Ungehobene Datenschätze: Eintauchen in das Geoportal der Bundesanstalt für Gewässerkunde
Der Bedarf von Wissenschaft, Behörden und Wirtschaft an Geodaten wächst.
Mit dem Geoportal, dem gewässerkundlichen, geografischen Informations- und
Analysesystem der BfG, können Datenbestände des Bundes und der Länder
kostenfrei recherchiert und heruntergeladen werden. Verbesserte
Funktionalitäten erleichtern den Zugang für die Nutzer/-innen.
Fast alle Umweltinformationen besitzen heute einen direkten oder
indirekten Raumbezug. Damit gewinnen sogenannte Geodaten zunehmend an
Bedeutung für Forschung, Behörden und die Wirtschaft. Daten spielen aber
auch im Journalismus eine zunehmend wichtige Rolle. Mit dem Geoportal der
BfG, können Sie selbst die Geodaten der BfG erkunden. Ein Großteil der
Informationen und Daten sind unmittelbar über die Metadaten-Recherche,
sowie über Fach- und Kartenanwendungen zugänglich.
Die BfG hat ihr Geoportal rundherum erneuert. Die Fachleute der BfG haben
dabei insbesondere die Suchfunktionen weiter optimiert. Auch die
Ergebnisanzeige wurde modernisiert und neu gestaltet. Eine weitere
wichtige Verbesserung ist die Einführung des Facetten-Filters, über
welchen Nutzer/-innen die Trefferanzeige jetzt genauer eingrenzen können.
Die letzte umfassende Überarbeitung fand im Juni 2020 statt. Damals wurde
die Startseite grundlegend erneuert, mit einem besonderen Augenmerk auf
eine einfache und intuitive Nutzung. Als zentrales Element erhielt die
Metadatensuche ein Update und die Fach- und Kartenanwendungen werden den
Nutzer/-innen nun über eine moderne Kacheloptik übersichtlich präsentiert.
Einen Überblick zu den Leistungen des Portals und zwei ausgewählten
Anwendungen finden Sie in drei Produkt-Steckbriefen.
„Durch unsere langjährige hydrologische und ökologische Praxis sowie die
Tätigkeiten an den Wasserstraßen des Bundes und auch in den
Einzugsgebieten ist ein umfangreicher Bestand an gewässerkundlichen
Informationen entstanden. Darin stecken unsere Erfahrung und unser Wissen.
Mit dem Geoportal leisten wir einen substanziellen Beitrag zur
Verfügbarkeit umweltbezogener Daten im Dienst der Allgemeinheit. Das haben
nicht zuletzt die vergangenen Monate gezeigt. Es freut mich, dass z. B.
die auf Landesdaten basierenden Hochwassergefahren- und
Hochwasserrisikokarten im Kontext der Sturzflutereignisse an Ahr und Erft
von unterschiedlichsten Anwenderkreisen sehr stark gefragt waren“, sagt
Birgit Esser, Leiterin der Bundesanstalt für Gewässerkunde.
Ohne Metadaten haben Geodaten wenig Wert
Metadaten, auch Metainformationen genannt, sind "Daten über Daten". Sie
stellen eine strukturierte Beschreibung der eigentlichen Geodaten und
Geodienste dar und erlauben es den Nutzer/-innen, die eigentlichen
Ressourcen aufzufinden, zu beurteilen, einzuordnen und schlussendlich
abzurufen und zu verwenden. Zudem sind Metadaten ein elementarer Baustein
einer funktionierenden Geodateninfrastruktur, in der Geodaten vernetzt
über das Internet zur Verfügung gestellt werden. Das Geoportal der BfG ist
ein aktiver Knoten im Netz der nationalen und internationalen
Geodateninfrastruktur, wodurch die Metadaten der BfG auch in anderen
Portalen (z. B. Geoportal-DE) auffindbar sind.
Neben der Metadatenrecherche werden über das Geoportal der BfG webbasierte
und zum Teil kartengestützte Anwendung präsentiert und zugänglich gemacht,
die ganz konkrete Fragestellungen aus der Gewässerkunde adressieren, etwa
Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten in Deutschland.
Die BfG betreibt das Geoportal seit dem Jahr 2005. Seither haben sich die
Messtechnik, die Menge an verfügbaren Daten, aber auch die Möglichkeiten
zur Informationsverarbeitung drastisch verbessert. Auch in Zukunft
arbeiten die BfG-Fachleute an neuen Diensten sowie einer kontinuierlichen
Weiterentwicklung des Portals.
