Forschungsatlas „Social Cohesion“ der Berlin University Alliance ist online
Interaktive Website zeigt Forschungsprojekte und beteiligte Einrichtungen
in Berlin zum Thema Sozialer Zusammenhalt
Der neue Forschungsatlas „Social Cohesion“ zeigt den Berliner
Forschungsraum zum Thema Sozialer Zusammenhalt. Die interaktive Website
ist Teil des Grand Challenge Forum „Social Cohesion“ der gleichnamigen
Grand Challenge Initiative der Berlin University Alliance (BUA). Ziel des
Projekts ist es, derzeitige Forschungsaktivitäten in Berlin ebenso wie
Forschungsbedarfe zu visualisieren. Damit werden aktuelle
wissenschaftliche Schwerpunkte, gesellschaftliche Themen sowie neue
Schnittstellen sichtbar. Mithilfe des Forschungsatlas können
unterschiedliche Inhalte zum Thema Sozialer Zusammenhalt transdisziplinär
diskutiert werden. Technisch entwickelt und inhaltlich umgesetzt wurde die
Website von der Humboldt-Viadrina Governance Platform.
Für die Erstellung des Forschungsatlas wurden alle 55 geförderten Projekte
des BUA-Pre-Calls im Jahr 2019 zum Thema Social Cohesion in 23
Themenblöcke geclustert und in einer Mindmap angelegt; vertreten sind zum
Beispiel die Themen Sport, Kultur, Wohnen, Religion, Klimawandel und
Digitalisierung. Anschließend unterstützten Interviews mit Expertinnen und
Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft dabei,
Schwerpunkte, Verbindungen und Forschungslücken zu identifizieren.
„Sozialer Zusammenhalt ist Teil vielfältiger und lebhafter Debatten. Das
zeigt sich in dem breiten Themenspektrum und den diversen Aspekten, die
anhand des Forschungsatlas visualisiert werden. Dadurch sehen wir, wo
Schwerpunkte universitärer und außeruniversitärer Forschung zu Social
Cohesion in Berlin liegen. Unser besonderes Anliegen ist es, auch die
Kompetenz aus außerwissenschaftlichen gesellschaftlichen Bereichen wie
Verbänden oder NGOs einzubeziehen und im Atlas abzubilden. Daher zeigt der
Atlas auf, wo es Forschungsbedarfe seitens der Gesellschaft sowie der
Wissenschaft gibt“, sagt Dr. Audrey Podann von der Technischen Universität
Berlin, Mitglied des Steering Committee Fostering Knowledge Exchange der
BUA.
Die BUA hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam einen integrierten
Forschungsraum in Berlin zu schaffen, um an den „großen Herausforderungen“
– den „Grand Challenges“ – des 21. Jahrhunderts zu forschen. Die erste
Grand Challenge Initiative hat den Schwerpunkt Social Cohesion. Neben den
55 Pre-Call-Projekten hat die BUA im Rahmen der Förderlinie sechs
Forschungsprojekte bewilligt, welche als Exploration Projects inter- und
transdisziplinär erforschen, was unsere Gesellschaft zusammenhält. Die
verbindende Frage der zunächst auf drei Jahre angelegten
Forschungsprojekte lautet: Was sind Vorbedingungen, Dynamiken,
Perspektiven und Grenzen sozialer Kohäsion? Auf ihrer Basis zeigen die
Projekte geeignete Lösungsstrukturen für eine dauerhaft erfolgreiche,
stabile und gelingende gesellschaftliche Zukunft auf. Auch die Exploration
Projects sind im Forschungsatlas „Social Cohesion“ auffindbar.
Die Berlin University Alliance
Die Berlin University Alliance ist der Verbund der drei Berliner
Universitäten Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin,
Technische Universität Berlin sowie der Charité – Universitätsmedizin
Berlin für die gemeinsame Gestaltung von Wissenschaft in Berlin. Die vier
Partnerinnen haben sich zusammengeschlossen, um den Wissenschaftsstandort
Berlin zu einem gemeinsamen Forschungsraum weiterzuentwickeln, der zur
internationalen Spitze zählt. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen dabei
die gemeinsame Erforschung großer gesellschaftlicher Herausforderungen,
die Stärkung des Austausches mit der Gesellschaft, die Nachwuchsförderung,
Fragen der Qualität und Wertigkeit von Forschung sowie übergreifende
Vorhaben in Forschungsinfrastruktur, Lehre, Diversität,
Chancengerechtigkeit und Internationalisierung. Die Berlin University
Alliance wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) und dem Land Berlin im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und
Ländern.
Gemeinsame Pressemitteilung der Freien Universität Berlin, der Humboldt-
Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Charité
– Universitätsmedizin Berlin
