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Medizinphysiker mit Lehrpreis ausgezeichnet

Medizinphysiker Christian Kühnel erhielt den diesjährigen Lehrpreis aus den Händen von Sam Quaas (r.) von der Fachschaft Medizin und Fördervereinsvorsitzenden PD Dr. Dr. Michael Kiehntopf.  Michael Szabó/UKJ  Universitätsklinikum Jena
Medizinphysiker Christian Kühnel erhielt den diesjährigen Lehrpreis aus den Händen von Sam Quaas (r.) von der Fachschaft Medizin und Fördervereinsvorsitzenden PD Dr. Dr. Michael Kiehntopf. Michael Szabó/UKJ Universitätsklinikum Jena
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Medizinphysiker Christian Kühnel erhielt den diesjährigen Lehrpreis aus den Händen von Sam Quaas (r.) von der Fachschaft Medizin und Fördervereinsvorsitzenden PD Dr. Dr. Michael Kiehntopf.  Michael Szabó/UKJ  Universitätsklinikum Jena
Medizinphysiker Christian Kühnel erhielt den diesjährigen Lehrpreis aus den Händen von Sam Quaas (r.) von der Fachschaft Medizin und Fördervereinsvorsitzenden PD Dr. Dr. Michael Kiehntopf. Michael Szabó/UKJ Universitätsklinikum Jena

Die Fachschaft Medizin der Friedrich-Schiller-Universität Jena vergibt
ihren diesjährigen Lehrpreis an Christian Kühnel. Damit würdigen die
Studierenden das herausragende Lehrengagement des Medizinphysik-Experten
in der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Jena.

"Unglaubliche Arbeit wurde investiert für herausragende Lehre! Sehr
studierendenfreundlich und digital auf dem neuesten Stand!" – so lautet
eine Begründung des Votums für Christian Kühnel. Insgesamt acht Lehrende
und Lehrteams hatten die Medizinstudierenden der Friedrich-Schiller-
Universität Jena für den diesjährigen Lehrpreis nominiert. Der
Medizinphysiker an der Klinik für Nuklearmedizin des Jenaer Uniklinikums
erhielt 31% und damit die Mehrheit der abgegebenen 547 Stimmen.

Christian Kühnel ist in der Lehre im Querschnittsbereich Bildgebung im 6.
und 7. Fachsemester des Medizinstudiums aktiv. Hier betreut er die Anteile
der Lehrveranstaltung, die sich den technischen Aspekten der medizinischen
Bildgebung in der Nuklearmedizin widmen. Dabei ist er nicht nur als
Vortragender, sondern auch im Wortsinn bildgebend, nämlich als Kameramann
unterwegs. In der Pandemie hatte das Team des Querschnittsbereiches
schnell umfangreiches digitales Lehrmaterial erstellt, das nun sukzessive
erweitert wird. Zum Beispiel erstellte Christian Kühnel zusammen mit Prof.
Martin Freesmeyer interaktive Lernvideos, die den Lern- und
Verständnisprozess mit Zwischenfragen begleiten. Diese Online-Formate
ergänzen jetzt den Präsenzunterricht.

Besonders hervorgehoben wurde das von Kühnel und dem Lehrteam der Klinik
für Nuklearmedizin organisierte Praxisseminar, in dem die Studierenden in
Kleingruppen die moderne Medizintechnik wie PET/CT oder SPECT-Gammakamera
kennenlernen können, selbstverständlich unter den entsprechenden
Strahlenschutzvorkehrungen. „Ich versuche, die Inhalte so darzustellen und
zu vermitteln, wie sie mich selbst am meisten gefesselt hätten –
anschaulich und praxisnah. Dass das bei den Studierenden gut ankommt und
wir sie so für das Fach begeisterten können, freut uns sehr“, so der
Preisträger.

Mit der Auszeichnung würdigen die Studierenden dieses Engagement. „In den
Begründungen für die Stimmabgabe wurden besonders oft die Kreativität und
die technische Perfektion hervorgehoben, mit denen Christian Kühnel den
Stoff darstellt“, sagt Sam Quaas vom Fachschaftsrat und zitiert eine: „Er
macht die Lehre frisch und steckt Herz hinein."

Benannt ist der jährlich von der Fachschaft Medizin vergebene Lehrpreis
nach Janus Cornarius, dem ersten Dekan der Medizinischen Fakultät an der
Universität Jena. Er übersetzte im 16. Jahrhundert die Studienliteratur
seiner Zeit vom Griechischen ins Lateinische und ermöglichte so den
damaligen Medizinstudenten auf eine Vielzahl von Büchern zuzugreifen, die
für sie sonst nicht nutzbar waren. Die 500 Euro Preisgeld stellt
traditionell der Förderverein des Universitätsklinikums zur Verfügung.