Neue Blogreihe zum Ukrainekrieg des Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung auf PRIF Blog
Angesichts der Eskalation militärischer Gewalt in der Ukraine hat das
Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)
die Blogreihe „Die Ukraine-Krise und ihre Folgen“ gestartet. Seit dem 17.
Februar 2022 veröffentlichen Forscher:innen des Instituts auf PRIF Blog
Beiträge, die differenzierte Perspektiven auf den Krieg in der Ukraine
bieten und das Geschehen sicherheits- und friedenspolitisch einordnen. Der
Blog wird regelmäßig um neue Beiträge ergänzt.
Die Autor:innen von PRIF Blog kommen aus den Bereichen Internationale
Sicherheit, Rüstungskontrolle, Waffensysteme, Völkerrecht, Internationale
Institutionen, Terrorismusforschung und Innerstaatliche Konflikte. Ihre
Beiträge beschreiben die vielfältigen Ursachen des Krieges in der Ukraine
und benennen dessen Folgen für die internationale Sicherheits- und
Friedensarchitektur.
Zu den Blog-Beiträgen: Historische, geopolitische, militärische,
humanitäre und zivile Perspektiven
Die historischen Dimensionen des Konfliktes legen Matthias Dembinski und
Hans-
Joachim Spanger in ihrem Beitrag dar, der den Auftakt der Reihe bildet.
Dem gegenwärtigen chinesisch-russischen Bündnis widmen sich Pascal Abb und
Mikhail Polianskii, während Jana Baldus die nukleare Dimension des Krieges
erläutert. Angesichts der russischen Angriffe auf ukrainische Städte
erinnern Thorsten Gromes, Mustafa Karahamad und Regine Schwab an die
Hilflosigkeit und Untätigkeit des Westens im Jugoslawien- und Syrienkrieg.
Ben Christian und Antonia Witt verstehen die Aufforderung der UN-
Vollversammlung an Russland, die Gewaltanwendung unverzüglich zu beenden,
als Zeichen des Widerstandes gegen eine imperiale Neuordnung der Welt.
Jean-Marie Reure erläutert die Eckpunkte der französischen Politik. Harald
Müller, früherer Direktor der HSFK, vergleicht die imperiale und
nationalistische Politik Wladimir Putins mit den nationalsozialistischen
Interventionen unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg. Er sieht die
Notwendigkeit, die Grundzüge einer nichtmilitärischen Sicherheitspolitik
zu überdenken. Der Beitrag „Sicherheitspolitische Zeitenwende“, der
gemeinsam von Sarah Brockmeier, Christopher Daase, Nicole Deitelhoff u. a.
verfasst wurde, diskutiert den Krieg in der Ukraine als Zäsur in der
deutschen Sicherheits- und Friedenspolitik. Die geplante finanzielle
Aufstockung der Bundeswehr setzen die HSFK-Forscher:innen zu zivilen
sicherheitspolitischen Komponenten, insbesondere zur
Entwicklungszusammenarbeit, Diplomatie, humanitären Hilfe und zivilen
Krisenprävention, ins Verhältnis.
Diesen und allen weiteren Beiträgen ist gemeinsam, dass sie die Situation
in Osteuropa, ihre globalen Auswirkungen und Folgen für die deutsche Außen
und Sicherheitspolitik zeitnah analysieren. Die friedens- und
sicherheitspolitischen Kompetenzen der Forschenden erlauben es, auch
entlegenere Aspekte des Ukraine-Krieges zu diskutieren. Ihre Befunde
unterlegen sie mit eigenen Forschungen.
Medienaktivitäten und Publikationen der HSFK
Gerne stehen die Forscher:innen de HSFK für Interviews bereit. Weitere
Informationen zu Publikationen und Medienaktivitäten der HSFK finden Sie
auf der Website der HSFK unter dem Stichwort Ukraine, auf
https://blog.prif.org sowie in den sozialen Medien (@HSFK_PRIF).
Über das Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und
Konfliktforschung
Die HSFK ist eines führenden Friedensforschungsinstitute in Europa mit
Sitz in Frankfurt am Main. Das der Leibniz-Gemeinschaft zugehörige
Institut analysiert die Ursachen gewaltsamer internationaler und innerer
Konflikte und erforscht die Bedingungen des Friedens. Zusammen mit drei
deutschen Forschungsinstituten gibt die HSFK das jährlich erscheinende
Friedensgutachten heraus. Das nächste wird am 21. Juni 2022 auf der
Bundespressekonferenz vorgestellt.
