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Digitale Medienkompetenz und interaktiver Ansatz: Das ZMI feiert sein 20-jähriges Bestehen

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Das Zentrum für Medien und Interaktivität der Justus-Liebig-Universität
Gießen lädt anlässlich des Jubiläums vom 1. bis 5. November 2021 zu einer
digitalen Aktionswoche ein

Rückblick, Bestandsaufnahme und Ausblick: Das ZMI wird 20 – und die
Mitglieder des Zentrums für Medien und Interaktivität der Justus-Liebig-
Universität Gießen (JLU) freuen sich darauf, das Jubiläum mit der
Öffentlichkeit zu feiern. Alle interessierten Gäste sind vom 1. bis 5.
November 2021 zu einer – pandemiebedingt – digitalen Aktions- und
Jubiläumswoche eingeladen. Für die Teilnahme ist in der Regel keine
gesonderte Anmeldung notwendig. Mehr Informationen zum Jubiläumsprogramm
und den einzelnen Veranstaltungen finden sich auf der ZMI-Homepage:
https://www.uni-giessen.de/fbz/zmi/zmi_tagungen/jubilaeumswoche/

Wie hat sich unser Alltag unter dem Einfluss von digitalen und anderen
Medien in den letzten Jahren und Jahrzehnten verändert? Was verschiebt
sich durch die Pandemie? Welche medialen Transformationen erwarten uns in
den nächsten Jahren? Die ZMI-Mitglieder werden sich zu diesen Themen
austauschen und mit den Gästen ins Gespräch kommen, jeden Tag in einem
anderen Format: in Impulsvorträgen und Debatten, Lesungen und Live-Talks,
Interviews und Videobeiträgen. Das Programm haben die Sektionen des ZMI
auf die Beine gestellt.

Programm

Die ZMI-Jubiläumswoche startet am Montag, 1. November 2021, um 18 Uhr mit
einer Debatte der Sektion „Medien und Gender“ zum Thema „Resisting
Hypervisibility through Body Neutrality?“, bei der die Wiener
Kulturwissenschaftlerin Dr. Elisabeth Lechner zu Gast sein wird.
Mitglieder der Sektion „Medien und Gender“ werden mit ihr Fragen zu In-
und Exklusion aufgrund von Körpermerkmalen, zum Umgang mit
Selbstoptimierungszwang und zur Kommerzialisierung emanzipierter Konzepte
wie Body Positivity diskutieren. Die Veranstaltung findet auf Englisch
statt.

Am Dienstag, 2. November 2021, stehen gleich zwei Veranstaltungen im
Kalender: Um 18 Uhr regt eine interaktive Podiumsdiskussion der Sektion
„Educational Linguistics“ zum Thema „Normal, Normalität, Norm? Zwischen
sprachlicher Vielfalt und Norm in der Schule“ zur Auseinandersetzung an:
Drei namhafte Linguistinnen und Linguisten diskutieren über Fragen des
Sprachgebrauchs im Spannungsfeld von bildungssprachlichen Erwartungen,
schulischer Normierung und sprachlicher Vielfalt. Sie beschäftigen sich
auch mit der Frage, welche Rollen der Sprachwissenschaft und
Sprachdidaktik dabei zukommen.

Um 19.30 Uhr geht es mit einem Roundtable der Sektion „Kunst und Medien“
über „Mediale Rekonfiguration nicht unbedingt interaktiver Medien: Comic
und Theater“ weiter. Drei kurze Impulsreferate leiten das Thema ein und
halten dazu an, über das Zusammen- und Wechselspiel von analogen und
digitalen Medien in unterschiedlichen Darstellungsformen und
Aufführungspraxen nachzudenken.

Am Mittwoch, 3. November 2021, um 18 Uhr stellt die Sektion „Macht –
Medium – Gesellschaft“ „Bilder der Pandemie“ in den Mittelpunkt.
Diskutiert werden Fragen nach der Visualisierung eines kaum sichtbaren
Phänomens: Es geht um Viren. Bilder der Pandemie werden von
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern u. a. aus kunsthistorischer,
politikwissenschaftlicher und philosophischer Perspektive beleuchtet. An
vier Kurzvorträge schließt sich eine Diskussion an.

