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WHU-Absolventin erhält Koblenzer Hochschulpreis für Studie zu Anlegerverhalten während der Corona-Krise

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WHU-Alumna Cynthia Oldehaver wurde für ihre hervorragende Bachelorarbeit
ausgezeichnet. Sie hat in ihrer Abschlussarbeit zum Thema „Trading Volume
and Preferences of Robinhood Retail Investors in the Covid-19 Crisis”
geforscht.

Am 28. Oktober wurde der Koblenzer Hochschulpreis erstmals in den
Räumlichkeiten der WHU – Otto Beisheim School of Management verliehen.
Bisher hatte die Zeremonie immer im Rathaussaal der Stadt Koblenz
stattgefunden. Prof. Dr. Markus Rudolf, Rektor der WHU, betonte, dass die
Idee des Preises aber die gleiche bliebe: „Wir wollen Wissenschaft und
Wirtschaft in dieser Region miteinander verzahnen.“ Diesjährige
Preisträgerin der WHU ist Cynthia Oldehaver. Sie wird für ihre
Bachelorarbeit zum Thema „Trading Volume and Preferences of Robinhood
Retail Investors in the Covid-19 Crisis” ausgezeichnet.

In ihrer hochaktuellen Arbeit untersuchte Oldehaver vor allem Daten der
amerikanischen Trading-Plattform Robinhood. Diese hatte Anfang des Jahres
im Zuge des „GameStop“-Debakels für Aufruhr gesorgt, bei dem eine große
Gruppe von Privatanleger:innen auf der Internetplattform Reddit den
Verkaufszeitpunkt der GameStop-Aktie abgestimmt hatte. Robinhood schränkte
den Verkauf der Aktie ein, wogegen die Anleger:innen klagten. Die
Gerichtsverfahren laufen. Oldehavers Forschung ergab, dass
Privatanleger:innen während der Coronakrise mehr in Aktien investierten
als zuvor, vor allem in solche von Unternehmen mit geringen Geldreserven,
niedriger Profitabilität und hoher internationaler Ausrichtung. Nach der
Ankündigung von expansiven fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen wandelte
sich die Strategie der Privatanleger:innen wieder zu einer Momentum-
Strategie, welche mit dem Markttrend geht statt gegen ihn.

Bei der Verleihung des Koblenzer Hochschulpreises zeichnete sich wie immer
ein breites Themenspektrum ab, das von der Nutzung der Bauleitplanung für
den Klimaschutz über Cyberkriminalität bis zur Suizidprävention bei
Kindern und Jugendlichen reichte. Die Preisträger der übrigen
teilnehmenden Hochschulen sind: Victoria Emrich (Hochschule für
öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz), Vincent van Bracht (Hochschule
der Deutschen Bundesbank), Saskia Breitner (Hochschule Koblenz),
Maximilian Hölzl (Hochschule der Polizei), Lola Maria Amekor
(Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar), Dr. Vera Ruthsatz
(Universität Koblenz-Landau), Sabrina Wittelsberger (zfh-Zentrum für
Fernstudien im Hochschulverbund).

Der Koblenzer Hochschulpreis wird jährlich von der Wirtschafts- und
Wissenschaftsallianz Region Koblenz e.V. (WWA) verliehen, um junge
Wissenschaftler:innen ideell und finanziell zu unterstützen. Jedes Jahr
honoriert die WWA, die sich aus Hochschulen und Unternehmen, Kommunen und
Bildungseinrichtungen im Norden von Rheinland-Pfalz zusammensetzt, acht
wissenschaftliche Arbeiten, der Preis ist mit insgesamt 20.000 Euro
dotiert. Im nächsten Jahr wird die Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz
den Koblenzer Hochschulpreis ausrichten.