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Drohnenflug ermöglicht digitales Flughafenvorfeld als Basis für autonome Servicefahrzeuge

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Im Rahmen des Forschungsprojektes ALEC haben Wissenschaftler des
Fraunhofer IOSB-AST aus Ilmenau mittels Drohnentechnik erstmals ein
digitales Modell des Internationalen Verkehrsflughafens Erfurt-Weimar
erstellt. Das Modell umfasst große Teile des Flughafenvorfeldes sowie
dessen Gebäudestrukturen. Es wird zusammen mit dem Mock-Up des
multifunktionalen Geräteträgers der Firma Hako für den weiteren Aufbau
einer Simulation (digitaler Zwilling) genutzt.

Der digitale Zwilling des Servicefahrzeugs und dessen Einsatzort ist
essenziell, um autonome Fahrfunktionen und Arbeitsabläufe realitätsnah zu
untersuchen. Auf dessen Basis werden zukunftsweisende Technologien zum
autonomen Fahren und Arbeiten auf Sonderflächen entwickelt und erprobt.
Dies umfasst Lokalisierungs- und Navigationsalgorithmen zur
Hindernisvermeidung auf Basis von stark heterogenen Sensorsystemen.

Dieser Aufwand ist notwendig, da die Lokalisierung allein mittels LiDAR
und GNSS auf den großen Freiflächen im Wechsel mit hohen Gebäudestrukturen
nicht mehr zuverlässig abgedeckt werden kann. Für eine stabile
Positionsbestimmung sind daher weitere Daten notwendig, wie etwa
Kameradaten zur Auswertung der Fahrbahnstruktur und deren Markierungen.
Der methodische Ansatz soll in Zukunft auch auf andere Anwendungen wie
beispielsweise große Industrieanlagen übertragen werden. Weiterhin können
mit Hilfe dieser Simulation selbstlernende Verfahren (KI) zum autonomen
Fahren trainiert und so auch leichter auf andere Fahrzeuge adaptiert
werden.

Beim Projekt „ALEC“, das im Rahmen des BMWi-Technologieprogramms „IKT für
Elektromobilität“ 2018 gestartet ist, steht die umweltfreundliche und
effiziente Vorfeldmobilität von Flughäfen im Zentrum. Am Konsortium sind
die Hako GmbH, die ACTIA Power Deutschland GmbH, die Flughafen Erfurt
GmbH, das Fraunhofer IOSB-AST, die Navimatix GmbH und die
Schrader-T+A-Fahrzeugbau GmbH & Co. KG beteiligt. Kernpunkt dieses
Projekts ALEC stellt ein elektrifizierter multifunktionaler Geräteträger
Hako Multicar M31 dar, der zukünftig auch durch entsprechende Sensorik,
Steuergeräte und entsprechende Software hoch automatisiert werden soll.