Am Donnerstag, 4. November 2021, um 18 Uhr steht dann das ZMI selbst im
Vordergrund: Die beiden Gründungsmitglieder und ehemaligen
geschäftsführenden Direktoren, Prof. Dr. Claus Leggewie, heute Inhaber der
Ludwig-Börne-Professur der JLU, und Prof. Dr. Henning Lobin, Leiter des
Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim, unterhalten sich im digitalen
Tischgespräch „Digitale Transformationen. 20 Jahre Medien und
Interaktivität“ mit den beiden geschäftsführenden Direktorinnen des ZMI,
Prof. Dr. Katrin Lehnen und Prof. Dr. Greta Olson, über Anfänge, Umbrüche
und Perspektiven von Medien und Interaktion. Zur Sprache kommen u. a.
Cyberangriffe, Pandemien und digitale Ungleichheiten.

Den Abschluss der Aktionswoche bilden am Freitag, 5. November 2021, um 19
Uhr eine Lesung und ein Interview mit Laila Stieler, eine der
renommiertesten Drehbuchautorinnen des deutschen Films. Unter dem Titel
„Ich habe die Zeit gebraucht, um eine Dramaturgie für die Widersprüche zu
finden – Ein Gespräch mit Laila Stieler über das Drehbuchschreiben“ wird
die Autorin zunächst aus ihrem Buch lesen und dann mit Prof. Dr. Carsten
Gansel und den anderen Mitgliedern der Sektion „Medien und Didaktik“ über
die besonderen (und im deutschsprachigen Raum wenig erforschten)
Anforderungen des Schreibens für filmische Medien sprechen.

Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI)

Das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) ist ein interdisziplinäres
Forschungszentrum der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seit seiner
Gründung im Jahr 2001 setzen sich die beteiligten Forscherinnen und
Forscher mit medienbezogenen Fragen der individuellen, gesellschaftlichen,
wirtschaftlichen, rechtlichen, politischen und künstlerischen Gestaltung
und Wirkung von Medien auseinander. Gegenstand der Forschung sind
Digitalisierungsprozesse in Wissenschaft, Bildung, Politik, Wirtschaft und
Kultur und ein verändertes Verständnis von Interaktivität und
Partizipation.

Termin
Digitale Aktionswoche zum Jubiläum des ZMI:
Montag, 1. November 2021, bis Freitag, 5. November 2021
Auftakt am 1. November 2021 um 18 Uhr
Alle Veranstaltungen finden im Livestream statt, einige werden von
Gebärdendolmetscherinnen bzw. -dolmetschern übersetzt.

Kontakt

Anette Feller
Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) der JLU Gießen
Koordination der Öffentlichkeitsarbeit
Ludwigstraße 34
35390 Gießen
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..de

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Die 1607 gegründete Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine
traditionsreiche Forschungsuniversität, die rund 28.000 Studierende
anzieht. Neben einem breiten Lehrangebot – von den klassischen
Naturwissenschaften über Rechts- und Wirtschaftswissenschaften,
Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften bis hin zu Sprach- und
Kulturwissen¬schaften – bietet sie ein lebenswissenschaftliches
Fächerspektrum, das nicht nur in Hessen einmalig ist: Human- und
Veterinärmedizin, Agrar-, Umwelt- und Ernährungswissenschaften sowie
Lebensmittelchemie. Unter den großen Persönlichkeiten, die an der JLU
geforscht und gelehrt haben, befindet sich eine Reihe von
Nobelpreisträgern, unter anderem Wilhelm Conrad Röntgen (Nobelpreis für
Physik 1901) und Wangari Maathai (Friedensnobelpreis 2004). Seit dem Jahr
2006 wird die Forschung an der JLU kontinuierlich in der
Exzellenzinitiative bzw. der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern
gefördert.