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Studienteilnehmer:innen gesucht: Wenn das Internet zur Sucht wird

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Immer wieder auf das Smartphone blicken, schnell noch auf Instagram surfen
oder im Netz shoppen – ohne geht es für viele nicht mehr. Das hat nicht
nur negative Folgen für den Alltag, sondern birgt auch ein großes
Suchtpotential. In einer von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG)
geförderten Forschungsgruppe (FOR2974), dessen Sprecher Prof. Dr. Matthias
Brand von der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist, untersuchen Forschende
in verschiedenen Teilprojekten deutschlandweit die psychologischen und
neurobiologischen Prozesse von bekannten Internetnutzungsstörungen.

Das suchtartige Spielen von Computerspielen wurde bereits von der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eigenständige Störung anerkannt.
Doch auch das unkontrollierte Online-Shopping sowie die ständige Nutzung
von Instagram, WhatsApp und Co. können zu einem ernsthaften Problem werden
– beide Aspekte werden von der DFG-Forschungsgruppe untersucht. „Wir
wollen wissen, welche Faktoren und Prozesse insbesondere in
Stresssituationen dazu führen, dass Personen ein suchtartiges Verhalten
entwickeln“, so Dr. Elisa Wegmann, die gemeinsam mit Kolleg:innen aus
Hannover, Bochum, Lübeck und Ulm die beiden Teilprojekte leitet.

„Wie unterscheiden sich betroffene Personen von nicht-betroffenen Personen
hinsichtlich ihres Umgangs mit Stresssituationen und kognitiven Aufgaben
voneinander? Außerdem fragen wir uns, ob bei einer übermäßigen Nutzung von
Online-Kaufangeboten und sozialen Netzwerken ähnliche Verhaltensmuster
auftreten wie es bei anderen Verhaltenssüchten und beim Substanzmissbrauch
der Fall ist“, so Wegmann. Ziel der Forschenden ist es, betroffene
Personen besser zu verstehen und in ihrem Alltag zu unterstützen.

Dafür werden aktuell Männer und Frauen im Alter von 18 bis 65 Jahre
gesucht, die bereit sind, an einem Tag für 4 bis 5 Stunden am Campus
Duisburg und optional zuhause weitere Studienaufgaben zu erfüllen. Die
Teilnehmenden sollten viel im Internet unterwegs sein und soziale
Netzwerke intensiv nutzen. Außerdem werden 18 bis 65 Jahre alte Frauen
gesucht, die übermäßig viel im Internet shoppen und von ersten negativen
Konsequenzen berichten. Sie sollen bestimmte Aufgaben bearbeiten, Fragen
beantworten und verschiedene Bilder mit Shopping-relevanten Auszügen oder
Inhalten aus sozialen Netzwerken betrachten und bewerten. Ein weiterer
Teil der Aufgaben kann im Laufe von zwei Wochen zuhause erledigt werden.

Das gesamte Experiment wird insgesamt mit bis zu 92 Euro vergütet.
Interessierte können sich per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. anmelden.

Weitere Informationen:
https://www.uni-due.de/for2974/
https://www.uni-due.de/kognitionspsychologie/