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BMBF fördert Nachwuchsgruppen in der naturwissenschaftlich-technischen Friedens- und Konfliktforschung

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Mit einer neuen Fördermaßnahme sollen Entwicklungen in der
Rüstungskontrolle und Abrüstung im Bereich der ABC-Waffen beforscht
werden. Über wissenschaftliche Nachwuchsgruppen sollen Kompetenzen in
diesem Forschungsfeld ausgebaut werden und in die Beratung von Politik,
Staat und Zivilgesellschaft einfließen.

Mit einer neuen Fördermaßnahme sollen Entwicklungen in der
Rüstungskontrolle und Abrüstung im Bereich der ABC-Waffen beforscht
werden. Durch den Aufbau von wissenschaftlichen Nachwuchsgruppen sollen
Kompetenzen in diesem Forschungsfeld ausgebaut werden und in die Beratung
von Politik, Staat und Zivilgesellschaft einfließen. Die Maßnahme soll die
Friedenssicherung nachhaltig unterstützen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat auf Initiative des
Deutschen Bundestages eine Bekanntmachung im Feld der
naturwissenschaftlichen Friedens- und Konfliktforschung veröffentlicht.
Mit bis zu 16 Mio. EUR sollen Nachwuchsgruppen gefördert werden, die sich
mit den Themen Rüstungskontrolle und Abrüstung im Feld der ABC-Waffen
sowie mit angrenzenden Themenbereichen wie Cyberwarfare und neuen
Technologien befassen. Das Format der Nachwuchsgruppen soll überdies zu
einer strukturellen Stärkung und einem Kompetenzaufbau im Forschungsfeld
beitragen. Die Postdocs, Doktorandinnen und Doktoranden sollen die
gesellschaftlich und politisch relevanten Felder beforschen. Die
gewonnenen Erkenntnisse sollen in Zukunft Entscheidungsträgerinnen und
Entscheidungsträger aus Politik, Staat und Zivilgesellschaft nachhaltig im
Umgang mit aktuellen Herausforderungen im Bereich der Konfliktprävention
und -beilegung und der Friedenssicherung unterstützen. Damit reagiert das
Bundesministerium für Bildung und Forschung nicht nur auf aktuelle
geopolitische Entwicklungen und verschärfte Konfliktlagen, sondern auch
auf Empfehlungen des Wissenschaftsrates
(https://www.wissenschaftsrat.de/download/2019/7827-19.htmlhttps://www.wissenschaftsrat.de/download/2019/7827-19.html).

Im Feld der naturwissenschaftlich-technischen Friedens- und
Konfliktforschung sind insbesondere Fächer wie Biologie, Physik, Chemie
und Informatik von Bedeutung. Das BMBF fördert bereits seit letztem Jahr
zehn Forschungsverbünde im Bereich der sozialwissenschaftlichen Friedens-
und Konfliktforschung mit bis zu 30 Mio. EUR. Verbindendes Anliegen der
beiden thematisch angrenzenden Fördermaßnahmen ist die Friedenssicherung.
Für das Verständnis von Konfliktdynamiken sind sowohl
naturwissenschaftlich-technische als auch sozial- und
geisteswissenschaftliche Perspektiven notwendig. Forschung, Wissen und
Beratung für die effektive Eindämmung von Konflikten sollen so aus einer
Hand gefördert werden. Der interdisziplinäre Austausch und die Vernetzung
zwischen den Forschungscommunities kann dadurch zusätzlich gestärkt
werden.

Projektskizzen müssen bis zum 15. November 2023 eingereicht werden. Die
Ausschreibung sowie mehr Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie
unter:
https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/bekanntmachungen/de/2023/08/2023-08-16-Bekanntmachung-R%C3%BCstungskontrolle.html

Der DLR Projektträger betreut im Auftrag des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung das aktuelle Rahmenprogramm für die Geistes- und
Sozialwissenschaften „Gesellschaft verstehen – Zukunft gestalten“ und ist
dabei sowohl mit der Entwicklung und Begleitung von Fördermaßnahmen
betraut als auch mit Maßnahmen zu Transfer und Kommunikation.