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Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern macht mit der Aktion „Maß halten!“ auf Gefahren des Glücksspiels aufmerksam

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Am 27. September findet der bundesweite Aktionstag gegen Glücksspielsucht
statt. Die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) macht an diesem
Tag wieder mit zahlreichen Aktionen in ganz Bayern auf das Thema
Glücksspielsucht aufmerksam. Insgesamt 26 Fach- und Kompetenznetzwerk-
stellen sind mit dabei. Mit der Aktion „Maß halten!“, das sind drei große
bedruckte Bodenplanen, die ein echter Eye-Catcher sind und die fast alle
der teilnehmenden Stellen durchführen, wollen die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der LSG mit Jugendlichen und Erwachsenen ins Gespräch über
Glücksspiele und die damit verbundenen Gefahren kommen.

Konrad Landgraf, Geschäftsführer der LSG und Suchtexperte: „Die
Passantinnen und Passanten haben am Aktionstag die Gelegenheit, durch das
Aufkleben von Punkten auf den Bodenplanen zu verschiedenen Fragen Stellung
zu beziehen, die mit dem Thema Glücksspiel zu tun haben. So können sie
ihren Standpunkt in Bezug zu anderen einordnen.“ Durch die Unterteilung in
zwei Altersgruppen (unter 27 Jahre/über 27 Jahre) lässt sich laut Landgraf
ein guter Eindruck gewinnen, inwiefern sich die Positionierung von
Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen und von Erwachsenen in
Bezug auf die Fragestellungen unterscheiden. Landgraf: „Gerade bei
wichtigen Themen des Glücksspiels wie Geld und Risiko erhoffen wir uns
Ergebnisse, die interessante Gespräche zu den Unterschieden in den
Altersgruppen und deren Einstellungen fördern.“

Landgraf weist darauf hin, dass gerade Online-Glücksspiele ein besonders
hohes Suchtrisiko bergen, vor allem auch für Jugendliche und junge
Erwachsene, die in der Regel risikofreudiger und praktisch permanent
online sind. Landgraf: „Online-Glücksspiele sind immer und überall
verfügbar und locken mit hohen Gewinnen und einem leichten Zugang zum
Spiel. Die vermeintliche Aussicht auf das schnelle Geld reizt natürlich.“
Doch leider sieht die Realität anders aus: Auf lange Sicht verlieren die
Spielenden mehr Geld als sie gewinnen. Das ist das Geschäftsmodell der
Glücksspielanbieter. Durch die Anonymität im Netz und die virtuellen
Geldeinsätze können sich Verluste schnell unkontrolliert erhöhen und in
eine Schuldenfalle führen, sagt Landgraf.

Und natürlich vergisst Landgraf auch nicht jene Kinder und Jugendliche,
die mit Glücksspiel selbst nichts am Hut haben, aber einen Elternteil
haben, der zu viel Geld verspielt. Immerhin sind davon über 500.000 Kinder
und Jugendliche in Deutschland betroffen, die Dunkelziffer dürfte wie so
oft deutlich höher liegen. „Natürlich sind wir auch für diese Kinder und
Jugendlichen da und bieten verschiedene Hilfeangebote für sie an“, sagt
Landgraf.

Neu im Angebot der LSG ist auch die Hörbuch-Version des Kinderbuchs „Mein
Papa, die Unglücks-spiele und ich“, das die LSG in einer Kooperation mit
der pad gGmbH in Berlin entwickelt hat. Das Hörbuch ist kostenlos und
erscheint pünktlich zum Aktionstag. Interessierte können es hier
herunterladen: www.lsgbayern.de/kinderbuch. Auf derselben Seite finden Sie
auch die PDF-Version. Freunde klassischer Bücher können sich das Buch auch
als gedruckte Version bestellen und liefern lassen.