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Rechercheprojekt über Femizide in Deutschland mit Margherita-von-Brentano- Preis ausgezeichnet - Öffentliche Verleihung

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Das Recherche- und Datenbankprojekt „Feminizidmap“ wird am Dienstag, dem
16. November 2021, mit dem Margherita-von-Brentano-Preis 2021 der Freien
Universität Berlin ausgezeichnet. Initiiert und getragen wird das Projekt
von Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie
Aktivistinnen und Aktivisten, die seit 2019 Tötungsdelikte an Frauen und
Mädchen aufgrund ihres Geschlechts dokumentieren. Zur Begründung ihrer
Entscheidung betonte die Jury, dass alle an der Initiative Beteiligten mit
der Dokumentation von Femiziden eine bedeutsame „Pionierarbeit“ leisteten
– das Thema sei erst in jüngster Zeit in den Blickpunkt der Öffentlichkeit
gerückt worden.

Das Projekt helfe dabei, wichtige Daten zu sammeln und aufzuarbeiten. So
könne es rechtliche, politische, soziale und kulturelle Veränderungen
anstoßen und zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Justiz beitragen.
Dotiert ist der Preis mit einer Summe in Höhe von 15.000 Euro.
Interessierte können die Preisverleihung per Webex verfolgen. Eine
Anmeldung ist erforderlich unter https://www.mvbz.fu-berlin.de/termine
/20211116_mvb-preisverleihung_2021.html
.

Der Margherita-von-Brentano-Preis wird alle zwei Jahre vom Präsidium der
Freien Universität Berlin an herausragende Personen und innovative
Projekte vergeben, die sich um die Frauenförderung und die
Geschlechterforschung verdient gemacht haben. Zu den bisherigen
Preisträgerinnen gehören unter anderem die studentische Initiative
„Medical Students for Choice“, das Forschungskollektiv „Frauen und Flucht“
unter Leitung von Prof. Hansjörg Dilger und Kristina Dohrn sowie der
Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung e. V.

Die Namensgeberin des Preises, Margherita von Brentano, machte es sich zu
Beginn der 1960er Jahre zum Anliegen, die berufliche Diskriminierung von
Frauen an Universitäten und Forschungseinrichtungen zu überwinden. Nach
ihrer Promotion bei Martin Heidegger forschte und lehrte sie ab 1971 am
Institut für Philosophie der Freien Universität. Im Jahr 1970 wurde sie
als erste Frau in das Amt der Vizepräsidentin der Hochschule gewählt.
Verleihung des Margherita-von-Brentano-Preises 2021

Dienstag, 16. November 2021, von 18.00 bis 20.00 Uhr
Anmeldung unter: https://www.mvbz.fu-berlin.de/termine/20211116_mvb-
preisverleihung_2021.html


https://ssl2.cms.fu-berlin.de/mvbz/ueber-uns/dokumentation-eigener-
veranstaltungen/20211116_mvb-preisverleihung_2021/PM_registration_mvb-
preisverleihung/index.html

Programm der Preisverleihung:

Begrüßung durch Prof. Dr. Verena Blechinger-Talcott, Vizepräsidentin der
Freien Universität Berlin, und Prof. Dr. Martin Lücke, Wissenschaftlicher
Leiter des Margherita-von-Brentano-Zentrums
Laudatio, gehalten von Prof. Dr. Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen
Instituts für Menschenrechte
Musikalische Begleitung durch die mexikanische Sängerin Vivir Quintana

Weitere Informationen

www.mvbz.fu-berlin.de/ueber-uns/ueber-margherita-von-brentano/margherita-
von-brentano-preis/index.html

Recherche- und Datenbankprojekt „Feminizidmap“

www.feminizid.org
Kontakt

Dr. Heike Pantelmann, Geschäftsführerin des Margherita-von-Brentano-
Zentrums der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 838-52482, E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.