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Heike Drechsler wird Botschafterin des Lungensports

Heike Drechsler
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Heike Drechsler
Heike Drechsler

Olympiasiegerin und Leichtathletik-Weltmeisterin Heike Drechsler will als
Schirmherrin der AG Lungensport in Deutschland e. V. Patientinnen und
Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen zu mehr körperlicher
Aktivität motivieren und die flächendeckende und wohnortnahe Versorgung
mit ambulanten Lungensportangeboten fördern. Für die Sportlerin der Jahre
1986 und 2000 ist Lungensport eine Herzenzangelegenheit: „Betroffene mit
chronischen Lungenkrankheiten wie COPD oder Asthma haben bei dem Gedanken
an körperliche Aktivität nur die Atemnot vor Augen. Sie manövrieren sich
durch Passivität in eine Abwärtsspirale aus noch mehr Luftnot und
Inaktivität“.

Dabei kann regelmäßige körperliche Aktivität, etwa in Form von
Lungensport, die Leistungsfähigkeit Betroffener im Alltag verbessern, die
Selbständigkeit trotz Lungenerkrankung bewahren und die Lebensqualität
wesentlich verbessern. „Beim Lungensport geht es nicht um sportliche
Höchstleistungen, sondern vielmehr um ein an die jeweiligen körperlichen
Fähigkeiten angepasstes Training, das unter Anleitung von speziell für den
Lungensport ausgebildeten Trainierinnen und Trainern durchgeführt wird“,
so die viermalige Europameisterin. „Damit die Möglichkeiten von
Lungensport auch angenommen werden, sind bundesweit flächendeckende und
wohnortnahe Angebote von qualifizierten Lungensportgruppen erforderlich.
Dafür und für die Ausbildung qualifizierter Lungensport-Trainerinnen und
-Trainer setzt sich die AG Lungensport in Deutschland ein, weshalb ich die
Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft gerne als Schirmherrin unterstütze“.

Menschen mit einer chronischen Atemwegs- oder Lungenkrankheit fällt es vor
allem schwer, sich körperlich zu betätigen, da sie in diesen Situationen
die Atemnot besonders stark empfinden und deshalb körperliche Aktivität
oft meiden. Leider ist dies genau der falsche Ansatz. Denn je weniger man
sich bewegt, desto mehr baut auch die eigene Kondition ab – und dies
steigert wiederum die Atemnot. Ein Teufelskreis beginnt. Deshalb lohnt es
sich für Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen umso mehr, den
inneren Schweinehund zu überwinden. Denn wer regelmäßig im Rahmen seiner
Möglichkeiten körperlich aktiv ist und ein gezieltes Training seiner
Muskulatur durchführt, wird nicht nur belastbarer im Alltag sein, sondern
auch weniger Luftnot verspüren und somit eine verbesserte Lebensqualität
erreichen. Auch wenn es nicht immer leicht ist – es lohnt sich aktiv zu
sein! Der Lungensport kann hier eine Möglichkeit bieten, in einem
geschützten Rahmen unter Anleitung eines qualifizierten Übungsleiters den
Einstieg in ein aktiveres Leben trotz Lungenkrankheit zu ermöglichen.

Die Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland e. V. ist ein
Zusammenschluss von Personen und Institutionen zur Förderung der
Bewegungstherapie und des körperlichen Trainings für Patienten mit
Atemwegs- und Lungenkrankheiten. Die AG Lungensport hat sich zum Ziel
gemacht, eine bundesweite flächendeckende und wohnortnahe Versorgung für
Patienten mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen in Deutschland zu
ermöglichen. Zu den wesentlichen Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft
Lungensport in Deutschland e.V. zählen:

•       Aufklärung und Beratung von Patienten über die positive Auswirkung
körperlichen Trainings,
•       Information über die Notwendigkeit ambulanten Lungensports,
•       Aufklärung der Öffentlichkeit über die Möglichkeiten gezielter
sportlicher Betätigung von Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen,
•       Ausbildung von qualifizierten Lungensport-Trainern,
•       Beratung und Unterstützung bei der Gründung und dem Aufbau von
Lungensportgruppen

Bundesweit gibt es derzeit über 1.500 Lungensportgruppen, mit steigender
Tendenz. Jedoch reicht die Zahl der Lungensportgruppen noch nicht für eine
flächendeckende bundesweite und vor allem wohnortnahe Versorgung mit
Lungensport aus. Ein Register aktiver Lungensportgruppen führt die
Arbeitsgemeinschaft auf ihrer Website unter: https://www.lungensport.org
/lungensport-register.html.

Weitere Informationen: www.lungensport.org

Die im Jahr 1964 in Gera geborene Heike Drechsler gewann bei den 1.
Leichtathletik-Weltmeisterschafen im Jahr 1983 in Helsinki im Alter von 18
Jahren in der Disziplin Weitsprung und gilt bis heute als jüngste
Weitsprungweltmeisterin. Im Jahr 1993 wurde sie erneut
Weitsprungweltmeisterin bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in
Stuttgart. Zu ihren größten Erfolgen im Weitsprung zählen u. a. der
zweifache Olympiasieg in den Jahren 1992 und 2000 und die viermalige
Europameisterschaft in Folge (1986, 1990, 1994, 1998). Bei den Olympischen
Spielen in Barcelona im Jahr 1992 wurde Drechsler das erste Mal
Weitsprungolympiasiegerin. Darüber hinaus war Heike Drechsler auch
erfolgreich im Sprint. Sie gewann bei den Europameisterschaften 1986 Gold
im 200-Meter-Lauf, bei den Weltmeisterschaften 1987 Silber über 100 Meter,
bei den Olympischen Spielen 1988 Bronze über 100 und 200 Meter und bei den
Europameisterschaften 1990 Silber über 200 Meter. (*)

Quellen (*):
Stiftung Deutsche Sporthilfe, Hall of Fame des deutschen Sports (Stand
Juni 2023) https://www.hall-of-fame-sport.de/mitglieder/detail/Heike-
Drechsler

Wikipedia (Stand August 2023):
https://de.wikipedia.org/wiki/Heike_Drechsler