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Zukunftswald Unterschönau (Thüringen) ist neuer Partnerwald der Wald- Allianz

Gemeinsam für die Zukunft des Waldes, v.l.n.r.:S. Wehner, Y. Bohr, S. Güntner  Christian Bartsch  Greenpeace e.V.
Gemeinsam für die Zukunft des Waldes, v.l.n.r.:S. Wehner, Y. Bohr, S. Güntner Christian Bartsch Greenpeace e.V.
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Gemeinsam für die Zukunft des Waldes, v.l.n.r.:S. Wehner, Y. Bohr, S. Güntner  Christian Bartsch  Greenpeace e.V.
Gemeinsam für die Zukunft des Waldes, v.l.n.r.:S. Wehner, Y. Bohr, S. Güntner Christian Bartsch Greenpeace e.V.

Die Umweltstiftung Greenpeace und der Bergwaldprojekt e.V. bringen ihre
gemeinsame Waldfläche in Thüringen als Lernort in die Wald-Allianz ein.
Hier soll erprobt werden, wie eine zukunftsfähige Waldentwicklung und eine
naturnahe Nutzung gelingen können.

Sandra Güntner, Geschäftsführerin und Vorständin der Umweltstiftung
Greenpeace, Stephen Wehner, geschäftsführender Vorstand des
Bergwaldprojekts, sowie Yvonne Bohr, Biologin bei der Naturwald Akademie
und Koordinatorin der Wald-Allianz, haben eine Vereinbarung zur
zukünftigen Kooperation unterzeichnet. Gegenstand der Kooperation ist der
Zukunftswald Unterschönau in Thüringen, eine etwa 200 Hektar große
Waldfläche, die die Umweltstiftung und der Bergwaldprojekt e.V. Ende 2020
gemeinsam erworben haben. Die Fläche besteht noch zu rund 70 % aus
Fichten-Monokultur, die behutsam in einen gesunden und naturnahen
Mischwald verwandelt werden soll.

„Unser Wald steht derzeit noch beispielhaft für einen Großteil der
intensiv genutzten, naturfernen Forste in Deutschland. Mit unserem Projekt
wollen wir ein Vorbild für eine naturnahe Waldnutzung schaffen und ihren
Wert für Natur und Gemeinwohl herausstellen“, erklärt Sandra Güntner von
der Umweltstiftung Greenpeace. „Und natürlich hoffen wir, dass unser
Pilotprojekt Schule macht.“

Vom Zukunftswald für den Wald der Zukunft lernen

Der Wald in Unterschönau ist, nach der Landeswaldoberförsterei Reiersdorf
(Brandenburg), der zweite Lernort der Wald-Allianz. Die geschlossene
Vereinbarung beinhaltet die ökosystembasierte Bewirtschaftung der Fläche
nach den fünf waldökologischen Prinzipen der Wald-Allianz (www.wald-
allianz.de/ueber-uns/leitlinien/), die Erhebung wissenschaftlicher Daten
sowie den fachlichen Erfahrungsaustausch. „Dies sind wichtige Eckpfeiler
eines zukunftsfähigen Umgangs mit unseren Wäldern. Naturnahe, resiliente
Wälder sind unabdingbar für Klima- und Biodiversitätsschutz.” so Yvonne
Bohr.

Fachleute für eine Waldwende

Die Wald-Allianz ist eine Initiative von verschiedenen
Naturschutzorganisationen, wissenschaftlichen Instituten und ökologisch
orientierten Waldpraktiker*innen. Die Allianz arbeitet an einer Waldwende,
die auf einem ökosystembasierten Waldmanagement gründet. Sie hat das Ziel,
die vom Menschen stark übernutzten Forste in naturnahe und damit
resiliente Waldökosysteme zu wandeln und so deren unverzichtbare
Leistungen dauerhaft zu erhalten. Die Wald-Allianz hat ein
ökosystembasiertes Waldentwicklungskonzept erarbeitet, das in ihren
Partnerwäldern praktisch erprobt und wissenschaftlich begleitet wird (www
.wald-allianz.de).

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt organisiert seit über 30 Jahren Freiwilligeneinsätze
im Wald, im Moor und in Kulturlandschaften. Dieses Jahr wird der Verein
mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland ca. 5.000 Freiwillige in
die Natur bringen. 2023 finden 169 Projektwochen an 74 verschiedenen
Standorten in ganz Deutschland statt. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die
vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu stabilisieren, den beteiligten
Freiwilligen die Bedeutung und die akute Bedrohung der natürlichen
Lebensgrundlagen bewusst zu machen und daran mitzuarbeiten, die
Gesellschaft zu einem suffizienten nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen
zu wandeln. www.bergwaldprojekt.de.

Umweltstiftung Greenpeace

Die Umweltstiftung Greenpeace ist Teil des internationalen Greenpeace-
Netzwerks und dessen Zielen und Werten verpflichtet. Die Stiftung widmet
sich dem Schutz der Umwelt und Natur und fördert die Völkerverständigung
durch Friedensforschung. Sie will den einzigartigen Naturreichtum unseres
Planeten erhalten und setzt sich für den Schutz unserer Lebensgrundlagen
ein. In einer globalisierten Wirtschaft wirkt das Stiftungskapital mit
ethischen, sozialen und ökologischen Standards im Sinne des Gemeinwohls.
Die Umweltstiftung Greenpeace ist überparteilich sowie politisch und
finanziell unabhängig. www.umweltstiftung-greenpeace.de.