Ein Re:Start für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Umweltaktivitäten der Uni Kassel werden sichtbarer
Die betriebliche Nachhaltigkeit der Universität Kassel wird weiter
ausgebaut und durch einen Re:Start noch sichtbarer. Dafür erhält die
Hochschule durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst
(HMWK) Unterstützung für sechs Projekte, die sich explizit mit der
nachhaltigen Entwicklung des Hochschulbetriebs und des Campus befassen.
Wie kann die Universität Studierende und Mitarbeitende besser am
Nachhaltigkeitsprozess beteiligen? Durch welche Gremien- und
Beteiligungsstrukturen wird mehr Transparenz ermöglicht? Wie kann die
Universität CO2-neutral werden? Bereits seit 2015 widmet sich das
betriebliche Nachhaltigkeitsmanagement der Universität Kassel diesen und
weiteren Fragen und führt nun mit einem Re:Start den betrieblichen
Transformationsprozess fort. Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines Green
Office auf dem Campus Holländischer Platz als zentrale Kontakt-, Service-
und Koordinationsstelle.
Das Green Office wird den betrieblichen Nachhaltigkeitsprozess der
Universität koordinieren und die Ansprechpersonen und
Beteiligungsmöglichkeiten sichtbarer machen. Es bündelt, steuert und macht
Nachhaltigkeitsaktivitäten transparent. Mit seinem partizipativen Ansatz
bindet es alle Hochschulakteure und -bereiche in den Entwicklungsprozess
ein und setzt somit auf das Engagement aller. Damit soll zum einen die
Senkung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen erreicht
werden.
Zum anderen können sich interessierte Studierende und Mitarbeitende in
zahlreichen Beteiligungsformaten für eine nachhaltigere Campusentwicklung
einsetzen. Geplant sind zum Beispiel Ideenwerkstätten, eine Ideen-
Plattform und eine Ideen-Sprechstunde.
Nachhaltigkeit wird dabei als kooperatives Querschnittsthema formuliert
und soll in sämtlichen Betriebsabläufen, nach innen und nach außen
gerichtet, verankert werden. Neu definierte Leitlinien zum nachhaltigen
Handeln im täglichen Betrieb sollen dazu beitragen, dass wichtige
strukturelle Entwicklungen und Änderungen in der Hochschule angestoßen und
die Umweltleistungen verbessert werden. Ein energetischer Masterplan legt
konkrete Maßnahmen fest und zeigt auf, mit welchen Ressourcen das
selbstgesteckte Ziel einer weitgehenden CO2-Neutralität der Universität
Kassel erreicht werden kann.
Ein weiteres Thema ist die nachhaltige Mobilität mit Maßnahmen wie
beispielsweise der Errichtung einer E-Ladeinfrastruktur oder die Anbindung
der Radwege an das städtische Radwegenetz. Studierende, Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter werden somit Anreize erhalten, auf das Fahrrad oder
alternative Verkehrsmittel umzusteigen. Zudem soll ein weiteres Konzept
die biologische Vielfalt erhöhen, für mehr Artenschutz und eine bessere
Aufenthaltsqualität auf dem Campus sorgen. Nicht zuletzt sollen der
technische Anlagenbetrieb optimiert, der Energie- und Ressourcenverbrauch
der Gebäude reduziert und die Energieeffizienz im Gebäudebetrieb
gesteigert werden.
Ermöglicht wird dieser Re:Start durch das HMWK. Es fördert innerhalb des
Innovations- und Strukturentwicklungsbudgets (2021 bis 2025) sechs
Projekte an der Uni Kassel zum Thema Nachhaltigkeit mit einem
Gesamtfördervolumen von 1,75 Millionen Euro.
1. Aufbau eines Green Office (Nachhaltigkeitsbüro)
2. Maßnahmen zur Beeinflussung Nutzungsverhalten
3. Nachhaltiger Verkehr an der Universität Kassel – Konzept und
Maßnahmen für eine nachhaltige Mobilität und Logistik
4. Klimaanpassungsmaßnahmen zur nachhaltigen
Freiflächenbewirtschaftung
5. Energetischer Masterplan zur CO2-Neutralität
6. Energetische Optimierung Anlagenbetrieb
Für die Projekte werden in der Abteilung Bau, Technik und Liegenschaften,
Sachgebiet Arbeitssicherheit und Umweltschutz der Uni Kassel sechs
Personalstellen geschaffen. Zwei weitere Personalstellen werden an den
Fachgebieten „Verkehrsplanung und Verkehrssysteme“ (Prof. Dr.-Ing. Carsten
Sommer) und „Landschaftsbau, Landschaftsmanagement und
Vegetationsentwicklung“ (Prof. Dr.-Ing. Stefan Körner) eingerichtet.
Die Projekte starten ab dem ersten Quartal 2022 und werden dazu beitragen,
dass die betriebliche Nachhaltigkeit der Universität Kassel verstärkt wird
und sich die Gesamtorganisation nachhaltiger ausrichtet. Ganz im Sinne der
an die Universitäten gestellten gesellschaftlichen großen Herausforderung.
