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Schlechte Hygiene-Gewohnheiten: 10% der Menschen waschen ihre Hände nicht nach dem Toilettengang

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Am 15. Oktober ist Welttag des Händewaschens. Trotz Corona-Pandemie und
umfangreicher Aufklärungskampagnen waschen sich immer noch 10% der
Menschen ihre Hände nach dem Toilettengang nicht. Die  SRH-Studie enthüllt
auch Geschlechterunterschiede im Händewaschverhalten und wirft Fragen zur
Wirksamkeit der Aufklärungsmaßnahmen auf. Experten fordern verstärkte
Anstrengungen zur Verbesserung der Handhygiene-Gewohnheiten.

Heidelberg, 05. Oktober 2023
Eine kürzlich durchgeführte Replikationsstudie an der SRH Hochschule
Heidelberg unter der Leitung der Professoren Dr. Frank Musolesi und Dr.
Andres Steffanowski hat alarmierende Ergebnisse zum Händewaschverhalten
der Bevölkerung ans Licht gebracht. Trotz der intensiven
Aufklärungskampagnen und der weltweiten Pandemie erschreckt die Tatsache,
dass immer noch 10% der Menschen ihre Hände nach dem Toilettengang nicht
waschen.

"Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass die Notwendigkeit einer
gründlichen Handhygiene dringender ist, denn je. Obwohl wir wieder
steigende Corona Fallzahlen verzeichnen und umfassende
Aufklärungsmaßnahmen durchgeführt wurden, waschen immer noch 10% der
Menschen ihre Hände nach dem Toilettengang nicht. Dies unterstreicht die
Dringlichkeit, das Bewusstsein für die Bedeutung der Handhygiene weiter zu
stärken und bessere Gewohnheiten zu etablieren," betonte Prof. Dr. Frank
Musolesi, Leiter der Replikationsstudie und Professor an der SRH
Hochschule Heidelberg.

Die Studie, an der 1000 Personen teilnahmen und die eine Fortsetzung einer
Untersuchung aus dem Jahr 2018 ist, ergab, dass der Anteil der
"Händewaschverweigerer" im Vergleich zu vor vier Jahren gestiegen ist.
2018 stellte Musolesi fest, dass etwa 7% der Personen weder Wasser noch
Seife nach dem Toilettengang benutzten. Dieser Anstieg in den
Hygienevernachlässigungen ist überraschend, da aufgrund der massiven
Corona-Maßnahmen und umfangreichen Aufklärungskampagnen eine signifikante
Abnahme erwartet wurde.

Die Studie zeigt auch signifikante Geschlechterunterschiede im
Händewaschverhalten. Während lediglich 6% der Männer ihre Hände korrekt
wuschen, praktizierten immerhin 15% der untersuchten Frauen ein
vorbildliches Händewaschverhalten. Dies bestätigt, dass Frauen im
Durchschnitt eine intensivere und längere Handhygiene praktizieren als
Männer. Es wird angenommen, dass die Kluft zwischen den Geschlechtern in
diesem Bereich seit der Studie von 2018 weiter gewachsen ist.

Die Ergebnisse werfen auch Fragen über die Wirksamkeit der
Aufklärungskampagnen auf. Offenbar haben diese Maßnahmen nur bei Frauen
eine bedingte nachhaltige Wirkung erzielt. Die Forscher und Experten rufen
daher dazu auf, verstärkte Bemühungen zur Aufklärung und Sensibilisierung
zu unternehmen, um die Handhygiene-Gewohnheiten der Gesellschaft zu
verbessern und die Verbreitung von Infektionen einzudämmen.