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Wanderausstellung "Die Rosenburg – Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit“

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Die Wanderausstellung „Die Rosenburg“ ist Teil der Aufarbeitung der
nationalsozialistischen Vergangenheit des Bundesjustizministeriums. Vom
25. November bis 17. Januar ist sie an der Universität des Saarlandes im
Foyer des Audimax-Gebäudes B4 1 zu sehen. Zur Eröffnung der Ausstellung am
24. November, um 17 Uhr, werden im Audimax neben Ministerpräsident Tobias
Hans der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesjustizministerium
Christian Lange, der Antisemitismusbeauftragte und Präsident des
Saarländischen Verfassungsgerichthofs, Prof. Roland Rixecker, und auch
einer der Leiter des Rosenburg-Projektes, Professor Christoph Safferling,
Universität Erlangen-Nürnberg, erwartet.

Das Recht hat im Nationalsozialismus versagt. Juristinnen und Juristen
wurden zu Tätern, Mittätern und Gehilfen, waren beteiligt an NS-
Verbrechen. Nach dem Ende der Nazi-Diktatur setzten viele von ihnen ihre
Karrieren unbehelligt fort. Mit dem Rosenburg-Projekt, benannt nach dem
früheren Bonner Dienstsitz des Ministeriums, stellte sich das
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz seiner Geschichte.
Es beauftragte ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
unter der Leitung des Historikers Professor Manfred Görtemaker und des
Juristen Professor Christoph Safferling mit der Aufarbeitung. Seit 2012
untersuchten sie, wie das Justizministerium in den 1950er und 1960er
Jahren mit der NS-Vergangenheit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
den personellen und sachlichen Kontinuitäten, der Verfolgung von
Verbrechen im Zusammenhang mit dem Holocaust sowie mit Amnestie und
Verjährung umging.

Die Ergebnisse des Abschlussberichts „Die Akte Rosenburg“ werden seit 2017
in der Wanderausstellung „Die Rosenburg – Das Bundesjustizministerium im
Schatten der NS-Vergangenheit“ gezeigt; die Ausstellung hat seitdem an
verschiedenen Orten in Deutschland, Polen und den USA gastiert. Ende
November kommt die Ausstellung an die Universität des Saarlandes. Ziel der
Ausstellung ist es, die Erkenntnisse der „Akte Rosenburg“ einem breiten
Publikum vorzustellen und dadurch das Bewusstsein für das historische
Unrecht zu schärfen.

Auf neun Stelen bringt die Ausstellung die Vergangenheit sprichwörtlich
ans Licht. Überdimensionale Bürolampen erleuchten die ehemals dunkle Seite
und die Verstrickung in das NS-Unrecht. Mit Zeitzeugenberichten, Opfer-
und Täterbiografien sowie beispielhaften Gesetzestexten arbeitet die
Ausstellung die Vergangenheit multimedial auf.

Am 24. November, eröffnen ab 17 Uhr Universitätspräsident Manfred Schmitt
und die Dekanin der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Annemarie Matusche-
Beckmann, die Ausstellung zusammen mit Ministerpräsident Tobias Hans, dem
Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für
Verbraucherschutz Christian Lange und dem Präsidenten des
Verfassungsgerichtshofs des Saarlandes und Beauftragten für jüdisches
Leben im Saarland und gegen Antisemitismus, Professor Roland Rixecker.

Einer der beiden Leiter des Rosenburg-Projektes, Professor Christoph
Safferling von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wird
in diesem Rahmen in einem Vortrag Einblicke in die Forschungsarbeit und
Ergebnisse des Rosenburg-Projektes geben.

Zur Eröffnungsveranstaltung am 24. November wird bis 19. November 2021 um
Anmeldung per E-Mail an rosenburg-ausstellung@uni-saarland.de gebeten. Es
gelten die 3G Regeln.

Der Eintritt zur Ausstellung vom 25. November 2021 bis 17. Januar 2022
selbst ist frei, eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich. Es gelten
die 3G Regeln.

Öffnungszeiten sind Montag bis Samstag von 9.00 bis 20.00 Uhr. Die
Universität des Saarlandes ist sonntags und vom 24.12.2021 bis 02.01.2022
geschlossen.

Weitere Information: <www.bmjv.de/rosenburg>