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„Talking about sex…“ will gekonnt sein

Teil der Genderfachkonferenz war auch eine Podoiumsdiskussion über die Herausforderungen von sexueller Bildung.  Hochschule Landshut
Teil der Genderfachkonferenz war auch eine Podoiumsdiskussion über die Herausforderungen von sexueller Bildung. Hochschule Landshut
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Teil der Genderfachkonferenz war auch eine Podoiumsdiskussion über die Herausforderungen von sexueller Bildung.  Hochschule Landshut
Teil der Genderfachkonferenz war auch eine Podoiumsdiskussion über die Herausforderungen von sexueller Bildung. Hochschule Landshut

Online-Konferenz bietet Plattform, um sexuelle Bildung
diskriminierungsfrei weiterzuentwickeln und fachlichen Austausch anzuregen

Bereits zum 6. Mal lud der Beirat Genderpädagogik in Bayern Mitte Januar
zur Genderkonferenz. Kooperationspartnerin war die Fakultät Soziale Arbeit
der Hochschule Landshut, unter Federführung von Prof. Dr. Barbara
Thiessen. Im Fokus der zweitägigen Online-Fachtagung stand das Thema
„Sexuelle Bildung: Identität: Intersektional gedacht“.

Rund 200 Teilnehmer*innen nutzten die Genderkonferenz, um sich
untereinander auszutauschen und sich über theoretisch fundierte Konzepte
vielfaltsorientierter und zugleich diskriminierungsfreier sexueller
Bildung zu informieren. Denn sexuelle Bildung ist Bestandteil der
Lehrpläne an Schulen und ist darüber hinaus auch Thema in der
Jugend(sozial)arbeit. Doch die Verunsicherung, den sexualpädagogischen
Auftrag umzusetzen, ist auch bei Fachkräften groß, nicht zuletzt, weil das
Thema im (Sozial-)Pädagogikstudium meist nicht grundständig behandelt
wird. Wie kann es also gelingen Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer
sexuellen Entwicklung zu begleiten und dabei ihrer Vielfalt und
Heterogenität gerecht zu werden? Wie gehen sie mit traditionellen, binären
Geschlechtermustern um, mit denen sie medial konfrontiert werden?

Podiumsdiskussion über sexuelle Bildung

Neben Vorträgen von Prof. Dr. Anja Henningsen (Fachhochschule Kiel) über
die Herausforderungen sexueller Bildung in Schule und Jugendarbeit und
Prof. Dr. Jutta Hartmann (ASH Berlin) über heteronormativitätskritische
sexuelle Bildung, bildete eine Podiumsdiskussion den Höhepunkt des ersten
Tags. Die beiden Referentinnen traten ins Gespräch mit Danii Arendt
(amanda München), und Michael Kröger (Aktion Jugendschutz Bayern). Die
Moderation übernahm Prof. Dr. Barbara Thiessen. Im Austausch zeigte sich,
dass sexuelle Bildung bereits da beginnt, wo ein positives Verhältnis zum
eigenen Körper entwickelt werden kann. Die pädagogische Kunst besteht
darin, Mädchen*, Jungen* sowie transidenten, nichtbinären und
intergeschlechtlichen jungen Menschen einen sicheren Rahmen zu bieten, um
Fragen altersadäquat aufgreifen zu können ohne vorherrschende
Diskriminierungsdynamiken zu verstärken.

Am zweiten Konferenztag förderte der Vortrag der freiberuflichen
Bildungsreferentin Katharina Debus ein präzises Verständnis für
Fettnäpfchen in der intersektionalen Sexualpädagogik und lieferte
hilfreiche Instrumente für eine Reflexion von Diskriminierung. In den
folgenden fünf Workshops konnten die Tagungsteilnehmer*innen wählen
zwischen den Schwerpunkten „Kultursensible sexuelle Bildung mit
geflüchteten jungen Männern“, „Sexpositive sexuelle Bildung mit Mädchen*
und jungen Frauen*“, „Partizipative und diversitätssensible
Sexualpädagogik“, „Queersensible sexuelle Bildung – wie geht das?“ und
„Sexualpädagogik und Diskriminierungsprävention“. Abschließend stellten
Danii Arendt (amanda München) und Gabriele Nuß (Gleichstellungsstelle der
LHM) ein Positionspapier zu fachlich fundierter vielfaltsorientierter
sexueller Bildung in Bayern vor, das, moderiert durch Prof. Dr. Susanne
Nothhafft (KSH München), im Plenum diskutiert wurde. Das Papier soll im
Sommer dieses Jahres verabschiedet werden.