Buchpräsentation im Dubnow-Institut: Jüdische Diplomatie und zionistische Politik
Am Mittwoch, den 20. September, 19.30 Uhr stellt die Autorin Andrea
Kirchner ihre zwei Neuerscheinungen zum Leben und Wirken des jüdischen
Politikers und Diplomaten Richard Lichtheim im Leipziger Dubnow-Institut
vor. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Yfaat Weiss und Markus Kirchhoff
stehen seine jahrzehntelangen Bemühungen, die Interessen der Zionisten
gegenüber den herrschenden Mächten der Zeit zu vertreten.
Über Jahrzehnte vertrat Richard Lichtheim die Belange der jüdischen
Nationalbewegung und des Jischuw. Während des Ersten Weltkriegs setzte er
sich dafür ein, die Vertreibung der Juden aus Palästina zu verhindern. Im
Zweiten Weltkrieg war er einer der Ersten, der erkannte, dass die
Nationalsozialisten die systematische Vernichtung der europäischen
Judenheiten zum Ziel hatten.
In einem von der Historikerin Annette Vowinckel (Berlin/Potsdam)
moderierten Gespräch diskutieren Yfaat Weiss (Jerusalem/Leipzig) und
Markus Kirchhoff (Leipzig) mit der Autorin und Herausgeberin Andrea
Kirchner (Berlin) über zwei Neuerscheinungen zum Thema.
Die Autorin Andrea Kirchner ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin im
Bereich Publikationen am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main tätig.
Im Jahr 2021 wurde sie mit einer biografischen Ar-beit über Richard
Lichtheim an der Goethe-Universität Frankfurt promoviert.
Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen dem Leibniz-Institut für
jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow und der Sächsischen Akademie
der Wissenschaften zu Leipzig anlässlich des 54. Historikertags in Leipzig
»Fragile Fakten« statt.
Datum: Mittwoch, 20. September, 19.30 Uhr
Ort: Dubnow-Institut, Goldschmidtstraße 28, Leipzig
Teilnahme kostenlos und ohne Anmeldung möglich
