Lehrkräfte PLUS startet in die 3. Runde: Das Abenteuer Schule
Stolz und glücklich hielten sie ihre Zertifikate in der Hand: Ende August
entließ das Zentrum für Lehrerbildung an der Universität Duisburg-Essen
(UDE) die ersten Absolvent:innen des Programms Lehrkräfte PLUS erfolgreich
in das Anschlussprogramm Internationale Lehrkräfte Förden (ILF). Ein Jahr
lang wurden sie zuvor intensiv auf das deutsche Schulsystem vorbereitet –
und fühlten sich gut gerüstet für das Abenteuer Schule. Ab sofort können
sich wieder geflüchtete Lehrkräfte der Fächer Mathematik, Physik, Chemie
und Technik/Bautechnik bewerben.
Unterrichtsausfall oder sogar geschlossene Schulen sind die Konsequenzen,
wenn tausende Lehrer: innen Schuljahr für Schuljahr fehlen. Was tun?
Helfen könnten Migrant: innen mit Hochschulabschluss aus Nicht-EU-Staaten,
die in der Heimat bereits als Lehrkraft gearbeitet haben – so wie die rund
50 Frauen und Männer aus Syrien, Afghanistan oder der Türkei, die das vom
Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderte Projekt LK plus
bereits durchlaufen haben.*
Bis zum 12. November können sich Interessierte für die dritte Runde, die
am 1. Februar 2022 beginnt, bewerben. Das Programm startet mit einem
Deutschkurs, der auf die Sprachprüfung telc C1 Hochschule vorbereitet, und
wird im Laufe des Jahres ergänzt durch Angebote der UDE-
Bildungswissenschaften, des Instituts für Deutsch als Zweit- und
Fremdsprache und der Fachdidaktiken.
„Ein wichtiger Teil des Programms ist auch das Praktikum an einer
weiterführenden Schule, in dem die Teilnehmenden nicht nur den Unterricht
beobachten, sondern ihn auch übernehmen. So sollen sie ihre
Berufserfahrungen aus dem Herkunftsland, ihr Fachwissen und ihre
Mehrsprachigkeit einbringen“, erklärt Programmkoordinatorin Marit Nina
Martinez. „Jetzt endlich auch wieder ohne Coronaeinschränkungen.“
Einige der ersten Absolvent:innen von LK plus stellen wir im Video vor:
https://www.youtube.com/watch?
*Lehrkräfte PLUS ist Teil des Förderprogramms „NRWege Leuchttürme –
Projekte zur nachhaltigen Internationalisierung der Hochschulen in
Nordrhein-Westfalen“, gefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst
und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW.
