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Isabell Lorey: Die Zeit ist (nicht) aus den Fugen. Zu queeren Zeitlichkeiten

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Vortrag an der KHM im Rahmen der Kooperation zwischen den Queer
Studies/KHM und GeStiK/Uni Köln
Kunsthochschule für Medien Köln, Donnerstag, 11. November 2021, 19 Uhr,
Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln

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Es gelten die 3G-Regeln.

Prof Dr. Isabell Lorey fragt in ihrem Vortrag an der KHM, ob die Zeit seit
der Pandemie wirklich aus den Fugen geraten ist. Leben wir in einer Zeit
des „Unnormalen“? Ist das aber nicht auch die Zeit, die aus einer queer-
feministischen Perspektive von Interesse ist? Mit Jacques Derrida spricht
Isabell Lorey über die Heimsuchungen der normalen Zeit und entwirft ein
queeres Verständnis von Gegenwart. Sie plädiert für eine Sozialität, die
auf wechselseitiger Sorge und queeren Schulden basiert und an gemeinsamer
kontaminierender Immunisierung interessiert ist.
Isabell Lorey ist seit 2018 Professorin für Queer Studies in Künsten und
Wissenschaft an der KHM.

Die zentrale GeStiK-Ringvorlesung der Uni Köln wird in diesem Semester
gemeinsam mit der Kunsthochschule für Medien veranstaltet. Es werden
Beiträge mit Schnittstellen an Wissenschaft, Kunst und Aktivismus
versammelt, vor- und zur Diskussion gestellt. Es geht um ein Fabulieren
über queer-feministische und dekoloniale Strategien, für ein Anderswerden
von Welt, darum, „andere“ Geschichten zu erzählen und Visionen zu
entwickeln, in einer eher desillusionierenden Gegenwart. Wir möchten dazu
einladen, über Möglichkeiten von veränderten Praktiken des In-der-Welt-
Seins, von Ent/Essentialiserungen und De-Zentralisierungen nachzudenken
und / oder experimentell zu 'arbeiten'.