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Wanderausstellung „Facettenreiche Insekten“ startet Ende März in Hamburg und Braunschweig

Gemeiner Strauchdieb (Neoitamus cyanurus).  Oliver Eckelt
Gemeiner Strauchdieb (Neoitamus cyanurus). Oliver Eckelt
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Gemeiner Strauchdieb (Neoitamus cyanurus).  Oliver Eckelt
Gemeiner Strauchdieb (Neoitamus cyanurus). Oliver Eckelt

Unser Verhältnis zu Insekten ist zwiegespalten: Wir erfreuen uns an bunten
Schmetterlingen, aber betrachten Fliegen als Plagegeister. Wir züchten
Bienen, aber fürchten uns vor Wespen. Dabei sind Insekten die
artenreichste und wichtigste Tiergruppe unseres Ökosystems – und auch für
uns Menschen bedeutsam.

Die interaktive Wanderausstellung „Facettenreiche Insekten: Vielfalt I
Gefährdung I Schutz“ stellt diese faszinierenden Tiere ins Rampenlicht.
Die Ausstellung wird in doppelter Ausführung gefertigt und startet im
Zoologischen Museum des Leibniz-Instituts zur Analyse des
Biodiversitätswandels (LIB) in Hamburg (23.3.–14.8.22) und im Staatlichen
Naturhistorischen Museum in Braunschweig (25.3.–24.7.22). Anschließend ist
sie in weiteren Ausstellungshäusern Deutschlands zu sehen.

Mit der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse des Entomologischen
Vereins Krefeld rückten Insekten vor fünf Jahren schlagartig in den Fokus
des öffentlichen Interesses. Der für einige Regionen Deutschlands
dokumentierte Schwund der Sechsbeiner um 75 Prozent ihrer Biomasse war so
dramatisch, dass die Bundesregierung aktiv wurde: Sie rief diverse
Forschungs- und Schutzprogramme ins Leben und verabschiedete schließlich
im September 2021 ein Gesetz zum Schutz der Insektenvielfalt.

Die Wanderausstellung „Facettenreiche Insekten“ und ihr Begleitbuch
schließen jetzt eine Lücke in der Vermittlung des Wissens um die
nützlichen und gefährdeten Tiere. Als großes Gemeinschaftsprojekt wurde
sie im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Museumsverbund der Nord-
und Ostsee Region e. V. (NORe) initiiert und im LIB umgesetzt.

In der Ausstellung gehen Besucherinnen und Besucher auf eine
Entdeckungsreise in die Welt der oft schillernd schönen Flieger und
Krabbler. Anhand vieler Beispiele legen die Ausstellungsmacherinnen und
-macher dar, wie die emsigen Bestäuber und Unratvertilger den Kreislauf
von Ökosystemen und auch unser Leben bestimmen.

Aktuell erhobene wissenschaftliche Daten aus den Sammlungen der NORe-
Museen fließen ein und zeigen, wie sich die Zusammensetzung der
Insektengemeinschaften in Norddeutschland ändert und welche Arten aktuell
gefährdet sind. Mit vielen Mitmach- und Medienstationen ist die
Ausstellung interaktiv und lädt zum Spielen, Zuhören und Entdecken ein.
Lösungsvorschläge zum Schutz von Insekten regen Besucherinnen und Besucher
an, in ihrem Alltag Biene, Käfer und Co zu schützen. Ein vielfältiges
Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm ergänzt die Ausstellung.

Die Ausstellung wird bis 2024 in den Museen des NORe-Verbundes
(Museumsverbund der Nord- und Ostsee Region e. V.) gezeigt und wandert
anschließend in weitere Ausstellungshäuser Deutschlands. Die Ausstellung
wurde im Projekt „ProInsekt“ entwickelt und wird im Bundesprogramm
Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln
des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und
Verbraucherschutz (BMUV) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
gefördert.

Zur Ausstellungswebsite: https://www.proinsekt.de

Blick ins Begleitbuch: https://t1p.de/yrfoo