Zum Hauptinhalt springen

Smarte und strahlungsarme Geschenke

Pin It

BfS rät, beim Kauf von Handys auf SAR-Werte zu achten

Sie stehen auf der Wunschliste für Weihnachten bei vielen ganz oben: neue
Smartphones. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rät, bei der
Kaufentscheidung nicht nur auf den technischen Leistungsumfang zu achten,
sondern auch auf Angaben zum Strahlenschutz. Ein niedriger SAR-Wert gibt
hier Orientierung. Das BfS hat dafür seine Übersicht von SAR-Werten
gängiger Smartphone-Modelle im Internet aktualisiert. Das BfS führt diese
SAR-Werte-Liste seit 2002. Sie umfasst aktuell rund 3.800 Einträge.

„Insbesondere Eltern, die für ihre Kinder ein geeignetes Gerät kaufen
möchten, können sich hier vorab informieren, ob Hersteller bei ihren
Produkten auch Aspekte des Strahlenschutzes berücksichtigen“, sagt Inge
Paulini, Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS). Nach dem
derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand schützen die festgelegten
Grenzwerte vor gesundheitlichen Auswirkungen. Das gilt auch für Kinder und
Jugendliche.

Mit einfachen Maßnahmen, über die das BfS auf seinen Internetseiten
informiert, lässt sich die persönliche Strahlenbelastung bei der
Mobilfunknutzung zusätzlich minimieren. Hier setzt auch die SAR-Werte-
Liste an: „Eine Abfrage über die Suchfunktion lässt einen schnell wissen,
ob ein Modell strahlungsarm ist oder nicht“, sagt Paulini.

Grünes Symbol als Entscheidungshilfe
Mobile Endgeräte nutzen für die Übertragung von Informationen
hochfrequente elektromagnetische Felder. Beim Telefonieren wird ein Teil
der Energie dieser Felder vom Körpergewebe aufgenommen und dabei lokal in
Wärme umgewandelt. Etwa im Kopf, wenn ein Mobiltelefon zum Telefonieren
ans Ohr gehalten wird.

Um gesundheitlich relevante Wirkungen der elektromagnetischen Felder
auszuschließen, soll die beim Betrieb auftretende Energieaufnahme im
Körper festgelegte Höchstwerte nicht übersteigen. Als Maß dient die
sogenannte Spezifische Absorptionsrate (SAR). Sie wird in Watt pro
Kilogramm angegeben. Nach internationalen Richtlinien soll die spezifische
Absorptionsrate auf maximal 2 Watt pro Kilogramm begrenzt werden. Alle im
Handel befindlichen Modelle unterschreiten diesen SAR-Wert laut
Herstellerangaben.

Noch strengere Anforderungen muss ein Smartphone einhalten, wenn es das
staatliche Umweltzeichen „Blauer Engel“ trägt. Dann darf die spezifische
Absorptionsrate des Geräts beim Telefonieren am Kopf nicht größer als 0,5
Watt pro Kilogramm sein. In der SAR-Werte-Liste des BfS sind solche
Mobiltelefone mit einem grünen Symbol gekennzeichnet.

Bundesamt für Strahlenschutz
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) arbeitet für den Schutz des
Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Strahlung. Das BfS informiert
die Bevölkerung und berät die Bundesregierung in allen Fragen des
Strahlenschutzes. Die über 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerten
Strahlenrisiken, überwachen die Umweltradioaktivität, unterstützen aktiv
im radiologischen Notfallschutz und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr,
darunter im medizinischen und beruflichen Strahlenschutz. Ultraviolette
Strahlung und strahlenrelevante Aspekte der Digitalisierung und
Energiewende sind weitere Arbeitsfelder. Als wissenschaftlich-technische
Bundesoberbehörde betreibt das BfS Forschung und ist mit nationalen und
internationalen Fachleuten vernetzt. Weitere Informationen unter
www.bfs.de