Live-Event „Ask an Astronaut“: Wie schläft es sich im All, Herr Maurer?
Grüße aus dem All: Auf 15 ausgewählte Schülerinnen und Schüler sowie
Studierende der FH Aachen wartete ein ganz besonderer Gesprächspartner am
anderen Ende der Leitung. Bei der Veranstaltung „Ask an Astronaut“ hatten
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die einzigartige Möglichkeit, ihre
Fragen an einen echten Astronauten zu richten: Dr. Matthias Maurer. Er
umkreist seit November 2021 in der internationalen Raumstation (engl.
International Space Station [ISS]) auf der „Cosmic Kiss“-Mission die Erde.
Grüße aus dem All: Auf 15 ausgewählte Schülerinnen und Schüler sowie
Studierende der FH Aachen wartete ein ganz besonderer Gesprächspartner am
anderen Ende der Leitung. Bei der Veranstaltung „Ask an Astronaut“ hatten
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die einzigartige Möglichkeit, ihre
Fragen an einen echten Astronauten zu richten: Dr. Matthias Maurer. Er
umkreist seit November 2021 in der internationalen Raumstation (engl.
International Space Station [ISS]) auf der „Cosmic Kiss“-Mission die Erde.
Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von der Einrichtung FHASOF
(FH Aachen Space Operations Facility) des Fachbereichs Luft- und
Raumfahrttechnik der FH Aachen und dem Verein „Yuri’s Night Deutschland
e.V.“ innerhalb eines Projektes des internationalen Vereins ARISS (Amateur
Radio on the International Space Station).
Um 12.40 Uhr nahm die Bodenstation der FH Aachen Kontakt zu Dr. Matthias
Maurer auf. Insgesamt elf Minuten hatten die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer Zeit, ihre Fragen an den Astronauten zu stellen, bevor die
Raumstation aufgrund ihrer Schnelligkeit wieder den Empfangsbereich
verließ. Die Fragen waren zuvor bei einem Fragenwettbewerb erhoben worden,
womit sich die Fragestellerin oder der Fragesteller einen Platz für ein
Gespräch mit Matthias Maurer sichern konnte: „Wie fühlten Sie sich, als
Sie das erste Mal auf der ISS geschlafen haben?“, „Ist das Essen auf der
ISS genauso lecker wie auf der Erde?“, „Welche drei Dinge vermissen Sie
auf der ISS am meisten?“. Mit großer Spannung erwarteten die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Antworten Dr. Maurers. Der erste Schlaf
auf der ISS sei super gewesen, man schlafe schwerelos besser als im
eigenen Bett, erklärt Maurer. Das Essen sei auf der Erde jedoch viel
besser, denn „Pizza, Eis und Kuchen gibt es auf der ISS nicht“, so der
Astronaut. Und am meisten vermisse er seine Familie, frisches Essen und
„eine ordentliche Dusche“. Am Ende der Übertragung brach der ganze Saal in
Jubel aus. Und die knapp 1.300 Zuschauerinnen und Zuschauer, die das Ganze
live vor ihren Monitoren im FH Aachen-Livestream verfolgten, waren
ebenfalls begeistert.
Bevor die Leitung zur 27.566 Kilometer pro Stunde schnell fliegenden
Raumstation aufgenommen wurde, sprach Prof. Dr. Bernd Pietschmann, Rektor
der FH Aachen die ersten Grußworte. Volker Schmid, ISS-Fachgruppenleiter,
Missionsleiter von „Cosmic Kiss“ beim Deutschen Zentrum für Luft- und
Raumfahrt in Bonn und FH Aachen-Absolvent verschaffte dem Publikum einen
guten Überblick über die Mission „Cosmic Kiss“. Zusätzlich gab es eine
Einführung in die Funktionsweise der Bodenstation sowie eine Führung über
die Bodenstation der FH Aachen von Sacha J. Tholl, dem
Bodenstationsmanager der FH Aachen. Nach dem Call erlebten die Anwesenden
eine Panel-Diskussion zum Thema „Aufbruch astronautische Raumfahrt: ISS &
wie weiter?“ mit Fachexpertinnen und Fachexperten der Raumfahrt.
Expertinnen und Experten, wie Prof. Dr. Bernd Dachwald, Professor für
Raumfahrttechnik an der FH Aachen, Dr. Jürgen Schlutz, Projektleiter der
ESA (Europäische Astronautenzentrum) aus Köln, Maria Grulich, Flight
Controller von „BIOLAB“ von der Deutschen Luft-und Raumfahrt sowie Volker
Schmid, diskutieren hier über die Zukunft der Raumfahrt.
Prof. Dachwald zeigte sich begeistert von der Veranstaltung: „Ich bin
stolz darauf, dass wir mit unserer FH-eigenen Bodenstation direkt mit
Herrn Maurer auf der ISS sprechen konnten. Dies zeigt einmal mehr, dass
wir an der FH Aachen nicht nur Raumfahrt lehren, sondern auch Raumfahrt
machen. Den anwesenden Schülerinnen, Schülern und Studierenden wird dieses
einmalige Ereignis sicherlich lange in Erinnerung bleiben, und vielleicht
sitzt ja einer von ihnen in ein paar Jahren am anderen Ende der Leitung."
Prof. Dr. Markus Czupalla, Lehrbeauftragter für Raumfahrzeugbau, ergänzt:
„Es freut mich wirklich sehr zu sehen, welche Begeisterung die bemannte
Raumfahrt ausübt. Ich finde es toll, dass wir mit solchen Aktionen diese
Begeisterung befeuern können und so die zukünftige Generation der
Forscherinnen und Forscher motivieren.“
Wir wünschen Dr. Matthias Maurer und seiner Crew weiterhin guten Flug,
over!
