Opinion Paper: Einfluss steigender Energiepreise auf den Düngemitteleinsatz
Steigende Energiepreise haben Einfluss auf die Herstellung und den Einsatz
von mineralischen Düngemitteln und führten zuletzt zu signifikanten
Verteuerungen. Dr. Sandra Uthes vom Leibniz-Zentrum für
Agrarlandschaftsforschung (ZALF) gibt in einem Opinion-Paper eine
Einschätzung darüber, wie die Landwirtschaft reagieren kann und ob
möglicherweise der Umweltschutz von einer Reduktion des Düngemitteleinsatz
profitiert.
Eine gestiegene Nachfrage nach Strom und höhere Gaspreise sind zwei der
vielfältigen Gründe dafür, dass auch im Jahr 2022 mit weiter steigenden
Energiepreisen zu rechnen ist. Da die Herstellung von mineralischem Dünger
mit hohem Energieaufwand verbunden ist, schlägt sich dieser Trend bereits
seit 2021 auf den Düngemittelpreis nieder.
Dr. Sandra Uthes gibt in einem Opinion Paper des ZALF
Hintergrundinformationen zu dem Thema und eine Einschätzung dazu, welche
Entwicklung den Düngemittelpreisen weiter bevorsteht und wie sich die
aktuelle Teuerung auf die landwirtschaftliche Praxis auswirken kann. Uthes
zeigt Handlungsoptionen für Landwirtinnen und Landwirte auf und diskutiert
Alternativen zu Mineraldüngern. Darüber hinaus stellt Uthes in dem Opinion
Paper dar, inwiefern aus dieser Situation eine Chance auf einen
sparsameren Einsatz von Düngemitteln, weniger Nährstoffauswaschungen im
Grundwasser und damit einen Schritt hin zu umweltfreundlicherer
Bewirtschaftung entstehen kann.
Am ZALF ist Uthes Co-Leiterin der BMBF-Nachwuchsforschungsgruppe „BioKum“,
die am Beispiel der Nährstoffüberschüsse in der Landwirtschaft die
komplexen Zusammenhänge, Chancen aber auch Risiken und Konflikte
bioökonomischer Transformationsprozesse untersucht.
Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Sandra Uthes
Programmbereich 3 - „Agrarlandschaftssysteme“
Originalpublikation:
https://www.zalf.de/de/forschu
Das ZALF-Opinion Paper 1|22 „Einfluss steigender Energiepreise auf den
Düngemitteleinsatz“
