Lösungen für die Landnutzung der Zukunft: Leopoldina-Podiumsdiskussion zum Thema Landwende
Die Nutzung der Landfläche durch den Menschen beeinflusst sowohl die
globale Erderwärmung als auch die Biodiversität. Intensive Landwirtschaft
mit Massentierhaltung, Monokulturen sowie dem Einsatz von Düngemitteln und
Pestiziden tragen deutlich zum Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase und
zum Rückgang der biologischen Vielfalt bei. Um diese Entwicklungen
aufzuhalten, ist eine sogenannte Landwende notwendig. Diesem Konzept
widmet sich die Leopoldina in einem Workshop und einer Podiumsdiskussion
unter dem Titel: „Landwende: Wie wollen wir leben?“ am Dienstag, 29.
August in Halle (Saale).
Workshop und Podiumsdiskussion
„Landwende: Wie wollen wir leben?“
Dienstag, 29. August 2023, 14:00 bis 19:00 Uhr
Hauptgebäude der Leopoldina, Vortragssaal
Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale) und online
Die Herausforderung im Prozess der Landwende besteht darin, die
vielfältigen Bedürfnisse und Anforderungen an Landnutzung miteinander in
Einklang zu bringen. Die Einführung in die Veranstaltung und einen ersten
Impuls zum Thema Biodiversität gibt Leopoldina-Mitglied Prof. Dr. Katrin
Böhning-Gaese, Biologin und Direktorin des Senckenberg Biodiversität und
Klima Forschungszentrums in Frankfurt am Main.
Anschließend halten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Impulsvorträge zu weiteren Aspekten von Landnutzung und Landwende. Dr.
Amelie Michalke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl
Nachhaltigkeitswissenschaft und Angewandte Geografie der Universität
Greifswald informiert zum Thema Ernährung. Prof. Dr. Markus Reichstein,
Direktor der Abteilung Biogeochemische Integration am Max-Planck-Institut
für Biogeochemie referiert über Auswirkungen von Landnutzung auf das
Klima. Prof. Dr. Katrin Rehdanz, Direktorin des Instituts für Umwelt-,
Ressourcen- und Regionalökonomie an der Universität Kiel spricht über
Ökonomie und Prof. Dr. Thomas Potthast, Direktor des Internationalen
Zentrums für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen,
über Ethik. Zum Abschluss findet ab 18 Uhr eine Podiumsdiskussion statt,
moderiert von Dr. Philine Warnke, Leiterin des Geschäftsfelds
Zukunftsdialoge am Fraunhofer-Institut für System- und
Innovationsforschung ISI.
Die Diskussion richtet sich an eine fachlich interessierte Öffentlichkeit.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Online-Zugang ist über
folgenden Zoom-Link möglich: https://leopoldina-org.zoom.us
Bei der Nutzung des Videokonferenzsystems Zoom gelten die
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de/privacy.html. Weitere Informationen finden Sie unter:
www.leopoldina.org/veranstaltu
Journalistin oder Journalist an der Veranstaltung teilnehmen möchte,
melden Sie sich bitte per E-Mail unter
Über die Nationale Akademie der Wissenschaften:
Als Nationale Akademie der Wissenschaften leistet die Leopoldina
unabhängige wissenschaftsbasierte Politikberatung zu gesellschaftlich
relevanten Fragen. Dazu erarbeitet die Akademie interdisziplinäre
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entscheiden ist Aufgabe der demokratisch legitimierten Politik. Die
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ehrenamtlich und ergebnisoffen. Die Leopoldina vertritt die deutsche
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rund 1.700 Mitglieder aus mehr als 30 Ländern und vereinigt Expertise aus
nahezu allen Forschungsbereichen. Sie wurde 1652 gegründet und 2008 zur
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verpflichtet.
