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Verbraucherperspektive: Mehrheit hält Lebensmittel in Deutschland für sicher

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BfR veröffentlicht 13. Ausgabe des Verbrauchermonitors zur Wahrnehmung
gesundheitlicher Risiken

Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung stuft Lebensmittel, die man in
Deutschland kaufen kann, als sicher oder sehr sicher ein. Das ist ein
Ergebnis des aktuellen BfR-Verbrauchermonitors, einer repräsentativen
Bevölkerungsbefragung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).
Lebensmittel werden damit - im Vergleich zu Kinderspielzeug,
Körperpflegeprodukten oder Kleidung - als eine der sichersten
Produktkategorien wahrgenommen. „Mit der Entwicklung von Prüfmethoden für
die Lebensmittelüberwachung trägt das BfR dazu bei, dass Lebensmittel in
Deutschland sicher sind und bleiben“, kommentiert BfR-Präsident Professor
Dr. Dr. Andreas Hensel die Ergebnisse.

Zur Informationsbroschüre BfR-Verbrauchermonitor 08/2021:

<https://www.bfr.bund.de/cm/350/bfr-verbrauchermonitor-08-2021.pdf>

Trotz des hohen Sicherheitsgefühls der Bevölkerung bei Lebensmitteln ist
das Vertrauen in Wissenschaft und Politik, dass diese die Gesundheit der
Menschen in Deutschland schützen, im Vergleich zum Anfang des Jahres
leicht gesunken. Die Wissenschaft genießt dennoch bei 65 Prozent der
Befragten ein hohes oder sehr hohes Vertrauen und liegt damit nur knapp
hinter den Verbraucherorganisationen (67 %). Am wenigsten vertrauen die
Befragten aktuell der Politik (14 %), dicht gefolgt von den Medien (15 %)
und der Wirtschaft (17 %).

Gleichzeitig sind die Menschen weniger an gesundheitlichen
Verbraucherthemen interessiert als noch zu Beginn des Jahres. Während im
Februar noch etwa zwei von drei Befragten (65 %) angaben, sich für
gesundheitliche Verbraucherthemen zu interessieren, ist dieser Wert im
aktuellen Verbrauchermonitor auf 56 Prozent gesunken.

Als größte gesundheitliche Risiken nennen die Befragten spontan bestimmte
Nährstoffzusammenstellungen - wie ein hoher Gehalt an Zucker, Fett oder
Salz in Lebensmitteln. Es folgen Risiken wie unerwünschte Stoffe im
Allgemeinen sowie eine ungesunde Ernährung und Lebensweise. Fragt man nach
ausgewählten Themen, so bereitet Mikroplastik in Lebensmitteln den
Menschen aktuell am meisten Sorgen. Mehr als die Hälfte (57 %) gibt an,
darüber beunruhigt oder sehr beunruhigt zu sein. Antibiotikaresistenzen
stehen mit 48 Prozent auf Platz 2. Hier ist die Beunruhigung im Vergleich
zur Vorgängerbefragung um 9 Prozentpunkte gesunken.

Erstmalig wurde nach den Themen Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS)
in Lebensmitteln sowie einer möglichen Unterversorgung von Vitaminen und
Mineralstoffen gefragt. Hier zeigte sich, dass von PFAS in Lebensmitteln
bisher nur eine von neun befragten Personen gehört hat. Bei der
Unterversorgung von Vitaminen und Mineralstoffen gaben hingegen zwei von
fünf an, sich gut oder sehr gut über die Thematik informiert zu fühlen.
Die Beunruhigung darüber war im Vergleich zu anderen Themen jedoch
vergleichsweise gering ausgeprägt (18 % beunruhigt oder sehr beunruhigt).

Über den BfR-Verbrauchermonitor

Ob Antibiotikaresistenzen, Mikroplastik, Salmonellen oder Aluminium in
Lebensmitteln - welche gesundheitlichen Risiken sind der Bevölkerung
bekannt und was beunruhigt sie? Antworten auf diese und andere Fragen
liefert der BfR-Verbrauchermonitor. In halbjährlichem Abstand werden etwa
1.000 Personen, die in Privathaushalten leben und mindestens 16 Jahre alt
sind, im Auftrag des BfR telefonisch interviewt.

Der Fragebogen zum BfR-Verbrauchermonitor wurde in den letzten Jahren
kontinuierlich weiterentwickelt, um einen hohen wissenschaftlichen
Standard der Methodik zu gewährleisten. Für diese Erhebung haben sich
grundlegende Änderungen ergeben: So wurden beispielswiese das Fragenset
aktualisiert, bestehende Fragen inhaltlich erweitert und das Format bei
mehrstufigen Antwortskalen vereinheitlicht. Die aktuelle Ausgabe führt
daher keine Vergleiche zu den Ergebnissen voriger Befragungen auf.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich
unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für
Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die
Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und
Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in
engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.