Gut vernetzt: Gehirn-Erkrankungen verstehen und behandeln - DGKN-Kongress für Klinische Neurowissenschaften 2022
Vom 10. bis 12. März vernetzen sich in Würzburg ÄrztInnen und
WissenschaftlerInnen auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für
Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN). Unter dem
Motto: „Gehirn-Netzwerk-Störungen verstehen und behandeln“ werden
wegweisende Trends und Potenziale der Neuromedizin im 21. Jahrhundert
diskutiert. Bis zum 1. Dezember gilt der Frühbucher-Preis.
AssistenzärztInnen, DoktorandInnen, Studierende, TherapeutInnen und
Pflegekräfte, PJler sowie DGKN-Mitglieder erhalten Ermäßigung auf die
Kongressgebühr.
Moderne technische und digitale Verfahren erweitern die Möglichkeiten der
klinischen Neurophysiologie, klinisch relevante Symptomnetzwerke im Gehirn
zu analysieren, zu entschlüsseln und im Rahmen neuer Therapien zu
modulieren. „Die Entwicklungen gehen weit über die Optimierung
neurophysiologischer Methoden hinaus. Sie haben das Potenzial, die
Neuromedizin im 21. Jahrhundert grundlegend zu revolutionieren“, sagt
Prof. Jens Volkmann vom Universitätsklinikum in Würzburg,
Kongresspräsident und Präsident der DGKN. „Dafür wollen wir eine
wissenschaftliche Allianz zwischen molekularen und systemischen
Neurowissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Biologie,
Informationstechnologie und klinischer Medizin schmieden.“ Der DGKN-
Kongress soll hierzu einen Anstoß geben und als Plattform für den
wissenschaftlichen Austausch und die interdisziplinäre Vernetzung dienen.
Das wissenschaftliche Programm wird ergänzt durch ein umfangreiches
Fortbildungsprogramm zu neurophysiologischen Methoden und ihrer klinischen
Anwendung im Richard-Jung-Kolleg und durch eigene Symposien der Jungen
Klinischen Neurophysiologen (JKN).
Vor dem DGKN-Kongress: Expertengipfel zur Zukunft der Tiefen
Hirnstimulation
Unmittelbar vor dem DGKN-Kongress findet vom 7. bis 9. März der „2nd
Expert Summit on the Future of Deep Brain Stimulation“ statt, ebenfalls in
Würzburg, unter der Leitung von Prof. Andrea Kühn (Berlin), Prof. Cordula
Matthies (Würzburg) und Prof. Volkmann (Würzburg). Die Tiefe
Hirnstimulation, die auch als „Gehirnschrittmacher“ bekannt ist, hat die
Behandlung der Parkinson-Krankheit und anderer Bewegungsstörungen in den
letzten zwei Jahrzehnten revolutioniert. Auf der Tagung diskutieren
international führende ExpertInnen die neuesten Entwicklungen und
zukunftsweisende Trends dieser Therapie.
Der Expert Summit wird vom Sonderforschungsbereich TRR295 „RETUNE“ der
Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgerichtet, in dem WissenschaftlerInnen
der Charité Berlin und des Universitätsklinikums Würzburg im Verbund mit
weiteren Partnern an neuen Methoden zur therapeutischen Beeinflussung von
Gehirn-Netzwerkerkrankungen forschen.
Alle Informationen zum DGKN-Kongress- und Fortbildungsprogramm (inkl.
Kongress-Newsletter) sowie zur Frühbucher-Registrierung bis 1. Dezember
gibt es unter https://www.dgkn-kongress.de/.
