Vier Millionen Euro für europäischen Kooperationsstudiengang "Transnational German Studies"
Förderung aus dem Erasmus-Mundus-Programm der EU insbesondere für die
Ermöglichung von Studienstipendien
Das europäische Joint-Degree-Studienprogramm "Transnational German
Studies" der Universitäten von Porto, Luxemburg, Mainz und Palermo wird im
Rahmen des Erasmus-Mundus-Programms der Europäischen Union in den
kommenden fünf Jahren mit rund vier Millionen Euro gefördert. Die
Fördermittel werden in erster Linie für Studienstipendien eingesetzt.
"Diese Förderung durch die EU ist eine Auszeichnung für das Anliegen und
die Qualität unseres integrierten Masterstudiengangs – gerade im Hinblick
darauf, dass aktuell insgesamt nur wenige geisteswissenschaftliche, davon
nur drei Programme mit einem Fokus auf Literatur und Kultur gefördert
werden", betont Prof. Dr. Stephan Jolie, Vizepräsident für Studium und
Lehre der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und Mitinitiator und
Leiter des Kooperationsstudiengangs. "Unser Studiengang ist eine Reise
durch die europäische Kultur- und Literaturgeschichte und macht unseren
Studierenden die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Europas erlebbar. Er
bietet interdisziplinäres, internationales und interkulturelles Lernen
zugleich – immer auch mit einem klaren Blick auf Kompetenzerwerb und die
Vermittlung berufsrelevanter Fähigkeiten", so Jolie, der am Deutschen
Institut der JGU lehrt.
Der viersemestrige Masterstudiengang "Transnational German Studies" setzt
die Beschäftigung mit europäischer Kulturgeschichte in Bezug zu deutscher
Literaturgeschichte. Die Studierenden setzen sich mit zentralen Motiven
der deutschen und europäischen Literatur auseinander, um den
interkulturellen Aspekt europäischer Literatur im Allgemeinen und
deutscher Literatur im Speziellen zu untersuchen. Dabei wird
Mehrsprachigkeit als Idee und historische Tatsache in den Blick genommen,
zugleich auch praktisch unter den internationalen Studierenden gelebt,
indem die internationalen Studierenden Sprachkurse zur deutschen Sprache
beziehungsweise für die Sprachen der Aufenthaltsuniversitäten
(Italienisch, Portugiesisch, Luxemburgisch oder Französisch) besuchen.
"Gleichzeitig unterstützen wir durch die Ermöglichung des Netzwerkens mit
Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Karrierewege sowie mit
Praktika und Praxisprojekten, in denen unsere Studierenden ihr
persönliches fachliches Profil entwickeln und reflektieren, den Übergang
ins spätere Berufsleben", betont JGU-Vizepräsident Prof. Dr. Stephan
Jolie. Ermöglicht wird dieses besondere Angebot auch durch die
Zusammenarbeit mit zahlreichen außeruniversitären Kooperationspartnern aus
Wirtschaft, Medien und Kultur an allen vier Standorten. Studierende
entwickeln neben zentralen Kompetenzen für das Arbeitsleben so auch ein
persönliches berufliches Netzwerk.
Der Studiengang "Transnational German Studies" wurde im Rahmen der von der
JGU geleiteten, EU-geförderten Strategischen Partnerschaft "TALC_me"
(Textual and Literary Cultures in Medieval Europe) unter Federführung von
Prof. Jolie an der JGU entwickelt und wird nun von Prof. John Greenfield,
Preisträger des Gutenberg Teachíng Award 2014, an der Universität Porto
koordiniert. Es handelt sich um einen Joint-Master-Studiengang: Alle
Studierenden sind während der gesamten Studiendauer an allen vier
Universitäten eingeschrieben und erhalten ein gemeinsames Abschlusszeugnis
von diesen vier Universitäten.
Die Studierenden lernen vier Semester lang in gleichbleibenden Gruppen –
in jedem Semester an einer anderen europäischen Universität in einem
anderen europäischen Land. "Unsere Studierenden verbindet das gemeinsame
Ankommen und Einleben in immer wieder neuen europäischen Ländern, das
gemeinsame Lernen, das gemeinsame Erleben von Europa – das schafft starken
Zusammenhalt", so Jolie. Der Studiengang leistet damit einen wichtigen
Beitrag zur europäischen Vernetzung von Studium und Lehre an der JGU. Mit
der Universität Palermo ist auch ein Partner aus der European University
Alliance FORTHEM beteiligt, die durch die JGU koordiniert wird.
Der Großteil der pro Durchgang verfügbaren 25 Studienplätze ist für
Studierende aus Erasmus-Partnerländern aus aller Welt, also von außerhalb
des Erasmus-Raums, reserviert. Hinzu kommen Studierende aus Erasmus-
Programmländern, wobei in der Regel maximal zwei Studierende aus demselben
Land aufgenommen werden. Mit den jetzt eingeworbenen Fördermitteln der EU
können etwa 15 Studienplätze pro Durchgang mit einem Stipendien vergeben
werden; für die weiteren 10 Plätze können Bezuschussungen etwa für
Gebühren und notwendige Reisekosten bereitgestellt werden.
Weiterführender Link:
https://transnationalgermanstu
German Studies"
Lesen Sie mehr:
https://www.magazin.uni-mainz.
Mittelalter in die Zukunft" (26.09.2017) ;
https://www.uni-mainz.de/press
Kooperationsprojekt unter Führung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
erarbeitet internationales Studienprogramm in der Mediävistik (23.09.2014)
