Fachbuch leitet Führungskräfte zu Self-Leadership in Sozialen Organisationen an
Die Methode Self-Leadership als Führungskraft oder angehende Führungskraft
anzuwenden, ist in der gewinnorientierten Wirtschaft bereits erprobt.
Erstmals in einem Fachbuch geben Prof. Dr. Julian Löhe vom Fachbereich
Sozialwesen der FH Münster sowie FH-Alumna und Sozialmanagerin Jana Kunze
eine systematische Anleitung für die Soziale Arbeit.
Sich selbst im Arbeitskontext systematisch zu beobachten, zu reflektieren
und so eigene Ziele zu stecken und zu erreichen: Das steckt hinter dem
Konzept Self-Leadership. Die Methodik als Führungskraft oder angehende
Führungskraft anzuwenden, ist in der gewinnorientierten Wirtschaft bereits
erprobt. Erstmals in einem Fachbuch geben Prof. Dr. Julian Löhe vom
Fachbereich Sozialwesen der FH Münster und FH-Alumna sowie Sozialmanagerin
Jana Kunze eine systematische Anleitung für die Soziale Arbeit. Ihre
Erstauflage von „Self-Leadership in Sozialen Organisationen – Eine Antwort
auf die komplexen Anforderungen der Arbeitswelt“ ist im Juli 2023 beim
Verlag Barbara Budrich erschienen und im Buchhandel unter der ISBN
978-3847426530 erhältlich.
„In der Gesellschaft und in der Wirtschaft erfahren wir derzeit einen
tiefgreifenden Wandel – Unsicherheiten und ein erhöhter Wettbewerb um
Ressourcen betreffen dabei die Sozialen Organisationen genauso wie die
gewinnorientierte Wirtschaft“, erklärt Löhe. „Wir brauchen daher
Führungskräfte, die sich den veränderten Bedingungen anpassen und
weiterentwickeln. Antiquierte Modelle, die Führung auf Ausübung von Macht
und Autorität reduzieren, sind insbesondere für Soziale Organisation, in
denen das Kerngeschäft soziale Dienstleistungen sind, nicht mehr möglich“,
so der Professor für Organisation und Management in der Sozialen Arbeit.
Eine Methode, die eigene Führung dynamisch und immer wieder neu zu
hinterfragen, ist das Self-Leadership. Sie sensibilisiert und schärft die
eigene Wahrnehmung dafür, zunächst das eigene Verhalten zu beobachten, um
Denk- und Verhaltensmuster nachhaltig verändern zu können. Das Buch
richtet sich damit primär an Fachkräfte mit Führungswunsch sowie
Führungskräfte, aber auch allgemein an Fachkräfte der Sozialen Arbeit.
In Anlehnung an Konzepte aus gewinnorientierten Organisationen haben die
Autor*innen die Methode für Soziale Organisationen übersetzt. Das Buch ist
praxisorientiert gestaltet und leitet die Leser*innen mit konkreten
Beispielen an. Eines davon ist die Erfolgsvisualisierung. „Oft fragt man
sich im Berufsalltag: Was habe ich eigentlich diese Woche geschafft? Man
sieht Erfolge nicht mehr“, erklärt Kunze, die an der FH Münster den Master
Sozialmanagement absolviert hat und nun selbst als Sozialmanagerin
Führungsverantwortung hat. „Das für sich zu verbalisieren und zu
visualisieren hilft beispielsweise, zu sehen, wen ich als Führungskraft
womit unterstützt habe.“
Auch die Gelingensfaktoren für die Methode werden im Buch angesprochen:
Eine wichtige Komponente, um Self-Leadership nachhaltig anzuwenden, sei
die notwendige Zeit. „Organisationen müssen den Führungskräften dafür
einen gewissen Raum geben. Im Master Sozialmanagement haben wir viele
Teilnehmende, die aus der Praxis kommen, daher wissen wir aus der
Erfahrung, dass Zeit einer der entscheidendsten Faktoren ist“, so Kunze.
Doch es lohne sich für Organisationen, denn gute Führung, Möglichkeiten
zur Entfaltung und ein innovatives Konzept machen den Arbeitgeber
attraktiver.
