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Klimaneutralität: Berlin diskutiert über die Zukunft des Wohnens und Bauens

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► 2. November 2021: Tagung „Wissen. Wandel. Berlin. 2021“ des
Forschungsverbunds Ecornet Berlin in der Urania Berlin als Teil der Berlin
Science Week

► Führende Institute der Nachhaltigkeitsforschung diskutieren gemeinsam
mit der Stadtgesellschaft über Berlins klimaneutrale Zukunft

► Neue Impulse, wie Berlin die Wärmewende ökologisch und zugleich sozial
gerecht gestalten kann

Berlin, 27. Oktober 2021 – Berlin hat beim Klimaschutz viel vor. Eine
große Baustelle ist die Wärmewende: Um bis spätestens 2045 klimaneutral zu
werden, müssen rund 360.000 Wohn- und Nichtwohngebäude der Hauptstadt
umweltfreundlich mit Raumwärme und Warmwasser versorgt werden. Zusätzlich
müssen alle Neubauten ressourcenschonend geplant und errichtet werden.
Neben organisatorischen und technischen Herausforderungen auf dem Weg zu
einer klimaschonenden Wärmeversorgung ist eine Schlüsselfrage, wie das
sozial gerecht gelingen kann, damit Mieten auch für einkommensschwache
Gruppen bezahlbar bleiben. Am 2. November 2021 tragen fünf führende
Berliner Institute der Nachhaltigkeitsforschung auf der Tagung „Wissen.
Wandel. Berlin. 2021“ Lösungsansätze für klimaneutrales Wohnen und Bauen
zusammen und laden Akteure aus der Stadt zur Diskussion ein.

Welche Aufgaben stehen für den künftigen Senat bei der Wärmewende an und
welche Handlungsspielräume haben Praxisakteure wie private
Hauseigentümer*innen, Genossenschaften, Verbände und Handwerk? Seit
anderthalb Jahren arbeiten die Institute im Forschungsverbund Ecornet
Berlin mit finanzieller Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters,
Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung daran, wie Berlin zentrale
Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Digitalisierung und nachhaltiges
Wirtschaften angehen kann.

Klimaneutrales Wohnen und Bauen müssen Standard werden

„Wenn wir den Kollaps des Klimasystems verhindern und den politischen
Zielen gerecht werden wollen, müssen klimaneutrales Wohnen und Bauen zum
Standard werden“, erläutert Thomas Korbun, Sprecher des Forschungsverbunds
und Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Instituts für ökologische
Wirtschaftsforschung (IÖW). „Auf diesem Weg darf niemand zurückgelassen
werden. Diesen Herbst und Winter spüren wir, wie steigende Preise für
fossile Energie für viele Haushalte zur Belastung werden. Das Signal ist
deutlich: Wir müssen konsequent auf erneuerbare Energien setzen und
gleichzeitig unseren Energiebedarf durch wärmegedämmte und effizientere
Gebäude drosseln.“

Klimaschutz mit Verteilungs- und Gerechtigkeitsfragen zusammendenken

Soziale, ökologische und technische Herausforderungen müssen konsequent
zusammengedacht werden, um klimaneutrales Wohnen und Bauen für alle zu
ermöglichen. Welche Lösungsansätze kommen infrage und welche Rolle können
Kreislaufwirtschaft und digitale Technologien dabei spielen? Auf der
Tagung kommen die relevanten Praxisakteure an einen Tisch – Expert*innen
aus Architektur, Wohnungswirtschaft, dem Mieterverein, der
Senatsverwaltung und der Bundespolitik.

„Uns ist es dabei wichtig, über den Berliner Tellerrand zu blicken und von
den Perspektiven anderer Städte in Europa zu lernen. Daher bringen wir
unsere Forschungsergebnisse in den Dialog mit Erfahrungen aus anderen
Ländern“, erklärt Verbundsprecherin Anke Herold, Geschäftsführerin des
Öko-Instituts. Impulse kommen aus den Vorreiterstädten Wien und Zürich.
Dort werden energetische Sanierung und eine konsequente Dekarbonisierung
der Wärmeversorgung von Gebäuden bereits in zahlreichen Maßnahmen und
Experimenten zusammengedacht und vorangetrieben. Gerade Wien verknüpft
diese Themen auch mit sozialem Wohnungsbau und bezahlbaren Mieten.

Workshops zu sozialer Gerechtigkeit, zirkulärem Bauen und Datengovernance

Über 25 Expert*innen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und
Zivilgesellschaft diskutieren auf der Tagung mit den Gästen. In drei
Workshops geht es um konkrete Lösungswege: Wie können Investments in
energetische Sanierungsmaßnahmen und neue Energieerzeuger refinanziert
werden, ohne dass der Zielkonflikt zwischen Klima- und Mieterschutz zum
Hemmschuh wird? Wie kann Berlin mit seinen öffentlichen Gebäuden
vorangehen und neue Standards setzen für Kreislauffähigkeit, Langlebigkeit
und nachwachsende Rohstoffe? Und wie können digitale Technologien, die den
Strom- und Wärmeverbrauch in Wohngebäuden messen und optimieren, einen
sozialen und ökologischen Mehrwert schaffen?

Die Ergebnisse der Tagung fließen in die praxisorientierten Projekte des
Forschungsverbunds Ecornet Berlin ein, die das Ziel verfolgen, Berlin auf
dem Weg zur sozialen und ökologischen Metropole spezifisches Wissen
bereitzustellen.

Tagung kann im Livestream verfolgt werden

Die plenaren Teile der Tagung mit mehreren Impulsen, Inputs sowie zwei
Paneldiskussionen werden im Internet live gestreamt. Alle Informationen
über die Tagung und zur Anmeldung gibt es unter:
<www.ecornet.berlin/jahrestagung-2021>.