Gesundheitswissenschaftler*innen positionieren sich gegen Ukraine-Krieg
Europaweit getragene Stellungnahme unter Bielefelder Federführung
Welche Rolle spielen Fakultäten für Gesundheitswissenschaften und Public-
Health-Fakultäten in Zeiten von bewaffneten Konflikten und Kriegen, wie
aktuell in der Ukraine? Das Netzwerk dieser Einrichtungen in der
europäischen Region (Association of Schools of Public Health in the
European Region; ASPHER) verurteilt den Angriffskrieg gegen die Ukraine
und zeigt auf, welche Maßnahmen jetzt von den Mitgliedern des Netzwerks
ergriffen werden können, um die Gesundheit der betroffenen Bevölkerungen
zu schützen und wiederherzustellen.
Das Statement ist federführend an der Universität Bielefeld unter der
Leitung von Professor Dr. Oliver Razum von der Fakultät für
Gesundheitswissenschaften entstanden. Die ASPHER-Gemeinschaft richtet
darüber hinaus eine Task Force ein, etwa um die gesundheitliche Lage in
der Ukraine überwachen zu können. Zudem soll sie Wissen und Ressourcen
zusammentragen und verbreiten, die für Gesundheitspersonal vor Ort unter
Konflikt- und Kriegsbedingungen von Bedeutung sind.
Die ASPHER-Stellungnahme wird europaweit von Gesundheitsexpert*innen
unterstützt. Auch in Deutschland schließen sich Fakultäten für
Gesundheitswissenschaften und Public-Health-Institutionen an. Dazu zählen
Vertreter*innen der Berlin School of Public Health und dem Institut für
Public Health der Charité, der Technischen Universität Berlin, der Alice
Salomon Hochschule Berlin sowie die Akademie für Öffentliches
Gesundheitswesen in Düsseldorf. Die ASPHER lädt Partnerinsti-tutionen dazu
ein, das Statement in weitere Sprachen zu übersetzen, damit möglichst
viele Public-Health-Akteur*innen erreicht werden können. Aktuell liegt das
Statement in Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch,
Rumänisch und Portugiesisch vor und wurde für das Fachmagazin Public
Health Reviews bereits akzeptiert. Das Statement in deutscher Sprache ist
hier zu finden: https://ekvv.uni-
bielefeld.de/blog/gesnews/entr
Liste der Kooperationspartner in Deutschland:
• Prof. Dr. Oliver Razum, Dr. Yudit Namer, Lisa Wandschneider,
Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld
• Prof’in Dr. phil. Dagmar Starke, kommissar. Leitung, Akademie für
Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf
• Prof. Dr. med. Reinhard Busse, Fakultät Wirtschaft und Management,
Technische Universität Berlin
• Dr. Nina Adelberger, Geschäftsführung Berlin School of Public
Health, Charité Universitätsmedizin Berlin
• Prof. Dr. Dr. Tobias Kurth, Direktor Institut für Public Health,
Charité Universitätsmedizin Berlin
• Prof. Dr. Raimund Geene, Alice Salomon Hochschule Berlin
• Prof. Dr. med. Till Bärnighausen, Heidelberg Institute of Global
Health (HIGH), Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum, Universität
Heidelberg
• Prof’in. Dr. Eva Rehfuess, Ludwig-Maximilians-Universität München
und Pettenkofer School of Public Health München
