Erfolg mit Fernstudium – 25 Jahre zfh-Verbund
Jubiläumsfeier am zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund in
Koblenz
Die berufsbegleitende Weiterbildung auf akademischem Niveau an den
staatlichen Hochschulen in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland
auszubauen, war 1998 das Ziel der Gründung des zfh-Hochschulverbunds. Mit
Ratifizierung des Staatsvertrages für das Fernstudium an Fachhochschulen
am 17.6.1998 fiel der Startschuss für die hochschul- und
länderübergreifende Kooperation. Schon damals erkannte man die Vorteile
und Chancen des zeit- und ortsunabhängigen Studierens. Neben dem
wachsenden Qualifizierungsbedarf hat nicht zuletzt die rasante Entwicklung
der Digitalisierung dazu beigetragen, dass flexible Studienformate an
Hochschulen heute nicht mehr wegzudenken sind. Inzwischen ist der zfh-
Verbund mit 21 Hochschulen aus acht Bundesländern deutschlandweit größter
staatlicher Anbieter für Fernstudien im Hochschulverbund. Seine
Erfolgsgeschichte wurde am Sitz des zfh – Zentrum für Fernstudien im
Hochschulverbund an der Hochschule Koblenz gebührend gefeiert. Prof. Dr.
Ralf Haderlein, Leiter des zfh, freute sich, die rund 100 geladenen Gäste
begrüßen zu dürfen. Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien der drei
Gründungs-Bundesländer zählten ebenso zu den Ehrengästen, wie die
Vertreterinnen und Vertreter der Präsidien der beteiligten Hochschulen,
darunter insbesondere der Präsident der Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Karl
Stoffel.
„Die hochschul- und länderübergreifende Kooperation im zfh-Verbund hat
sich in der Rückschau auf die vergangenen 25 Jahre als zukunftsweisend und
erfolgreich herausgestellt. Die kontinuierlich wachsende Zahl an
Studiengängen in innovativen Feldern und die wachsende Zahl beteiligter
Hochschulen zeigt, dass die Nachfrage nach flexiblen
Weiterqualifizierungsmöglichke
Verpflichtungen ungebrochen ist. Der Verbund leistet mit seinem
vielfältigen Angebot einen wichtigen Beitrag, das Bildungssystem möglichst
durchlässig zu gestalten. Flexible innovative Studienangebote, die durch
die digitale Transformation weiter flexibilisiert werden können, zeichnen
den zfh-Verbund aus“, sagt Clemens Hoch, rheinland-pfälzischer
Wissenschaftsminister.
Auch Staatsminister Jakob von Weizsäcker, Ministerium der Finanzen und für
Wissenschaft des Saarlandes gratuliert dem zfh-Verbund: "Seit 25 Jahren
steht der zfh-Verbund für gelebte Bildungsteilhabe – unabhängig von Zeit,
Ort und persönlichen Lebensumständen. In einem Vierteljahrhundert konnten
viele tausende Studierende ein anspruchsvolles Fernstudium neben Familie
und Beruf absolvieren und sich weiterentwickeln. So wird das
Aufstiegsversprechen von Bildung auch unter fordernden Bedingungen
Wirklichkeit. Im Namen der saarländischen Landesregierung möchte ich allen
herzlich Danke sagen, die den zfh-Verbund zu dem gemacht haben, was er
heute ist: ein zukunftsweisendes Bildungsformat mit Strahlkraft."
„Wir brauchen die Potenziale aller klugen und kreativen Köpfe für eine
gute Zukunft, um die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen“, sagt
Ayse Asar, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und
Kunst. „Bildungs- und Erwerbsbiografien sind vielfältiger geworden, und
kein Weg soll eine Sackgasse sein. Deshalb können in Hessen auch beruflich
Qualifizierte ohne Abitur studieren. Deshalb sieht unser Hochschulgesetz
vor, dass alle Studiengänge möglichst in Teilzeit studiert werden können
sollen, also auch neben einer Berufstätigkeit oder Familienaufgaben. Und
deshalb ist es großartig, dass unsere staatlichen Hochschulen
Fernstudiengänge und Weiterbildungen auf akademischem Niveau anbieten wie
im zfh-Verbund.“
„Das Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund, das seinen Sitz
erfreulicherweise an unserem Campus Koblenz hat, ist nicht nur wegen
dieser räumlichen Nähe von Anbeginn an ein verlässlicher Partner der
Hochschule Koblenz“, betonte Prof. Dr. Karl Stoffel, Präsident der
Hochschule Koblenz. Als Belege für diese für beide Seiten wertvolle
Kooperation nannte er das seit 2003 am Campus Remagen erfolgreich
angebotene MBA-Fernstudium sowie die Zusammenarbeit bei den
sozialwissenschaftlichen Studiengängen.
