Krieg in der Ukraine: Experten beleuchten völkerrechtliche Fragen
Zerbombte Städte, zahllose auch zivile Opfer, Millionen verzweifelter
Menschen auf der Flucht – die Schreckensmeldungen aus der Ukraine reißen
nicht ab. Putins Angriffskrieg erschüttert Europa und die Welt. Die Folgen
und ein Ende der Gewalt sind unabsehbar. Politische und diplomatische
Mittel blieben bislang wirkungslos. Welche völkerrechtlichen Möglichkeiten
bestehen? Am Dienstag, dem 15. März, um 17.30 Uhr, gehen die Völkerrechts-
Experten der Universität des Saarlandes Marc Bungenberg und Thomas
Giegerich in einer Online-Live-Diskussion dieser Frage auf den Grund.
Kann das Völkerrecht den Weltfrieden wahren oder wiederherstellen? Welche
Rolle spielt der UN-Sicherheitsrat? Wie sieht das wirtschaftliche
Sanktionssystem aus? Wie kann das humanitäre Völkerrecht in diesem Krieg
durchgesetzt werden? Welche völkerstrafrechtlichen Konsequenzen drohen
Putin? Dies sind Fragen, auf die Marc Bungenberg und Thomas Giegerich im
Rahmen der Online-Veranstaltung eingehen werden. Die Saarbrücker
Rechtswissenschafts-Professore
Europa-Institut an der Universität des Saarlandes.
Prof. Dr. Marc Bungenberg ist Professor für Öffentliches Recht,
Völkerrecht, Europarecht und Internationales Wirtschaftsrecht und leitet
seit 2021 den durch die EU-Kommission verliehenen Jean Monnet Lehrstuhl
für European Constitutional Framework of International Dispute Settlement
and Rule of Law. Er befasst sich unter anderem mit der werteorientierten
Ausgestaltung der europäischen Handelspolitik, Welthandelsrecht und
internationaler Streitbeilegung. Bungenberg ist Experte auch für Fragen
von Wirtschaftssanktionen.
Prof. Dr. Thomas Giegerich ist Professor für Europarecht, Völkerrecht und
Öffentliches Recht und hatte bereits zwei Jean-Monnet-Lehrstühle der EU-
Kommission inne. Auf dem Gebiet des Völkerrechts sind seine
Forschungsschwerpunkte der Menschenrechtsschutz, das Völkervertragsrecht
und die friedliche Streitbeilegung.
Das Europa-Institut tritt seit sieben Jahrzehnten für eine regelbasierte
europäische und internationale Ordnung im Interesse von Frieden,
Sicherheit, Freiheit, Gleichheit und Wohlstand ein. Es wurde 1951
gegründet mit dem Ziel, die Verständigung zwischen den europäischen
Völkern zu fördern und an der Gestaltung eines friedlichen Europas
mitzuarbeiten. Das Institut gilt als Talentschmiede für internationale
Juristerei: Seit 1980 bietet das Europa-Institut einen einjährigen
Masterstudiengang an, der Studierende aus der ganzen Welt ins Saarland
zieht, um hier von renommierten Dozentinnen und Dozenten und
Praktikerinnen und Praktikern im Europäischen und Internationalen Recht
unterrichtet zu werden.
Zugang zur Live-Veranstaltung über: <https://europainstitut.de>
(<https://europainstitut.de/ne
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