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Design als integralen Bestandteil in Forschung und Entwicklung etablieren

Prof. Jens Krzywinski im Gespräch mit den Leitern der beteiligten Fraunhofer-Institute  Christin Scholz  Fraunhofer IVI
Prof. Jens Krzywinski im Gespräch mit den Leitern der beteiligten Fraunhofer-Institute Christin Scholz Fraunhofer IVI
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Prof. Jens Krzywinski im Gespräch mit den Leitern der beteiligten Fraunhofer-Institute  Christin Scholz  Fraunhofer IVI
Prof. Jens Krzywinski im Gespräch mit den Leitern der beteiligten Fraunhofer-Institute Christin Scholz Fraunhofer IVI

In seinen unterschiedlichen Disziplinen und Ausprägungen gewinnt Design
für die Forschungsarbeit bei Fraunhofer zunehmend an Bedeutung. Um diesen
Trend zu unterstützen, gründen stellvertretend für die
Forschungsgesellschaft die drei Dresdner Fraunhofer-Institute IVI, IWS und
IWU gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden das »DesignLab for
Applied Research«. Dieses soll aus der sächsischen Landeshauptstadt heraus
Designforschung mit allen Fraunhofer-Instituten national – und
perspektivisch international – erbringen. Das DesignLab wurde am 8. März
2023 offiziell eröffnet.

Design in seinen unterschiedlichen Disziplinen und Ausprägungen gewinnt
für die Forschungsarbeit besonders bei Fraunhofer vermehrt an Bedeutung.
In der Vergangenheit punktuell eingesetzt, entwickelt es sich zunehmend zu
einer integralen Komponente vieler Projekte und trägt maßgeblich zum
Erfolg bei. Mit der Förderung und Etablierung von Design greift Fraunhofer
aktuelle Trends am Markt auf und gründet im Schulterschluss mit der
Exzellenzuniversität TU Dresden ein kooperatives DesignLab. Dieses
unterstützt über den gesamten Forschungsprozess vom Förderantrag bis hin
zum Transfer der Ergebnisse, indem es Methoden und Perspektiven einbringt,
die Anwendungsorientierung und Zielgruppenbezogenheit von Forschung
deutlich steigern.

Mit der Professur für Technisches Design ist das Department for
Speculative Transformation (DST) für Fraunhofer ein idealer Partner mit
langjährigen Erfahrungen an der Schnittstelle zwischen Mensch und Technik.
Deren Inhaber, Prof. Jens Krzywinski, leitet das DesignLab. »Die
Entwicklung nutzerorientierter innovativer Gesamtlösungen unterstreicht
die technologische Reife von Forschung und trägt so nicht unwesentlich zum
Transfer in ein erfolgreiches Produkt bei«, betonte er während der
Einweihungsveranstaltung im Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und
Infrastruktursysteme IVI in Dresden. »Ein umfassendes Verständnis von
Design schafft auch in funktionaler Hinsicht Mehrwert, indem es die
Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer in den Mittelpunkt rückt. Es
vervollständigt technologische Forschung und Entwicklung um wichtige
Aspekte zu wettbewerbsfähigen Gesamtlösungen. Eine anwenderorientierte
Gestaltung von Bedienelementen oder Nutzerschnittstellen stärkt die
Usability und ermöglicht eine effiziente, sichere Bedienung.« Im
Umkehrschluss werden die Erkenntnisse aus der praxisnahen Entwicklung
durch die enge Kooperation direkt zurück in die theoretische Forschung
fließen.

Die von den drei Instituten Fraunhofer IVI, IWS und IWU mit der TU Dresden
geschlossene Vereinbarung zur Gründung des DesignLabs for Applied Research
erschließt diese Optionen für alle interessierten Fraunhofer-Institute. Es
ergänzt besonders auf technische Machbarkeit fokussierte
Forschungsprojekte um wichtige Designaspekte wie Usability, Ergonomie oder
Verlässlichkeit und trägt so dazu bei, die Lücke zwischen
Technologiereifegrad, Nutzerakzeptanz und funktionellen Mehrwerten zu
schließen. Das DesignLab stärkt die ohnehin enge Zusammenarbeit zwischen
außeruniversitärer sowie universitärer Forschung und verschafft der
Fraunhofer-Gesellschaft, der TU Dresden sowie deren Partnern erhebliche
Vorteile. Erste gemeinsam erarbeitete Designlösungen in großer Bandbreite
stellten die beteiligten Institute bereits während der
Eröffnungsveranstaltung in Form von Demonstratoren und Präsentationen vor.
Weitere Projekte, unter anderem zum Thema der Wissenschaftsvisualisierung,
befinden sich gemeinsam mit interessierten Fraunhofer-Instituten aus ganz
Deutschland bereits in Umsetzung und Planung.