Nach den Grußworten nahm Prof. Dr. Ralf Haderlein die Erfolge,
Meilensteine und Perspektiven des zfh-Verbunds in den Blick: "25 Jahre
zfh-Verbund ist die Erfolgsgeschichte von mutiger weitsichtiger Politik,
hoch engagierten Hochschulen, begeisternden Dozentinnen und Dozenten und
weit über dem Durchschnitt hinaus motivierten Studierenden. Lebenslanges
Lernen wird im zfh-Verbund greifbar und entwickelt sich an den Bedarfen
ständig weiter“, so Haderlein.
Nicht nur das zfh selbst hat Grund zum Feiern, sondern auch viele
Fernstudienabsolventinnen und -absolventen, die durch ihr
berufsbegleitendes Fernstudium eine höhere Karrierestufe erreichen
konnten. Ein besonderes Beispiel ist Dr. Markus Schneider, der seine
Erfolgsgeschichte im Rahmen der Jubiläumsfeier per Videobeitrag
präsentiert hat. Er hat nicht nur den akademischen Titel Master of
Computer Science an der Hochschule Trier erworben, sondern im Anschluss
daran auch noch erfolgreich promoviert.
Eines der Highlights der Festveranstaltung war der Gastvortrag ‚Generative
künstliche Intelligenz: ChatGPT und Co‘ von Prof. Dr. Jörn Schlingensiepen
von der Technischen Hochschule Ingolstadt. Er nahm das Thema ‚Die
Industrialisierung intellektueller Arbeit - Herausforderung und Auftrag
für die wissenschaftsbasierte Lehre‘ ins Visier.
Beim anschließenden Mittagessen und Get-together fand ein angeregter
Austausch aller Gäste zu dieser Thematik statt. Am Nachmittag hatten die
Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, an einem von drei Workshops
mitzuwirken. Auch hier war das Schwerpunktthema die Zukunft der
Bildungsformate unter dem Einfluss von künstlicher Intelligenz und
Digitalisierung.
Über das zfh
Das zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund besteht aus 21
staatlichen Hochschulen und der Geschäftsstelle in Koblenz. Das zfh ist
eine wissenschaftliche Institution des Landes Rheinland-Pfalz mit Sitz in
Koblenz und basiert auf einem 1998 ratifizierten Staatsvertrag der
Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland. Neben den 15
Hochschulen dieser drei Bundesländer haben sich weitere Hochschulen aus
Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein
dem Verbund angeschlossen. Das erfahrene Team des zfh fördert und
unterstützt die Hochschulen bei der Entwicklung und Durchführung ihrer
Fernstudienangebote. Mit einem Repertoire von über 100 berufsbegleitenden
Fernstudienangeboten in wirtschaftswissenschaftlichen,
technischen/naturwissenschaftl
Fachrichtungen ist der zfh-Verbund bundesweit größter Anbieter von
Fernstudiengängen an Hochschulen mit akkreditiertem Abschluss. Alle zfh-
Fernstudiengänge mit dem akademischen Ziel des Bachelor- oder
Masterabschlusses sind von den Akkreditierungsagenturen ACQUIN, AHPGS,
ASIIN, AQAS, FIBAA bzw. ZEvA zertifiziert und somit international
anerkannt. Neben den Bachelor- und Masterstudiengängen besteht auch ein
umfangreiches Angebot an Weiterbildungsmodulen mit Hochschulzertifikat.
Derzeit sind über 6.000 Fernstudierende an den Hochschulen des zfh-
Verbunds eingeschrieben.
