Interdisziplinäre Spitzenforschung: Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Graduiertenkolleg an der HCU
Städtewachstum, Klimawandel und die Corona-Pandemie sind drängende globale
Probleme. In Städten werden die Lösungen für die Zukunft gestaltet. Das
bewilligte Graduiertenkolleg befasst sich mit auf die „gebaute Umwelt“
ausgerichteten Strategien und Interventionen des „urban future-making“.
Die HCU erhält gemeinsam mit den Partnerhochschulen mehrere Millionen Euro
Förderung für die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden.
Graduiertenkolleg „Urban future-making: Professional agency across time
and scale“
Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Antrag „Urban
future-making: Professional agency across time and scale“ bewilligt. Die
Aktivitäten des Graduiertenkollegs fokussieren die Bereiche Mobilität,
Energieversorgung und Materialeinsatz, in denen die Dringlichkeit
umfassender Veränderungen besonders sichtbar ist.
Die zentrale Frage ist, wie verantwortliches Handeln und die zukünftige
Gestaltung der städtischen Umwelt unter aktuellen Bedingungen, Krisen und
Unsicherheiten möglich ist. Hier finden Sie eine Zusammenfassung zum
Graduiertenkolleg in deutscher und englischer Sprache.
Hamburger Verbund: Kooperation zwischen HCU, UHH und TUHH
Bei dem Graduiertenkolleg handelt es sich um eine Kooperation zwischen
HafenCity Universität Hamburg (HCU, Lead), Universität Hamburg (UHH) und
Technische Universität Hamburg (TUHH). Der Förderungszeitraum geht von
April 2022 bis Ende September 2026.
Interdisziplinär Forschende aus drei Hamburger Universitäten
Das Vorhaben bringt Forschende aus den Sozialwissenschaften und aus bau-
und planungsbezogenen Wissenschaften zusammen und ermöglicht
interdisziplinäre Wissensproduktion für die Zukunft von Städten. Beteiligt
sind dabei an der HCU Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den
Bereichen Stadtplanung und Bauingenieurwesen, an der UHH aus Soziologie
und Politikwissenschaften sowie an der TUHH aus dem Bereich
Verkehrsplanung.
Beteiligte Forschende sind: Prof. Dr. Monika Grubbauer (Sprecherin), Prof.
Dr.-Ing. Annette Bögle, Prof. Dott. Arch. Paolo Fusi, Prof. Dr. Gernot
Grabher, Prof. Dr.-Ing. Gesa Kapteina, Dr. Joachim Thiel (alle HCU), Prof.
Dr. Katharina Manderscheid, Jun. Prof. Dr. Franziska Müller (UHH), Prof.
Dr.-Ing. Carsten Gertz (TUHH)
Forschung auf höchstem Niveau: HCU etabliert sich in Scientific Community
Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Präsident der HafenCity Universität
Hamburg: „Das ist heute ein besonderer Tag und eine außergewöhnliche
Leistung für die HCU: Wir freuen uns über den positiven Bescheid für das
DFG-Graduiertenkolleg. Prof. Dr. Monika Grubbauer und Vizepräsidentin
Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle haben die Initiative ergriffen und gemeinsam
mit den übrigen Antragstellenden das DFG-Graduiertenkolleg als Zentrum für
urbane Fragestellungen angelehnt an die Forschungsschwerpunkte der HCU
Klima und Digitalisierung entwickelt. Ich bin sicher, dass wir mit dem
Graduiertenkolleg interdisziplinäre Forschung auf höchstem Niveau
betreiben und voranbringen können und gratuliere den Antragstellenden
herzlich. Diesen Weg gehen wir im Verbund gemeinsam mit der Universität
Hamburg und der Technischen Universität Hamburg über die kommenden Jahre.
Dies ist auch für die noch junge HCU ein weiterer wichtiger Schritt im
Rahmen unserer Etablierung in der Scientific Community. Der Dank gilt
allen Beteiligten, die den Erfolg ermöglicht haben.“
Graduiertenkolleg geht konzeptionell und methodisch neue Wege
Prof. Dr. Monika Grubbauer (Professur Geschichte und Theorie der Stadt,
Stadtplanung, HCU), Sprecherin des Graduiertenkollegs: "Zukünftige
Herausforderungen verlangen Wandel und die Berücksichtigung globaler
Abhängigkeiten. Gleichzeitig fordert die Gegenwart, die bestehende gebaute
Stadt in den Blick zu nehmen und deren Funktionsfähigkeit sicherzustellen.
Vor dem Hintergrund dieser Spannungsfelder wird das Graduiertenkolleg die
Handlungsspielräume professioneller Praxis im interdisziplinären Austausch
zwischen reflexionsorientierter und lösungsorientierter Forschung
untersuchen und hierbei sowohl konzeptionell als auch methodisch neue Wege
beschreiten."
Großer Erfolg für die Doktorandenausbildung: Über Disziplingrenzen
hinausdenken
Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle, Vizepräsidentin für Forschung und
Internationalisierung an der HafenCity Universität Hamburg: „Die Förderung
durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist ein großer Erfolg für die
Doktorandenausbildung an der HCU und den Hamburger Verbund. Der Ansatz des
Graduiertenkollegs zeigt: Wir müssen über die einzelnen Grenzen der
Disziplinen hinausdenken und Querschnittsdisziplinen entwickeln. Wir
wollen in Zukunft das dazugehörige Kompetenzzentrum sein und die HCU
weiter in nationalen und internationalen Forschungsnetzwerken verankern.“
DFG fördert Einrichtungen der Doktorandenausbildung
Die Graduiertenkollegs bieten Doktorandinnen und Doktoranden die
Möglichkeit, in einem strukturierten Forschungs- und
Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren.
Graduiertenkollegs sind Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung des
wissenschaftlichen Nachwuchses, die von der DFG für maximal neun Jahre
gefördert werden. Ziel ist es, die Promovierenden auf den komplexen
Arbeitsmarkt „Wissenschaft“ intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ihre
frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen.
Im Gegensatz zu einer klassischen Promotion, bei der eine Professorin oder
ein Professor Promovierende betreut, bietet ein Graduiertenkolleg die
Chance, die Arbeit im Rahmen eines koordinierten, von mehreren Lehrenden
getragenen Forschungsprogramms durchzuführen. Hinzu kommen spezielle
Lehrveranstaltungen wie Seminare, Kolloquien oder Workshops.
