der Public Value Award for Start-ups
Der Public Value Award wird jährlich von dem gemeinnützigen Verein Forum
Gemeinwohl e.V. getragen und in Kooperation mit der Handelshochschule
Leipzig (HHL), EY, ZEISS und der Stadt Leipzig ausgerichtet. Verliehen
wird er an junge Unternehmerinnen und Unternehmer verliehen, die mit ihrem
Geschäftsmodell Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen bieten
und vielfältigen Nutzen für die Gesellschaft stiften.

Der Public Value Award 2021
Aus 140 Start-ups hatte die zehnköpfige sieben Start-ups zum Finale nach
Leipzig eingeladen. Diese präsentierten am 14. Oktober in der Leipziger
Kongresshalle am Zoo vor  200 Zuschauern ihre Geschäftsmodelle. Erstmals
waren in diesem Jahr auch Schülerinnen und Schüler zweier sächsischer
Gymnasien in der Jury vertreten und gaben der nächsten Generation eine
kraftvolle Stimme. Mit einem öffentlichen Online-Voting wurde in diesem
Jahr eine weitere Neuerung eingeführt. Fast 2000 Personen beteiligten sich
daran, den Gewinner des Publikumspreises zu ermitteln.  Die hohe
Beteiligung an dem zum fünften Mal ausgetragenen Wettbewerb kommentierte
Prof. Dr. Timo Meynhardt, Co-Vorsitzender der Jury und Inhaber des Dr.
Arend Oetker Lehrstuhls an der HHL:

„Die Resonanz auf den Wettbewerb trotz der Pandemie enorm. Die Preisträger
stehen für den Gründergeist, der sich am Gemeinwohl orientiert und die
Idee des verantwortungsvollen Unternehmertums stärkt. Die Start-ups machen
Mut, dass wir zusammen die sozial-ökologische Transformation bewältigen
können.“

Jurymitglied Dr. Matthias Metz, Mitglied des Vorstands ZEISS Gruppe:
“ Die Finalisten zeigen eindrücklich, dass nachhaltige Geschäftsmodelle
und Gemeinwohl einander ergänzen können und so Mehrwert für Kunden wie für
Gesellschaft stiften.“
Jurymitglied Clemens Schülke vom Amt für Wirtschaftsförderung Leipzig:
"Gemeinwohl war seit jeher eine Antriebsfeder des ehrbaren Geschäftsmanns
oder Geschäftsfrau. Die Finalisten aber haben bewiesen, dass es sich
doppelt lohnen kann, das Wohl Anderer in den Mittelpunkt des eigenen
Geschäftsmodells zu rücken: Sie ernten nicht nur Geld, sondern Liebe."

Weitere Gewinner des Public Value Award 2021
Mit dem zweiten Platz wurde „Heartbeat Edutainment“ aus Frankfurt am Main
ausgezeichnet. Dieses Unternehmen gewann ebenfalls am Abend den
Publikumspreis, der erstmals über ein Online-Voting ermittelt wurde. Etwa
2000 Menschen haben sich an der virtuellen Wahl beteiligt. Heartbeat
Edutainment ist in acht Bundesländern und mehr als 120 Städten und
Gemeinden vertreten und hat mit mehr als 50.000 Kindern und Jugendlichen
multimediale Bildungsprojekte durchgeführt. Mit werteorientierten Musik-
und Kunstproduktionen ermöglicht das Team aus Künstlern, Multimedia- und
Bildungsexperten den Teilnehmern, ihre persönliche Entwicklung zu fördern
und sich für Demokratie, Inklusion und Vielfalt zu engagieren.
Den dritten Platz erreichte das Start-Up „Too Good To Go“. Das Berliner
Unternehmen setzt sich erfolgreich dafür ein, überschüssige Lebensmittel
weiter zu verkaufen. Das Start-up verringert damit Verschwendung und
erhöht die Wertschätzung von Lebensmitteln in großem Umfang. Die Jury sah
darin auch aus landwirtschafts-, ernährungs- und klimaschutzpolitischer
Perspektive ist dies ein großes Verdienst.
Neben den Preisträgern schafften es auch vier weitere Start-ups ins
Finale: MOB Industries GmbH (Wien), Oxara (Zürich), Silber Salon (Berlin)
und die Trost-Helden GmbH (Tostedt). http://www.publicvalueaward.de.

Die Handelshochschule Leipzig (HHL)
Die HHL ist eine universitäre Hochschule und zählt zu den führenden
internationalen
Business Schools. Ziel der ältesten betriebswirtschaftlichen Hochschule
Deutschlands ist die Ausbildung verantwortungsbewusster, unternehmerisch
denkender und leistungsfähiger Führungspersönlichkeiten. Die HHL zeichnet
sich aus durchexzellente Lehre, klare Forschungsorientierung und
praxisnahen Transfer sowie
hervorragenden Service für ihre Studierenden. Der Stifterverband für die
Deutsche
Wissenschaft hat die HHL 2021 zum fünften Mal in Folge als führende
Gründerhochschule ausgezeichnet. Aus der HHL sind rund 350
Unternehmensgründungen hervorgegangen mit mehr als 50.000 Mitarbeitenden.
Als erste deutsche private Business Schule wurde durch die AACSB
akkreditiert und erlangte diesen Qualitätsstatus seither zum vierten Mal.
www.HHL.de