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Ohren auf für die Zukunft: acatech startet den Podcast „Late Night Tech“ mit Jan Wörner als Gast

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Technik von Relevanz und die Menschen dahinter: Das gibt es jetzt auch zum
Hören. Im neuen Podcast „Late Night Tech“ bietet acatech Gespräche mit
Expertinnen und Experten an – mit Tiefgang und persönlicher Note. In der
aktuellen Ausgabe spricht Jan Wörner über die Kreislaufwirtschaft, über
seine Position zu den verbreiteten Zivilklauseln in der Forschung und über
die beste Erfahrung seines Lebens.

Mit dem Podcast „Late Night Tech“ möchte acatech Raum für tiefe Gespräche
über Technologien und Innovationsfragen geben, die viele Menschen bewegen.
Gäste aus Wissenschaft, forschenden Unternehmen und Organisationen
sprechen in entspannter Atmosphäre über ihre persönlichen Perspektiven auf
aktuelle Entwicklungen und Technologien von heute und morgen. In der
aktuellen Folge berichtet acatech Präsident Jan Wörner im Gespräch mit
Christina Müller-Markus und Sandra Fendl über Stationen seines
Berufslebens und gibt Einschätzungen zu aktuellen Technologiefragen.

Über Kreislaufwirtschaft, Zivilklausel und die Zeit in Japan

Zum Thema Kreislaufwirtschaft und Recycling gibt Bauingenieur Wörner zu
bedenken: „Der Markt folgt den Kunden. Wir sind die Kunden und wir sollten
sagen: Ich möchte gerne eine recycelte Einrichtung, recycelten Beton oder
recycelte Stahlgerüste, weil ich weiß, dass es gut für die Welt ist. Und
was gut für die Welt ist, ist gut für mich. Das muss in allererster Linie
auch für die öffentliche Hand gelten!“

Bei der Zivilklausel vertritt Jan Wörner eine eindeutige Haltung: „Fast
jedes Thema, das erforscht wird, und zwar in allen fachlichen Disziplinen
von den Natur- und Technikwissenschaften bis hin zu den Geistes- und
Gesellschaftswissenschaften, kann auch militärisch genutzt werden. Direkt
einleuchtende Beispiele für diese Dualität sind Navigationssysteme,
Erdbeobachtung und Telekommunikation. Aber natürlich gilt das auch für
Materialentwicklungen, Technologien in vielen Bereichen, ja auch für die
Hirnforschung und Untersuchungen zur gesellschaftlichen Meinungsbildung.
Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollten deswegen klar in ihrer
Kommunikation sein und sich nicht hinter einer in der Praxis nicht
wirklich vollständig realisierbaren Zivilklausel verstecken.“

Auch für Persönliches ist in der Folge Platz. Über seinen
Forschungsaufenthalt in Japan, wo er die erdbebensichere Konstruktion von
Atomkraftwerken untersuchte, sagt Wörner: „Das war die beste Erfahrung
meines Lebens.“

Die Folgen sind bei acatech und auf den gängigen Plattformen verfügbar –
kostenlos, jederzeit und überall.

Über acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

acatech berät Politik und Gesellschaft, unterstützt die
innovationspolitische Willensbildung und vertritt die
Technikwissenschaften international. Ihren von Bund und Ländern erteilten
Beratungsauftrag erfüllt die Akademie unabhängig, wissenschaftsbasiert und
gemeinwohlorientiert.