Amazon: von der Vision zur Wirklichkeit
Als Jeff Bezos 1994 mit Amazon das weltweit erste Online-Kaufhaus gründete, hatte er die Vision, dass er mit seinem Warenangebot die Welt so versorgt, wie der für seine spektakulären Seitenarme berühmte Amazonas die Erde mit Wasser durchdringt. Dieses Versprechen hat er eingelöst. Auch hierzulande kommt das Konzept an, denn Deutschland ist der zweitgrößte Markt für den Weltmarktführer im Online-Verkauf hinter den USA.
Deutsche lieben Amazon
Die Zahlen sprechen für sich, denn 96 Prozent aller Deutschen haben schon bei Amazon eingekauft und 90 Prozent zählen sich zu den regelmäßigen Kunden. 41 Bestellungen sind es im Jahr, auf die Amazon-Käufer in Deutschland kommen. 17 Millionen Deutsche sind Mitglied bei Amazon Prime und profitieren von Vergünstigungen im Versand. Sogar Google hat die Amazon-Suchmaschine inzwischen abgehängt, denn in Deutschland wird Amazon heute häufiger als Google genutzt.
Damit gibt es gute Gründe für Betreiber von Online-Shops, das bekannte Amazon-Geschäftsmodell Amazon Pay-per-Click (PPC) zu nutzen. So wird nur bei tatsächlichen Kundenklicks auf die Reklame gezahlt, während Impressionen nicht berücksichtigt werden.
Spezialisten für Amazon-Kampagnen
Wir möchten in diesem Ratgeber Verkäufern Tipps für die Nutzung von Amazon PPC mit auf den Weg geben und das Verständnis für dieses kooperative Geschäftsmodell schärfen. Wer sich für seine Kampagnen auf Amazon eine professionelle Unterstützung wünscht, kann eine Amazon PPC Agentur beauftragen, wie die Homburg-Marketing GmbH. Das innovative Marketing-Unternehmen mit Sitz in Dortmund ist auf Handelsmärkte wie Amazon spezialisiert. Es bietet seine Zusammenarbeit an, um wichtige Fragen wie die Höhe der Gebote für die PPC-Kampagnen zu klären, die grundsätzlich der Keyword-Stärke angepasst sein sollten.
Merkmale des Amazon-Algorithmus und Unterschiede zu Google
PPC gehört mit seinem Charakter der bezahlten Werbung zum Suchmaschinen-Advertising (SEA). Doch anders als bei Google ist SEA bei Amazon auch Suchmaschinenoptimierung (SEO), weil die bezahlte Werbung sich positiv auf das organische Wachstum auswirkt. Gemeint ist mit diesem Begriff eine kontinuierliche Stärkung der Schlüsselwörter in der Amazon-Suchmaschine, die entsprechend aufgewertet werden.
Eine weitere wichtige Unterscheidung zum Google-Algorithmus besteht darin, dass die Suchintention auf Amazon ausschließlich der Kauf von Produkten ist, während Google-Nutzer mit ihrer Suche auch andere Absichten wie Information und Unterhaltung verfolgen. Der Linkaufbau wirkt sich auf Amazon nur indirekt aus. Bei der Gestaltung des Contents ist man auf Google frei und auf Amazon an vorgegebene Muster gebunden.
Dafür wirkt sich neben der Click-Through-Rate (CTR – wie viel Prozent der Nutzer klicken auf die Website?) die Conversion Rate als Kennzahl direkt auf die Platzierung in der Produktsuchmaschine aus. Diese beschreibt das Verhältnis der Leser, die zu Kunden werden. Wichtige Keywords und Longtails werden auf Amazon nur einmal gezählt. Das bietet Spielraum für Varianz, um ein breites Spektrum an Suchanfragen abzudecken.
Wie auf Google werden Keywords im Titel stärker gewichtet. Dies gilt ebenso für den beschreibenden Backend-Bereich. Kunden haben auf Amazon die Möglichkeit, negative Suchwörter zu setzen, um bestimmte Begriffe wie Teekesselchen auszuschließen.
Tipps für das Amazon PPC Marketing
Wer seine Artikel konsequent nach dem Amazon-Algorithmus ausrichtet, trägt zur verbesserten Sichtbarkeit bei. Einen besonderen Stellenwert hat bei der Gestaltung der Produktseite das Produktfoto, denn Bilder haben nach Verbraucherstudien bei Kunden die stärkste Auswirkung auf die Kaufentscheidung. Amazon selbst empfiehlt für jede Detailseite die Nutzung von sechs Fotos und einem Video. Die Auflösung der Produktbilder sollte hoch sein. Produktfotos mit glücklichen Anwendern stiften Identifikation und wecken Begehrlichkeiten.
Eine gründliche Zielgruppenrecherche senkt den Streuverlust der PPC-Kampagnen. Das Studium der Bewertungen von Kunden, einschließlich der Konkurrenz, hilft dabei, Aspekte, die Kunden mögen, auf die eigenen Produkte anzuwenden, und Aspekte zu vermeiden, die immer wieder Anstoß für Kritik geben. Amazon setzt hohe Qualitätsstandards für eine Zusammenarbeit, was sich unter anderem auf die Produktqualität, Lieferzeiten und den Umgang mit Retouren bezieht.
Welche PPC-Optimierung darf es sein
Verkäufern wird empfohlen, mithilfe geeigneter Tools anhand relevanter Kennzahlen wie Advertising Cost of Sale (AcoS – Werbekosten pro Verkauf), Return on Advertising Spend (RoAS – Berechnung des Nutzwertes von Werbekampagnen) und Cost per Click (CPC) den Erfolg der Kampagnen zu überwachen und bei Bedarf sinnvolle Feinjustierungen vorzunehmen. Der Erfolg der Keywords gibt nämlich Aufschluss über die Keywordstärke und diese wiederum auf die Höhe des Gebots.
Entscheiden können Seller darüber, ob sie diese Veränderungen manuell tätigen möchten oder anhand einer von Amazon zur Verfügung gestellten KI-basierten Automatisierung. Die Vorteile beim Aufwand wirken sich vor allem auf größere Unternehmen aus, während kleinere Unternehmen eher dazu bereit sind, sich für die manuelle Variante zu entscheiden, um einen Kontrollverlust zu vermeiden.
