COVID-19-Pandemie: Bevölkerung fühlt sich weniger sicher
Nur etwa zwei von fünf Befragten des BfR-Corona-Monitors glauben, sich
selbst vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus schützen zu
können
Derzeit steigt auch in Deutschland die Zahl der gemeldeten Coronavirus-
Infektionen. Gleichzeitig wächst die Sorge in der Bevölkerung, sich mit
dem Virus anzustecken. Dies zeigt die 48. Ausgabe des BfR-Corona-Monitors,
einer regelmäßigen Erhebung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).
Während sich Ende Oktober noch mehr als die Hälfte der Befragten sicher
oder sehr sicher vor einer Infektion gefühlt haben, sind es aktuell nur
noch 42 Prozent. „Die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit, sich über die Nähe
zu anderen Menschen anzustecken, ist erneut angestiegen“, sagt BfR-
Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Derzeit stufen zwei Drittel
der Befragten diese Wahrscheinlichkeit als hoch oder sehr hoch ein.“
Link zu den Ergebnissen: BfR-Corona-Monitor | 9.-10. November 2021
<https://www.bfr.bund.de/cm/34
Angesichts der derzeit steigenden gemeldeten Infektionszahlen werden auch
die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus von der Mehrheit der Befragen
als angemessen angesehen. Insbesondere die Akzeptanz für das Absagen von
Veranstaltungen ist in den vergangenen zwei Wochen um zehn Prozentpunkte
gestiegen und liegt jetzt bei 75 Prozent. Auch die 2G-Regel, die in immer
mehr Regionen Deutschlands angewandt wird, stößt auf mehr Zustimmung.
Momentan halten 65 Prozent die 2G-Regel für angemessen - acht
Prozentpunkte mehr als in der letzten Erhebung Ende Oktober.
Beim Thema COVID-19-Pandemie gewinnen außerdem persönliche Gespräche
wieder mehr an Bedeutung. So liegt der Anteil derjenigen, die sich täglich
über persönliche Kontakte zum Geschehen rund um die Pandemie informieren,
jetzt bei 41 Prozent - ein Anstieg um zehn Prozentpunkte im Vergleich zu
Ende Oktober. Trotz dieses ausgeprägten Informationsverhaltens ist das
Gefühl, über das Geschehen informiert zu sein, in der Bevölkerung
gesunken: Während sich in der letzten Befragung 54 Prozent gut oder sehr
gut informiert gefühlt haben, ist dies derzeit nur noch bei 46 Prozent der
Fall.
Das BfR hat Fragen und Antworten zum Thema Coronavirus veröffentlicht:
<https://www.bfr.bund.de/de/ka
Über den BfR-Corona-Monitor
Der BfR-Corona-Monitor ist eine wiederkehrende (mehrwellige)
repräsentative Befragung zur Risikowahrnehmung der Bevölkerung in
Deutschland gegenüber dem neuartigen Coronavirus. Zwischen dem 24. März
und 26. Mai 2020 wurden dazu jede Woche rund 500 zufällig ausgewählte
Personen per Telefon unter anderem zu ihrer Einschätzung des
Ansteckungsrisikos und zu ihren Schutzmaßnahmen befragt. Seit Juni 2020
wird die Befragung im Zwei-Wochen-Rhythmus mit jeweils rund 1.000
Befragten fortgeführt. Eine Zusammenfassung der Daten wird regelmäßig auf
der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung veröffentlicht. Mehr
Informationen zur Methode und Stichprobe finden sich in den
Veröffentlichungen zum BfR-Corona-Monitor.
Über das BfR
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich
unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für
Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die
Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und
Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in
engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
