Deutsch-israelischer Kochwettbewerb: Wer sind die angehenden „Future Chefs“?
Koch-Auszubildende stellen ihr Können unter Beweis und werben für ihren
Beruf
Am 2. und 3. November kürt das Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) mit Unterstützung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und
des Verbands der Köche Deutschlands (VKD) die Sieger im ersten deutsch-
israelischen Kochwettbewerb „We – Future Chefs“.
Acht Teams aus je zwei Auszubildenden des zweiten und dritten Lehrjahres
müssen eine hochkarätig besetzte Jury von ihrem Können überzeugen.
Parallel zur Veranstaltung im Oberstufenzentrum für Gastronomie, der
Brillat-Savarin-Schule in Berlin, kämpfen israelische Auszubildende um den
Sieg in Haifa. Die beiden Showevents sind via Livestreams miteinander
verbunden. Den Siegerteams winkt ein Auslandsaufenthalt im jeweiligen
Partnerland.
In der Ausbildung zum Koch beziehungsweise zur Köchin spielen Wettbewerbe
traditionell eine wesentliche Rolle. Pandemiebedingt war dies in den
letzten anderthalb Jahren jedoch nicht möglich. Mit dem ersten deutsch-
israelischen Kochwettbewerb sollen die bilateralen Aktivitäten
wiederaufgenommen und Werbung für einen attraktiven Ausbildungsberuf mit
spannenden Karrieremöglichkeiten gemacht werden.
Mitglieder der deutschen Jury sind Daniel Schade, Präsident des Verbands
der Köche Deutschlands, Julia Komp, Köchin des Jahres 2020, die mit 27
Jahren bereits einen Michelin-Stern erhielt, die Berliner Sterneköche René
Frank und Gal Ben Moshe, Frithjof Männel, Unterabteilungsleiter im BMBF,
Hila Engelhard, Abteilungsleiterin in der israelischen Botschaft in
Deutschland, sowie BIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Hubert Ertl.
Prof. Dr. Hubert Ertl: „Die Auszubildenden haben schon mit ihren
Bewerbungsvideos gezeigt, dass sie voller Leidenschaft und Engagement
sind, obwohl die Einschränkungen der Corona-Pandemie gerade für diesen
Ausbildungsberuf enorm waren. Die Future Chefs aus Israel und Deutschland
zeigen, wie spannend ihr Beruf ist und wie die Ausbildung durch
internationale Kooperation bereichert wird. Daher freue ich mich, beim
Finale dabei zu sein und bin gespannt darauf, wie wir mit moderner
Medientechnik die räumliche Distanz der beiden Austragungsorte gemeinsam
kreativ überwinden.“
Die zweitägige Veranstaltung wird am 2. November um 9:00 Uhr durch den
israelischen Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, und den
Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Thomas
Rachel, eröffnet. Am zweiten Tag, 3. November, eröffnet die deutsche
Botschafterin in Israel, Dr. Susanne Wasum-Rainer, die Veranstaltung, und
gegen 14 Uhr stehen die beiden Siegerteams fest, die ins jeweilige
Partnerland reisen dürfen. In Deutschland hatten sich zuvor acht Teams für
das Finale in Berlin qualifiziert. In ihren Bewerbungsvideos hatten sie
ihre Begeisterung für ihren Ausbildungsberuf und die Motivation zur
Teilnahme an dem Wettbewerb eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Der vom BMBF geförderte Wettbewerb wird innerhalb des deutsch-israelischen
Programms zur Zusammenarbeit in der Berufsbildung durchgeführt. Der
israelische Partner, das Ministry of Economy and Industry, veranstaltet
den Wettbewerb parallel in Israel. Der Austausch zwischen Auszubildenden,
Berufsbildungspersonal und Expertinnen und Experten ist ein zentraler
Bestandteil des bilateralen Programms. Die Zentralstelle für
internationale Berufsbildungskooperation (GOVET) im BIBB ist für die
Umsetzung des Programms in Deutschland im Auftrag des BMBF verantwortlich.
Darüber hinaus überarbeitet das BIBB zurzeit gemeinsam mit den zuständigen
Bundesministerien und den Sozialpartnern im Auftrag der Bundesregierung
die sieben dualen Ausbildungsberufe in Hotellerie und Gastronomie. Die
neuen beziehungsweise modernisierten Ausbildungsordnungen sollen
voraussichtlich zum 1. August 2022 in Kraft treten.
Weitere Informationen zum deutsch-israelischen Kochwettbewerb finden Sie
unter <www.israel-programm.de/wettbe
