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FHM-Projekt verbindet Theater und Wissenschaft / Erster Workshop im Rahmen des EU-Projektes THENOVA

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Das EU-geförderte Projekt „Theater-based training for supporting
innovations in enterprises“ (THENOVA) der Fachhochschule des Mittelstands
(FHM) geht neue Wege der Wissensvermittlung mit den Methoden des Theaters.
Unterstützt wird die Hochschule dabei von Dramaturgen und Schauspielern
aus dem Kölner Künstlernetzwerk Bayenwerft Kunsthaus Rhenania. Das Ziel
ist es, speziell im Bereich der beruflichen Weiterbildung neue Wege zu
erproben, auf denen wissenschaftliche Lehre und Weiterbildung mit den
Methoden des Theaters und der Performance bereichert werden können.

Innovation benötigt Freiraum – wer Innovationen im Unternehmen fördern
will, muss sich um ein offenes kommunikatives Setting bemühen. Das EU-
Projekt „Theater-based training for supporting innovations in enterprises“
(THENOVA) an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) ermöglicht seinen
Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sich diese Offenheit mit den Mitteln des
Theaters zu erschließen. Damit geht die FHM neue Wege im Bereich der
betrieblichen Personalbildung von kleinen und mittleren Unternehmen, um
sie so in der Förderung ihrer Innovationsfähigkeit zu unterstützten.

Im Rahmen eines fünftätigen Intensiv-Trainings haben sich jetzt 15
Trainerinnen und Trainer aus den Projekt-Partnerländern Griechenland,
Polen, Österreich und Deutschland vom 11. Bis 15 Oktober von Schauspielern
aus dem Rhenania Netzwerk in Köln schulen lassen.

Das straffe Programm sah klassische Schauspiel-Übungen im Bereich der
Körperwahrnehmung, des Stimmtrainings, von Gruppenwahrnehmungen und der
Schulung des kommunikativen Verhaltens in verschiedenen Szenen-Settings
vor. Leitthemen waren dabei die im Personaltraining besonders wichtigen
Themen Innovation Management, Team Building, Kommunikation,
Selbstbestimmung und Motivation.
„Neue Ideen sind im ersten Schritt immer ungeschützt und von Ablehnung
bedroht“, sagt Prof. Dr. Christoph Brake, Wissenschaftlicher Leiter des
Projektes an der FHM. „Daher benötigen Unternehmen eine Art
Willkommenskultur für das Neue und das bedeutet eine gewisse geistige
Offenheit, die auch außerhalb der eigenen Komfortzone besteht und durch
die Innovationen erst möglich werden.“ Die Teilnehmer/-innen aus den
Unternehmen seien zunächst etwas überrascht von der Intensität der Übungen
gewesen, so Brake weiter. „Sie brachten aber alle eine große Offenheit mit
und wurden schon nach den ersten Stunden in den Sog der Begeisterung für
diese neuen Erfahrungen gezogen, die völlig neue Perspektiven in der
beruflichen Weiterbildung und der Personalbildung bedeuten.“

Alle Übungen wurden in direkt anschließenden Feedback-Runden resümiert und
im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit für die Förderung der
Innovationsfähigkeit von Unternehmen hin analysiert. Für dieses Training
stand neben dem Forum der FHM Köln und dem Atelier im Kunsthaus-Rhenania
auch das Metropol Theater in Köln zur Verfügung.