Neue S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Kohlenmonoxidvergiftung" ist online
Die neue S2k-Leitline der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für
Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) – „Diagnostik und Therapie der
Kohlenmonoxidvergiftung" – ist bei der AWMF veröffentlicht. Besonderen
Wert bei der Erstellung hat das Expertengremium auf praxisorientierte
Empfehlungen entsprechend des Versorgungsablaufes gelegt.
„Wir hatten immer als Ziel vor Augen, Ärzten und Ärztinnen,
Feuerwehrpersonal, Personal von Rettungsdiensten und weiterem
medizinischem Assistenzpersonal dabei zu helfen, Menschen mit einer
Kohlenmonoxidvergiftung besser medizinisch versorgen und die Behandlung
bestmöglich planen zu können“, so Prof. Dr. med. Björn Jüttner, Sprecher
der Sektion Hyperbarmedizin in der DIVI.
Unter der Registernummer 040-012 werden bereits seit November auf 38
Seiten die aktuellen Erkenntnisse und Empfehlungen in der Diagnostik und
Behandlung von Patienten mit Kohlenmonoxidvergiftung darstellt. Unter der
Federführung der DIVI arbeiteten weitere zwölf Fachgesellschaften fünf
Jahre lang an der Erstellung.
Kontroverse Diskussion um die Anwendung der Hyperbaren Sauerstofftherapie
„Eine Herausforderung war die kontroverse Diskussion um die Anwendung der
Hyperbaren Sauerstofftherapie“, erzählt Jüttner. Es sei wichtig gewesen,
hier einen nationalen Konsens für die Therapie der Kohlenmonoxidvergiftung
zu erreichen. Die resultierenden Empfehlungen entsprechen dem aktuellen
wissenschaftlichen Diskurs und geben den Anwendern der Leitlinie dennoch
einen therapeutischen Korridor.
Die Sektion Hyperbarmedizin der DIVI hat sich die Aufgabe gestellt, das
Versorgungspotenzial der Hyperbaren Sauerstofftherapie (HBOT) für alle
intensiv- und notfallmedizinisch aktiv tätigen ärztlichen und nicht-
ärztlichen Berufsgruppen verständlich zu machen und darzustellen.
Die neue S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der
Kohlenmonoxidvergiftung" ist veröffentlicht unter:
https://www.awmf.org/leitlinie
oder
https://doi.org/10.3205/000300
Neben der DIVI waren folgende Fachgesellschaften an der
Leitlinienerstellung beteiligt:
• Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und
Notfallmedizin (DGIIN)
• Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte
Deutschlands (BAND)
• Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin
(DGINA)
• Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin
(DGAI)
• Giftinformationszentrum-Nord, Universitätsmedizin Göttingen (GIZ-
Nord)
• Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst Deutschland
(ÄLRD)
• Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
• Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM)
• Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin
(GNPI)
• Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI)
• Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM)
• Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften (AWMF)
