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Max Weber Stiftung und Akademienunion verlängern Kooperation bei "Geisteswissenschaft im Dialog"

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Mit der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ (GiD) leisten
die Max Weber Stiftung und die Union der deutschen Akademien der
Wissenschaften seit 2010 einen signifikanten Beitrag zum Dialog zwischen
Wissenschaft und Gesellschaft. Die gemeinsame Online-Podiumsdiskussion
„China zwischen Expansion und Abschottung“, die am 10. März 2022 von 18–20
Uhr stattfinden wird, läutet nicht nur das GiD-Veranstaltungsjahr 2022
ein, sondern bildet zugleich die Auftaktveranstaltung unserer
Kooperationsverlängerung für weitere drei Jahre.

Die chinesische Regierung unter Xi Jinping verfolgt aktuell eine
gleichzeitige Strategie von Expansion und Anpassung: Die auf ökonomische
Vernetzung abzielende „Neue Seidenstraße“ ebenso wie den ausländische
Medien aussperrenden „großen Feuerwall“; eine aktive Propagierung
chinesischer Kultur nach außen und ein zunehmend rigides Vorgehen gegen
vermeintlich schädliche ausländische Kultureinflüsse im Inneren; oder die
ständige Betonung einer Fortsetzung der Öffnungs- und Reformpolitik und
die gleichzeitige Ankündigung, einen doppelten Wirtschaftskreislauf zu
fördern, mit  klarem Fokus auf mehr inländischer Innovation, Produktion
und Nachfrage, um so die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu stärken.

Wie reflektiert China seine eigene Vergangenheit? Ist der Blick auf die
lange Geschichte des Landes hilfreich, um die Entwicklungen im heutigen
China zu erklären? Wie wird sich die Coronapandemie auf die Tendenzen der
Abschottung und Entkopplung vom Ausland in China auswirken? Wie wirkt sich
der Balanceakt zwischen Öffnung und Kontrolle auf die digitale
Transformation des Landes aus? Wie ist es um die Wissenschaft in China und
im globalen Kontext bestellt, und welche Auswirkungen haben die aktuellen
wissenschaftspolitischen Entwicklungen auf künftige Kooperationen?

Diese und weitere Fragen diskutieren:
Dr. Anna L. Ahlers, Leiterin der Lise-Meitner-Forschungsgruppe „China in
the Global System of Science“ am Max-Planck-Institut für
Wissenschaftsgeschichte
Prof. Dr. Hans van Ess, Professor für Sinologie an der Ludwig-Maximilians-
Universität München und Präsident der Max Weber Stiftung
Prof. Dr. Thomas O. Höllmann, Präsident der Bayerischen Akademie der
Wissenschaften und Vizepräsident der Union der deutschen Akademien der
Wissenschaften
Prof. Dr. Genia Kostka, Professorin für chinesische Politik an der Freien
Universität Berlin
Prof. Dr. Dr. Nele Noesselt, Professorin für Politikwissenschaft und
Politik Ostasiens/Chinas an der Universität Duisburg-Essen

Moderation: Dr. Astrid Freyeisen, promovierte Historikerin und Sinologin
und Leiterin der Redaktion Wirtschaft und Soziales beim Bayerischen
Rundfunk

INFORMATIONEN ZUR VERANSTALTUNGSREIHE: https://gid.hypotheses.org/
ANMELDUNG BIS 8. MÄRZ: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Bayerischen Akademie der
Wissenschaften, der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, dem
European Research Centre for Chinese Studies (Peking) sowie der Max Weber
Stiftung.


Die MAX WEBER STIFTUNG – DEUTSCHE GEISTESWISSENSCHAFTLICHE INSTITUTE IM
AUSLAND fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der
Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in
ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält
zurzeit weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros.
Mit ihren Infrastrukturen bietet die MWS beste Voraussetzungen für
exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die durch
unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch
unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen entsteht.

Die UNION DER DEUTSCHEN AKADEMIEN DER WISSENSCHAFTEN ist der
Zusammenschluss von acht deutschen Wissenschaftsakademien. Gemeinsam
engagieren sie sich für den interdisziplinären Austausch, die
Sicherstellung der wissenschaftlichen Exzellenz und die
Nachwuchsförderung. Die Akademienunion koordiniert das Akademienprogramm,
das größte geistes- und sozialwissenschaftliche Langzeitforschungsprogramm
Deutschlands. Sie lädt regelmäßig zum Dialog über aktuelle Themen aus der
Wissenschaft ein und beteiligt sich an der wissenschaftsbasierten
Gesellschafts- und Politikberatung. www.akademienunion.de