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ehs-Studierende des ersten generalistischen Pflegestudienganges im Sächsischen Sozialministerium empfangen

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Mit einem festlichen Empfang im Gewandhaus Dresden wurden am Mittwoch, 10.
November 2021, die ersten Studierenden eines primärqualifizierenden
hochschulischen Pflegestudiums im Freistaat Sachsen von Petra Köpping,
Staatsministerin für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt,
begrüßt. Der Bachelor-Studiengang „Pflege“ startete erstmalig zum
Wintersemester 2021/2022 an der Evangelischen Hochschule Dresden (ehs) mit
16 Studierenden.

Am Mittwoch, den 10. November 2021, begrüßte Sozialministerin Köpping im
Gewandhaus Dresden 16 Studierende des ersten generalistischen
Pflegestudienganges im Freistaat Sachsen. Der Studiengang, der an der
Evangelischen Hochschule Dresden entwickelt wurde, führt sowohl zur
staatlichen Berufszulassung als Pflegefachfrau/Pflegefachmann als auch zu
einem Bachelorabschluss.
Prof. Dr. Marlies W. Fröse, Rektorin der ehs, dankte in ihrem Grußwort dem
Freistaat Sachsen: „Indem wir als Evangelische Hochschule Dresden erstmals
Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner in einem primärqualifizierenden
Studiengang ausbilden, schlagen wir ein neues Kapitel der pflegerischen
Qualifizierung auf. Wir sind dankbar für das fortgesetzte Vertrauen in
unsere Hochschule, das der Freistaat Sachsen damit ausdrückt. Dieses
Vertrauen und das gemeinsame Bestreben danach, die Gesundheitsversorgung
in Sachsen zu sichern, bilden die Grundlage für die konstruktive und
produktive Zusammenarbeit zwischen Evangelischer Hochschule und
Freistaat.“
In dem wissenschaftsbasierten und praxisorientierten Studium werden 2300
Stunden praktische Ausbildungsanteile und das Hochschulstudium eng
miteinander verknüpft. Die Studierenden lernen sowohl in der Praxis, in
Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten und Seite an
Seite mit erfahrenen Berufskolleg_innen als auch an der Hochschule.
Studierende trainieren klinische Fertigkeiten wie das Blutdruckmessen, die
Wundversorgung oder die Überwachung des Blutzuckers und erwerben
kommunikative und soziale Kompetenzen für die professionelle Information,
Beratung und Anleitung von Patient_innen und deren Ange-hörige sowie von
Teammitgliedern und für die Übernahme von hochkomplexen pflegerischen
Prozessen. Sie lernen, wie Menschen gesund bleiben, aber auch wie sich
Krankheiten zeigen und behandelt werden können. Neben Prävention und
Gesundheitsförderung gehören der Umgang mit digitalen Anwendungen und
modernen Technologien in der Gesundheitsversorgung ebenso zum Profil der
Absolvent_innen.
Der Studiengangsleiter Prof. Dr. Thomas Fischer sagt zu diesem neuen,
innovativen Studiengang: „Die Akademisierung der Pflege hat mit dem
Pflegeberufegesetz von 2020 in ganz Deutschland Fahrt aufgenommen. Und wir
sind jetzt ganz vorne dabei mit dem ersten primärqualifizierenden
Pflegestudiengang im Freistaat Sachsen. Aber Sachsen war hier schon einmal
Vorreiterin, denn die erste aktive Krankenpflegerin, die in Deutschland
jemals promoviert wurde, war Sächsin. Erna von Abendroth promovierte 1921
an der Universität Leipzig zum Thema: ‚Der Beruf der Krankenpflegerin mit
besonderer Berücksichtigung der sächsischen Verhältnisse‘. Ich freue mich
daher sehr, dass wir nun gemeinsam an diese Tradition anknüpfen. Und ich
danke dem Freistaat Sachsen, dass er mit der Bereitstellung der
entsprechenden finanziellen Mittel dafür gesorgt hat, dass wir nun als
Team aus Fachleuten mit unterschiedlichen Spezialisierungen und
Kompetenzen unsere Pflegestudierenden auf den Weg in den Beruf bringen
können.“
Für die Absolvent_innen des Studienganges bestehen vielfältige
Beschäftigungsmöglichkeiten in allen Feldern der pflegerischen und
gesundheitlichen Versorgung. Eine Weiterentwicklung im Beruf ist möglich
und sinnvoll, etwa durch ein Masterstudium, in dessen Rahmen sich
Studierende auf einen bestimmten Versorgungsbereich spezialisieren können.