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Gedenkort für Opfer der Corona-Pandemie im Uniklinikum eingeweiht

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Am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden gibt es jetzt einen
Gedenkort für die hier in der Corona-Pandemie Verstorbenen. Die hierfür
geschaffene und im Seelsorgezentrum des Klinikums aufgestellte
Holzskulptur wird am heutigen Montag (22. November) in aller Stille
eingeweiht. Eine offizielle Feierstunde mit Angehörigen musste aufgrund
des aktuellen Infektionsgeschehens abgesagt werden.

„Angesichts der erneut dramatisch steigenden Infektionszahlen und der
zunehmenden Belastung in den Kliniken erleben wir bereits in diesen
Wochen, dass wieder mehr Menschen den Kampf gegen das Virus verlieren“,
sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand am Uniklinikum
Dresden. „Wir verbinden die Einweihung mit dem dringenden Appell zur
Vorsicht, für Abstand, Hygiene und zur Impfung. Nur wenn wir alle
gemeinsam Verantwortung zeigen, können wir die vierte Welle der Pandemie
noch aufhalten. Das ist ein Kraftakt für uns alle.“

Der Gedenkort im Seelsorgezentrum steht symbolisch für die Menschen, die
bisher an den Folgen einer Corona-Infektion am Uniklinikum verstorben
sind. Ihre Angehörigen können ihrer vor dem Omega aus Holz gedenken und
sich erinnern. Der Ort soll aber auch Mitarbeitenden der Hochschulmedizin
die Möglichkeit zum Innehalten und Kraft sammeln geben. Auch an ihnen
gehen die Folgen der Pandemie und der oft lange Kampf um die
Covid-19-Patientinnen und Patienten nicht spurlos vorbei. Angesicht der
erneuten dramatischen Zunahme an Infizierten ist die Anstrengung und
Anspannung enorm.

„Die Pandemie hat uns vor noch nie dagewesene Herausforderungen gestellt.
Wir haben mit einem hervorragend ausgebildeten Team sehr vielen
Patientinnen und Patienten helfen können. Dennoch haben zahlreiche
Patientinnen und Patienten den Kampf gegen COVID-19 leider verloren. In
Gedenken an diese Menschen möchten wir mit dem Kunstwerk einen Ort der
Erinnerung schaffen“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand
des Universitätsklinikums Dresden. „Mit dem Gedenkort wollen wir
Angehörigen die Möglichkeit geben, ihrer Verstorbenen zu gedenken und
zugleich ein Zeichen der Wertschätzung und des Danks setzen für die vielen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich um die Versorgung der
Patientinnen und Patienten auch heute noch Tag für Tag kümmern“, ergänzt
Pfarrer Christoph Behrens aus dem Team der Seelsorgenden am Uniklinikum
Dresden.

Die Skulptur des Künstlers Prof. Ulrich Eißner in Form des griechischen
Omegas, das für das Ende des Lebens steht und dem Gedenken an die Opfer
der Corona-Pandemie dient, fügen sich in das Seelsorgezentrum auf dem
Campus der Hochschulmedizin ein und erweitert sein Spektrum. Dort gibt es
mit dem Raum der Stille eine Möglichkeit zum Innehalten, dem Gedenken und
für Trauer – nicht nur für Angehörige, sondern auch für andere
Patientinnen und Patienten sowie für Mitarbeitende und Besuchende.
Symbolisch für die Pandemie sind hinter dem Omega medizinische Geräte aus
der Intensivstation ausgestellt. Sie stehen für den Kampf der Pflegenden,
Medizinerinnen und Mediziner sowie Therapeutinnen und Therapeuten um jedes
Leben – auch mit Hilfe der Technik.

Die Einweihung findet in aller Stille statt. Die Vorstände des Klinikums,
Prof. Michael Albrecht und Frank Ohi, werden zusammen mit den
Seelsorgenden Blumen niederlegen. Der Gedenkort ist im Seelsorgezentrum
zugänglich – dies jedoch in Abhängigkeit von den aktuellen Besucherregeln.
Derzeit herrscht am Uniklinikum ein Besuchsverbot.