Künzelsauer Studierende evaluieren Initiative „Digitle Einkaufsstadt“ des bayerischen Wirtschaftsministeriums
• Viele Maßnahmen gehen bereits in die richtige Richtung
• Mit Primärerhebung und Eye-Tracking-Analysen zum Ergebnis
Künzelsau, Februar 2022. Die Frage, wie sich der lokale Einzelhandel gegen
die anscheinend übermächtige Online-Konkurrenz von Amazon, Zalando & Co.
wehren kann, stellt sich nicht erst seit der Corona-Pandemie. Mögliche
Antworten versucht bereits seit 2015 die bayerische Initiative „Digitale
Einkaufsstadt“ des Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft,
Landesentwicklung und Energie zu geben. Sie hat zum Ziel durch Förderung
von konkreten Digitalisierungsprojekten die Händler und Kommunen bei der
Modernisierung des stationären Handels zu unterstützen.
Ob einige der inzwischen abgeschlossenen Projekte oder aber alternative
Ansätze wirklich auf den erhofften Zuspruch der Kunden hoffen können, hat
nun das Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung
und Energie gemeinsam mit der Hochschule Heilbronn, Reinhold-Würth-
Hochschule am Campus Künzelsau untersucht.
Studierende des Studiengangs Betriebswirtschaft, Marketing und
Medienmanagement haben unter Leitung von Professor Marcus Meyer dafür eine
Primärerhebung, also eine eigene Datenerhebung, und Eye-Tracking-Analysen,
die Augenbewegungen messen und aufzeichnen, durchgeführt. Was sich die
(potentiellen) Kunden wirklich wünschen und was davon – auch durch die
Förderung der „Digitalen Einkaufsstadt“ – die Kommunen und Händler bereits
heute anbieten, haben sie so herausgefunden. Die Er-gebnisse sind laut
Referatsleiter Franz Müller „ermutigend, hochinteressant und zeigen auch
einige neue Aspekte auf.“ Viele Maßnahmen gehen offen-sichtlich schon
heute in die richtige Richtung, aber noch bleibt viel zu tun. Oder, wie es
der Projektleiter Professor Meyer formuliert: „Amazon zu ko-pieren, wird
einem lokalen Einzelhändler kaum gelingen. Umso wichtiger ist es, die
digitalen Möglichkeiten dafür einzusetzen, denjenigen Bedürfnissen noch
besser zu entsprechen, die nur ein Ladengeschäft vor Ort erfüllen kann.“
