Factsheets zu verschiedenen Projekttypen im Kohlenstoffmarkt
Gemeinsame Pressemitteilung von Öko-Institut, CCQI und Stiftung Allianz
für Entwicklung und Klima
Um einen wirksamen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Pariser
Klimaschutzabkommens und der Nachhaltigkeitsziele zu leisten, müssen
Emissionsgutschriften im freiwilligen Kohlenstoffmarkt von hoher Qualität
sein. Transparente und vertrauenswürdige Informationen über die Qualität
der Emissionsgutschriften aus unterschiedlichen Projekttypen können
verschiedenen Akteuren und Akteurinnen helfen, den Markt auf eine höhere
Qualität und für eine bessere Implementierung der Nachhaltigkeitsagenda
der Vereinten Nationen auszurichten und damit die Finanzierung von mehr
Klimaschutz sicherzustellen.
Die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima hat daher mit der Expertise
der Carbon Credit Quality Initiative (CCQI), in der das Öko-Institut
Partner ist, sechs von insgesamt zwölf Factsheets veröffentlicht. Diese
bereiten die Forschungsergebnisse zu unterschiedlichen Projekttypen
verständlich auf und machen diese damit der interessierten Öffentlichkeit
leicht zugänglich. Bislang konnten Nutzende mit Hilfe einer Suchmaske
bereits verschiedene Qualitätsaspekte vergleichen. Jetzt sind in den
Factsheets Informationen zu den Projekten verständlich aufbereitet und
prägnant zusammengefasst.
Informierte Entscheidungen über die Qualität von Emissionszertifikaten
„Mit den Factsheets wird interessierten Akteuren ein Werkzeug an die Hand,
sich über die Projekttypen zu informieren und qualifizierte Entscheidungen
zu treffen“, so Peter Renner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Allianz
für Entwicklung und Klima. „Bei dem Projekt handelt es sich um ein
wissenschaftsbasiertes Vorhaben zur Kommunikation, die uns als Stiftung
sehr am Herzen liegt und mit der wir eine Übersicht über die
Qualitätsmerkmale und -risiken der gängigen Projekttypen geben“, so Dr.
Olivia Henke, Vorständin der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima.
Die CCQI ist eine gemeinsame Initiative des Environmental Defense Fund
(EDF), des World Wildlife Fund US (WWF-US) und des Öko-Instituts, einer
der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und
Beratungseinrichtungen für eine nachhaltige Zukunft. Alle Bewertungen
stammen aus der Anwendung der CCQI-Methode. Das Öko-Institut leitet den
Bewertungsprozess und wird dabei von Forschenden von Carbon Limits, dem
Greenhouse Gas Management Institut (GHGMI), INFRAS und dem Stockholm
Environment Institute (SEI) unterstützt.
„Ziel der CCQI ist es, Marktteilnehmenden und der interessierten
Öffentlichkeit eine Möglichkeit zu bieten, Qualitätsunterschiede bei
Kohlenstoffzertifikaten besser nachvollziehen zu können“, so Dr. Lambert
Schneider, Forschungskoordinator für internationale Klimapolitik am Öko-
Institut. Dazu haben die beteiligten Institute einen methodischen Ansatz
entwickelt, der es ermöglicht, unterschiedliche Qualitätsmerkmale mithilfe
eines Kriterienkatalogs zu beleuchten.
In den Factsheets werden die Ergebnisse entlang der relevanten
Qualitätsziele dargestellt, zu denen Zusätzlichkeit, die robuste
Quantifizierung der Emissionsminderungen, die Gewährleistung der
Dauerhaftigkeit der Minderungen, Vereinbarkeit des Projekts mit der
Erreichung von Netto-Null-Emissionen, Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung
und, wo es relevant ist, die doppelte Ausgabe von Zertifikaten aufgrund
indirekter Überlappung zwischen Projekten, zählen.
Die ersten sechs Factsheets finden Sie auf der Webseite der Stiftung unter
www.allianz-entwicklung-klima.
bis Ende des Jahres 2023 veröffentlicht und dann ebenfalls online zu
finden sein. Die Factsheets und weitere detaillierte Informationen zu den
Qualitätsrisiken der Projekttypen finden sich auf der Website der Carbon
Credit Quality Initiative unter www.carboncreditquality.org .
