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Ein breites Spektrum an Gründungsvisionen

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Hochschule Landshut bietet Gründerinnen und Gründern eine Bühne bei der
digitalen LA Pitch Night. Software-Startup autogramm.io gewinnt Landshuter
Gründerpreis

Die Landshuter Gründernacht ist seit 2011 Tradition an der Hochschule
Landshut. Gründungsinteressierte sowie Vertreterinnen und Vertreter aus
Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kamen auch in diesem Jahr zusammen,
um sich über die innovativen und kreativen Business-Ideen aus der
Landshuter Gründerszene zu informieren. Als Highlight des Abends verlieh
die Hochschule den Landshuter Gründerpreis.

Mit der anhaltenden Corona-Pandemie konnte die Gründernacht 2021 nicht in
Präsenz stattfinden. Das Gründerzentrum der Hochschule Landshut hat sich
deshalb entschieden, die Veranstaltung in Hybridform auszurichten. 14
Gründerteams pitchten erstmals live ihre Ideen vor der Kamera, ebenso
waren Grußredner vor Ort oder live zugeschaltet. Durch die Pitch Night
führten Eva Rohrmüller, Projektleiterin am Gründerzentrum, und
Gründungsberaterin Inés Reitmeier.

„Die eingereichten Business-Ideen decken Innovationen vieler
Lebensbereiche ab, von Urban Farming über die Immobilienwelt bis hin zum
Maschinenbau und Ideen mit sozialem Hintergrund“, so Hochschulpräsident
Prof. Dr. Fritz Pörnbacher, der die Pitch Night eröffnete. „Wir sind stolz
darauf, dass wir seit diesem Wintersemester den neuen Studiengang
‚Digitalisierung und Unternehmensgründung‘ anbieten können und dass sich
unser Gründerzentrum sehr gut weiterentwickelt hat, um die jungen
Gründerinnen und Gründer zu unterstützen“.

Hoher Stellenwert für Gründerszene in Landshut

Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler,
bekräftige die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Freistaat Bayern und den
Hochschulen, auf deren Basis schon zahlreiche Ausgründungen entstanden
sind.  Der Regierungspräsident von Niederbayern, Rainer Haselbeck
erläuterte, dass es 2020, trotz Corona, über 11.000 Gewerbeanmeldungen gab
im Gegensatz zu 8.800 Abmeldungen – ein deutliches Plus an Gründungen. Der
stellvertretende Landrat Sebastian Satzl sowie der Landshuter
Oberbürgermeister Alexander Putz betonten die hervorragende Zusammenarbeit
auf kommunaler und überregionaler Ebene und die damit verbundene Stärkung
der Gründerszene in Landshut.

Verleihung des Landshuter Gründerpreises

Den Höhepunkt der Pitch Night markierte die Verleihung des Landshuter
Gründerpreises. Im Rahmen des Wettbewerbs wurden insgesamt 16
Businesspläne eingereicht, die eine neunköpfige Jury – besetzt mit
Personen aus Wirtschaft und Wissenschaft – begutachtete. 14 Teams
präsentierten ihre Geschäftsideen in einem zweiminütigen Pitch live vor
der Kamera. Prof. Dr. Martin Prasch, Gründungsbotschafter und
Wissenschaftlicher Leiter des Gründerzentrums, sowie Prof. Dr. Marcus
Jautze, Vizepräsident für Digitalisierung, Gründung und Weiterbildung an
der Hochschule Landshut, hatten die Ehre, die drei Gewinner des Landshuter
Gründerpreises zu verkünden.

Die Preisträger

Den dritten Platz belegte zentur.io. Das junge Software-Start-up erstellt
mit künstlicher Intelligenz optimierte Fahrpläne für Erzeugungsanlagen in
Wärmenetzen. Mehr erneuerbare Energiequellen werden integriert, fossile
Brennstoffe effizienter eingesetzt. Das spart CO2-Emissionen und Kosten.
Darüber hinaus wird der Anteil erneuerbarer Energie in der Wärmeversorgung
erhöht. Den drei Gründern Michael Detke, Alexander Stoll und Fabian Nebel
brachte die Geschäftsidee 500 Euro ein.

Auf dem zweiten Rang folgte FLITEDECK. Das Gründerteam um Sabrina Fischer,
Matthias Huber und Simon Humphris tüftelt an dem Fahrrad der Zukunft. Ein
im Fahrradlenker integrierter Bordcomputer enthält nicht nur ein Navi oder
die Geschwindigkeitsanzeige, er kann auch das Licht des Fahrrads steuern
und verfügt über zahlreiche weitere Funktionen. Mit der zugehörigen App
kann der Lenker individuell programmiert werden. Diese Idee wurde mit
1.000 Euro belohnt.

Die Gewinner des Abends durften sich sogar über zwei Preise freuen. Den
Zuschauerpreis für den „Best Pitch“ (100 Euro Verzehrgutschein für das
Bistro im LINK Gründerzentrum) und den 1. Platz beim Landshuter
Gründerpreis – und somit über ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro. Rohit
Bosale, Alexander Haegler und Julian Hohenadel überzeugten Jury und
Zuschauer mit ihrer Software-Idee autogramm.io. Es handelt sich dabei um
eine Datenanalyse-Plattform, welche die Arbeit in der Banken-,
Versicherungs- und Finanzwelt revolutionieren soll.

Hochschulabsolvent und erfolgreicher Gründer schildert Erfahrungen

Als Highlight zwischen den Pitches teilte Benedikt Häring in einem
Interview seine Gründungserfahrung mit dem Publikum und gab Ratschläge zur
Teamfindung und Finanzierung für die angehenden Gründerinnen und Gründer.
Häring hat 2008 seinen Abschluss an der Hochschule erworben und im
Anschluss die ringbach GmbH gegründet. Er beschäftigt zwölf Mitarbeitende
und hat sich auf Sondermaschinenbau, Automatisierungstechnik und
Kunststoffverarbeitung spezialisiert. Geführt wurde das Interview von
Prof. Dr. Sven Roeren, Prodekan und Gründungsbotschafter der Fakultät
Maschinenbau.

Für die Organisation der Pitch Night zeichnete sich das Gründerzentrum der
Hochschule Landshut verantwortlich. Unterstützt wurden sie von Sebastian
Öllerer von LINK. Mit dem Gründerzentrum der Stadt Landshut besteht eine
enge Zusammenarbeit. Den technischen Support leistete das hochschuleigene
Zentrum für Innovative Lehre.