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Palliativversorgung von Gehörlosen verbessern

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Neue Website www.deafpal.org informiert Bevölkerung über Forschungsprojekt
„DeafPal“ und über die Möglichkeiten der palliativen Versorgung - vor
allem von gehörlosen Menschen

„Für alle Menschen ist es wichtig, dass sie in schwierigen Lebensphasen
versorgt werden – und zwar gut versorgt werden.“ Mit diesen Worten
beschreibt Wolfgang Sandtner, Sektionsleiter der Abteilung Palliative Care
im Klinikum Landshut, die Motivation hinter seiner Arbeit. Auf der
Palliativstation stehen seine Patient*innen im Fokus: Es geht darum,
Schmerzen zu lindern und trotz schwerer Krankheit eine bestmögliche
Lebensqualität herzustellen. Dabei kann es jedoch vorkommen, dass das
medizinische Fachpersonal an seine Grenzen stößt. Diese Erfahrung machte
Sandtner bei seinem ersten Kontakt mit gehörlosen Patient*innen. Da das
Fachpersonal die deutsche Gebärdensprache nicht beherrscht, ist die
Kommunikation problematisch, was wiederum eine gute Versorgung erschwert.

Möglichst viele Menschen informieren

Aus Sandtners Erfahrungen entstand die Idee zum Forschungsprojekt
„DeafPal“. Das Projekt hat zum Ziel, die Kommunikationssituation für
gehörlose Patient*innen auf Palliativstationen zu verbessern. Nun tritt
das Projekt mit seiner Website www.deafpal.org an die Öffentlichkeit. Es
ist wichtig, dass Informationen über palliative Versorgung eine möglichst
große Masse erreichen. Denn bis dato gibt es noch zu wenig Aufklärung über
die Möglichkeiten der Versorgung für schwerkranke Menschen. Deshalb
enthält die Website einen Blog, zu dem sich Interessierte anmelden können.
Er informiert regelmäßig über Neuigkeiten aus dem Projekt.

Mehr Fokus auf gehörlose Patient*innen legen

„DeafPal“ ist mit einem interdisziplinär aufgestellten Team an den Start
gegangen: Die Forschungsleitung liegt bei der Hochschule Landshut, wo auch
der Studiengang Gebärdensprachdolmetschen angesiedelt ist. Prof. Dr. Uta
Benner und ihr Team haben dafür eine partizipative Studie konzipiert. Das
heißt: Die Gehörlosengemeinschaft wird aktiv in die Forschung eingebunden,
damit die Bedürfnisse der Zielgruppe möglichst gut erkannt und umgesetzt
werden können.

Neben einem Projektbeirat, bestehend aus gehörlosen Vertreter*innen der
Community, hat das Projekt zwei weitere starke Partner an der Seite. So
spielt der Gehörlosenverband München und Umland e.V. (GMU) eine wichtige
Rolle: „Gesundheit liegt mir sehr am Herzen. Dadurch, dass ich gehörlos
bin, kann ich als Schnittstelle zur Inklusion fungieren“, erklärt Cornelia
von Pappenheim, Geschäftsführerin des GMU. Ebenso beteiligt ist die
Palliativstation des Krankenhauses Landshut Achdorf (Lakumed). Dort werden
beispielsweise wichtige Forschungsdaten erhoben, auf deren Grundlage
Konzepte zur Verbesserung der Versorgung entwickelt werden.

„Ich denke, Palliativmedizin ist ein Thema, das für alle wichtig ist“,
betont Prof. Benner und spricht damit einen wichtigen Punkt an. Denn
früher oder später kämen wir alle mit schwierigen Lebensphasen in
Berührung – egal, ob wir selbst oder eine nahestehende Person betroffen
sind. Dann sei es wichtig, informiert zu sein.

Weitere Informationen zum Projekt DeafPal finden sich unter: https://www
.haw-landshut.de/aktuelles/news/news-detailansicht/article/gehoerlose-
menschen-auf-dem-letzten-weg-begleiten.html